Arwed Emminghaus – Gründer der DGzRS
Seenotretter unter einheitlicher Flagge an der gesamten deutschen Küste, getragen von einer einzigen Organisation über alle damals noch existierenden politischen Grenzen hinweg und finanziert ausschließlich durch Spenden aus dem ganzen Land: Das war Anfang der 1860er Jahre die Vision des aus Thüringen stammenden Bremer Redakteurs Dr. Arwed Emminghaus. Nachdrücklich setzte er sich für den Zusammenschluss erster regionaler Vereine zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ein. Sein Ziel wurde Wirklichkeit und hat bis heute Bestand. Emminghaus starb vor über 100 Jahren, am 8. Februar 1916.
Heute sorgen die modernsten Seenotrettungkreuzer des gemeinnützigen Vereins Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) für eine sichere Nord-und Ostsee. Jedes Jahr werden zahlreiche Menschen aus Seenot gerettet und in Not geratene Wasserfahrzeuge befreit. Wir erzählen die Geschichte des Gründers der DGzRS, Arwed Emminghaus.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts verunglückten nach Schätzungen jährlich etwa 50 Schiffe allein vor den deutschen Nordseeinseln. Mangelnde Ausrüstung und noch geltendes Strandrecht verhinderten oft Rettungsmaßnahmen. Tief bewegt von derartigen Seenotfällen, appellierte der Vegesacker Navigationslehrer Adolph Bermpohl im November 1860, Rettungsstationen zu errichten – finanziert durch Spenden, betrieben durch Freiwillige.
Bereits im März 1861 gründete Oberzollinspektor Georg Breusing in Emden den ersten deutschen regionalen Verein zur Rettung Schiffbrüchiger mit Stationen auf den ostfriesischen Inseln. Weitere Vereine entstanden entlang der Küste.
Arwed Emminghaus, geboren 1831 in Niederroßla, erkannte, dass einzelne Vereine bald überfordert sein würden. Nachdrücklich setzte er sich für ihren Zusammenschluss ein und wurde damit zum eigentlichen Initiator der DGzRS. Als Redakteur des Bremer Handelsblattes wirkte er publizistisch dafür.
Er war überzeugt, dass nur möglichst breite Unterstützung vieler, wenn auch im einzelnen geringe Beträge spendender Menschen das Rettungswerk dauerhaft tragen kann. Er hat bis heute Recht behalten. Auf seine Initiative hin gründeten die einzelnen Vereine am 29. Mai 1865 in Kiel die DGzRS – sechs Jahre vor der Reichsgründung. Sitz wurde Bremen, so ist es noch immer.
Von 1865 bis 1866 war Emminghaus der erste Generalsekretär der Gesellschaft. Danach ging er als Professor nach Karlsruhe, später wirkte er als Versicherungsdirektor in Gotha. Auch in jener Zeit blieb er der DGzRS eng verbunden.
Seenotrettungskreuzer trägt Namen des Gründervaters
100 Jahre nach ihrer Gründung und knapp 50 Jahre nach Emminghaus’ Tod stellte die DGzRS 1965 den Seenotrettungskreuzer ARWED EMMINGHAUS in Dienst. Bis 1993 war er von Cuxhaven und Grömitz aus im Einsatz, anschließend noch für Islands Seenotretter.
Die engagierten Privatleute Lars und Björn Carstensen sowie Oliver Leu machten ihn 2014 zum Museumsschiff. Seither ist er in Burgstaaken auf Fehmarn von Ende März bis Ende Oktober der Öffentlichkeit zugänglich und macht auf die Arbeit der Seenotretter aufmerksam (www.seenotrettungsmuseum-fehmarn.de).
Die Landeshauptstadt Kiel hat Arwed Emminghaus auf besondere Weise gewürdigt: Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der DGzRS im vergangenen Jahr erhielt ein Verbindungsweg zwischen dem Düsternbrooker Weg und der bekannten Kiellinie seinen Namen.

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