Flensburg macht der Kultur den Hof im Hof – Die Flensburger Hofkultur

 
Kennen wir nicht alle die Redewendung „“Jemanden den Hof machen“? Diese hat ihren Ursprung in Frankreich (faire ka Cour á quelqú un) und stammt wohl aus dem 18. / 19. Jahrhundert. Also gar nicht so weit entfernt aus der Hochzeit der Flensburger Kaufmannshöfe. Bedeutete das früher, dass die Untertanen ehrfürchtig um die Gunst ihres Fürsten warben, hat sich diese Kultur zu einem intensiven Werben einer lebendigen Liebesbeziehung entwickelt. In Flensburg ist das nun seit fast drei Jahrzehnten zu einer echten Hofkultur geworden. Denn hier machen die Höfe der Kultur den Hof. Und die Werbenden werden immer mehr. Die Liebe zueinander wird dabei im den Jahrzehnten immer größer. Das hat auch diese zurückliegende Flensburger Hofkultur gezeigt.
Ob Brasch-Hof, Künstlerhof, ob alte Marienburg oder Käthe-Lassenhof- sie sind Teil der zahlreichen beliebten Flensburger Kaufmannshöfe, die Jahr für Jahr der Kultur ihre Pforten öffnen. Ebenso kommt Jahr für Jahr Künstler aller Genres während der Sommermonate auf deren Bühnen und nutzen diese liebevolle, fast familiäre Atmosphäre in den leidenschaftlich und kreativ herausgeputzten Höfen der Stadt Flensburg.
Die Flensburger Hofkultur im Lebenslauf zu haben ist einer der begehrten Punkte sowohl der Flensburger Kaufmannshöfe wie auch der mal aufstrebenden und mal lange etablierten Musiker, Comedian, Poetry Slamer, weiblich wie männlich, solo wie Band. Brachte einst die Seefahrt die Welt in die kleinen Kaufmanns-, Gast- und Handwerkerhöfe Flensburgs, ist es heute die Welt der Musik, die Welt der Lyrik, die Welt der individuell vorgetragenen Geschichten, die in den Höfen Einzug hält.

Während der Flensburger Hofkultur werden die Kaufmannshöfe zu echten Gasthöfen der Stadt. Ist Gasthof nicht eine schöne Bezeichnung? So einladend. So gegenseitig neugierig machend und einander schätzend. Das hat sich auch bei den Gästen herumgesprochen, die sich hier treffen. Bis nach Hamburg und südlicher und bis nach Dänemark sowieso. Und nicht zuletzt bei den Menschen hinter den Flensburger Kaufmannshöfen. 

Denn in diesem Jahr sind zahlreiche Höfe hinzugekommen. Die man so nicht in Flensburg auf den Zettel hat. Zum Beispiel der Güterbahn-Hof mit seiner einzigartigen Architektur oder der ebenso unbekannte Hochschule-Hof mit seiner schlichten und dabei unglaublich lauschigen Gestaltung. Selbst aus den Parkplatz von Robbe & Berking wird nun ein Hof. Parkplatz ohne Auto kann so sinnlich sein.

Dabei ist echte Liebe alles andere als reines Schönwetter-Abenteuer. Da kann es auch schon mal Sturm und Regen geben. Eine echte Liebe hält so etwas durch. Und zeigt sich nicht selten in kreativen Lösungen. In einer grandios beleuchteten Nikolaikirche oder einer ehemaligen Diskothek und einem unvergesslichen Revival-Feeling.

Ob die Flensburger Hofkultur die Größte aller Zeiten ist? Ja, soviel Karten wie nie wurden gebucht. Auch das Angebot war so groß wie nie zuvor. Aber Größe nach Masse, das ist nicht Sache der Flensburger Hofkultur. Vielmehr die Tiefe der Liebe zwischen den Höfen, den Gästen und den Künstlern, die sich hier begegnen, in der charmanten Hafenstadt Flensburg an der Ostsee. Ahoi bis zum nächsten Mal.

Alles zu diesem Event in Flensburg auf der offiziellen Seite der Flensburger Hofkultur

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