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Seemannsgarn Chief Mate Kameragurt

Seemannsgarn Chief Mate Kameragurt – macht glücklich

Das hätte ich mir nicht träumen lassen, eines Tages einen Artikel über einen banalen Kameragurt zu schreiben. Aber die Verantwortung dafür trägt sicherlich Leica, die ihren wirklich hochwertigen und teuren Kameras die nervigsten und billigsten Kameragurte beilegen. Schon einige Zeit trug ich mich daher mit dem Gedanken, ein Stück Seil als Tragegurt für meine Leica SL2-S zu fertigen. Da kam Paddy Ludolph von neunzehn72.de mit seinem Seemannsgarn Chief Mate und veranlasste mich sogleich zu einer Bestellung. Nun habe ich Paddys Seemannsgarn in den Händen und bin restlos begeistert.

Bestell mal was im Internet. Dann kommt lieblos in einem Umschlag gelegt wenige Tage später möglichst ohne unnötigen Kostenaufwand der Gegenstand bei Dir an. Bestell mal einen Seemannsgarn Chief Mate Kameragurt bei Paddy Ludolph und der Kauf wird zum Erlebnis.

Aber worum geht es eigentlich: In Hamburg gibt es einen Fotografen. Dem Blog neunzehn72.de folge ich seit einiger Zeit. Patrick Ludolph ist für mich so ein richtiger Hamburger Jung, der seine Hafenstadt, dicke Pötte und die Elbe liebt. Eines seiner spannendsten Projekte war sicherlich die Reportage über eine echte Seefahrt auf einem Frachtschiff.

Was mich mit ihm verbindet ist sicherlich die Liebe zur Stadt Hamburg und die Faszination Hafen. Dann kommen mir Bilder von Hans Albers, von den alten Dampfern, den Festmachern und den Stückgutfrachtern in den Sinn. Ich höre innerlich das Hafentreiben, das Kreischen der Möwen, die dumpfen Schiffshupen, das Schlagen der Wellen gegen den Kai.

Was aber wäre ein solcher Hafen ohne die mächtigen Trosse, die Seile? Bis heute werden sie in allen erdenklichen Dimensionen genutzt. Paddy Ludolph hat sich immer wieder das Hafentreiben angeschaut und ist dabei auf ein spezielles Handwerk der Seilmacher gestoßen. Dabei verschwindet das Ende des Seils durch eine Öffnung in sich selbst und zieht sich allein durch den Zug selbst fest. Sicherheitshalber wird es noch vernäht.

Diese alte Handwerkstradition hat sich Paddy zu Eigen gemacht und auf ein kleines Seil übertragen. Man nennt das ganze „Spleißen“.

Kurzerhand hat er geübt und ein Video gedreht, in dem er diese Technik vorstellt. Kann man also alles nun selber machen. Aber da Patrick Ludolph über seinen Shop bereits eigene Entwicklungen an Kameragurten anbietet, war eine entsprechende Erweiterung seiner Kameragurte nur folgerichtig.

Gestern hatte ich einen Termin in Hamburg und habe kurzerhand meinen eigenen in Handarbeit hergestellten Kameragurt abgeholt. Herzlichst begrüßt von Frau und Hunden überreichte sie mir einen kleinen Leinensack. Darin dieser wirklich wunderschöne Gurt, dessen Farben und Größe ich mir zuvor ausgesucht hatte. Aber ich habe ja nicht bei irgendeinem anonymen Massenversender bestellt sondern bei einem echten Hamburger Jung. Der unterstreicht die Individualität noch mit einem kleinen Instax Portrait mit meinem Kameragurt und einem kleinen hochwertigen Druck eines seiner schönsten Hafenbilder. Wobei mir wieder einmal bewusst wird, dass ein gedrucktes Bild einfach die schönere Präsentation ist.

Endlich aber trage ich nun die Kamera, wie ich es mir angenehmer und schöner nicht vorstellen kann. Zu beziehen ist der Seemannsgarn Chief Mate unter neunzehn72.de

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Hamburg – meine Stadt

Zu Hamburg habe ich eine ganz persönliche Beziehung. Genauer gesagt zu Altona und St. Pauli. Hier trafen sich die beiden, die nie meine Eltern werden wollten. Und es auch nicht wurden. Aufgewachsen bin ich dann bei den beiden, die gerne meine Eltern werden wollten. Und es auch wurden.

Eisbrecher Stettin, Museumshafen Oevelgönne, Hamburg

Eisbrecher Stettin

Im Osten sind die Winter deutlich strenger als bei uns. Bei Ostwind gefriert zudem die Ostsee und macht sie zuweilen schwer passierbar. Die strengen Winter werden immer seltener, aber wenn sie dann eintreten, dann gefrieren selbst heute noch der Hamburger Hafen und der Nord-Ostsee-Kanal. Damals betrieb die Industrie- und Handelskammer zu Stettin eine eigene Eisbrecherverwaltung. So bestellte sie insgesamt fünf dampfbetriebene Eisbrecher, zu der auch die „Stettin“ gehörte. Der Eisbrecher „Stettin“ lief am 07.09.1933 bei den Stettiner Oderwerken vom Stapel.

111 Orte, die man gesehen haben muss, St. Pauli, indernaehebeliben.de

111 Orte auf St. Pauli die man gesehen haben muss

Schon einige Jahre begleitet mich der wunderbare Entdecker-Blog indernaehebleiben.de. Nun haben die Beiden wieder viel Zeit, Liebe und Mühe investiert und ein neues Buch verfasst. Und das haben wir uns angeschaut. Stefanie Sohr und Volko Lienhard füllen seit einigen Jahren schon ihren Blog „indernaehebleiben.de“ mit ihren Erlebnissen in Schleswig-Holstein und ihrer Heimatstadt Hamburg. Nun trifft es sich, dass sich mein Ursprung selbst auf St.Pauli findet, aber auch, dass Volko schräg gegenüber unseren Freunden wohnt. Was also liegt näher, als bei einem unserer Besuche das Buch „111 Orte auf St.Pauli, die man gesehen haben muss“ zu nehmen und sozusagen mit den Augen von Stefanie und Volko durch St.Pauli und Altona zu wandeln?

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