Grenzübergänge Dänemark – Deutschland

Grenzübergang Schusterkate | Grenzroute Dänemark – Deutschland

Grenzübergang Schusterkate / Kupfermühle. Aufgenommen auf Ilford HP 5 | © mare.photo
Grenzübergang Schusterkate / Kupfermühle. Aufgenommen auf Ilford HP 5 | © mare.photo

Dieser Übergang liegt am Gendarmstien, auch Gedarmpfad oder Schmugglerpfad genannt. Von Wassersleben aus geht es hier durch den Flensburger bzw. Kollunder Wald nach Kollund, immer die Flensburger Förde im Blick. Zugleich beginnt nach Süden hier der Fördesteig, der entlang der Ostseeküste bis an die Schlei führt.

Den Namen bekam die Grenze einst von dem ersten auf dänischen Gebiet liegenden Gebäude, die nun aber eines der beiden Privathäuser in unmittelbarer Nähe des Grenzüberganges ist. Einst war es eine schlichte Hütte, vor der Grenzziehung 1920 dann ein kleines Ausflugslokal mit Biergarten. Zu der Zeit war das heutige Sønderjylland (Nordschleswig) ja unter preußischer Verwaltung.



Doch dann kam mit der Volksabstimmung auch die neuen Grenzziehung. An der kleinen Holzbrücke über der Krusau setzte man den ersten Grenzstein, der erste von 280 Steinen, die entlang der Landesgrenze nach Deutschland bis nur Nordsee folgen. Die Grenze war nur für einen kleinen Personengreis an dieser Stelle offen. Dazu gehörten die Kinder, die nach Flensburg zur Schule gingen, oder die Forstarbeiter, den Beamten und den Flensburgern, die noch ein Ferienhaus an der nördlichen Flensburger Förde besaßen.

An der Stelle des Grenzüberganges mündet die Krusau in die Flensburger Förde und damit in die Ostsee. Von seiner Quelle bis zu seiner Mündung wechselt der Fluss immer wieder die Seiten der beiden Länder.

So offen die Grenze aussieht, sie wird konsequent überwacht. Manchmal sichtbar, oft unsichtbar. So gibt es im nördlicheren Bereich an den Küsten Kontrollposten der Marine, die jede Bewegung auf dem Wasser beobachten, genauso wird die Grenze auch regelmäßig selbst auf diesen Wegen mit dänischen Polizeistreifen abgefahren. 

Geschichten am Schlagbaum

In der Schusterkate beobachtete wenige Tage vor dem 09. April 1940 der Rittmeister Lunding als Nachrichten Offizier durch seinen Feldstecher, wie sich deutsches Militär vor der Grenze zusammen zog. Er alarmierte seine Vorgesetzten und die Regierung in Kopenhagen, doch …mehr



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