Seen

Ladelunder Mergelkuhle – Naturfreibad Ladelund | Seen in Schleswig-Holstein

Naturfreibad Ladelund / Ladelunder Mergelkuhle, aufgenommen mit Nikon Keymission 80 | © weites.land
Naturfreibad Ladelund / Ladelunder Mergelkuhle, aufgenommen mit Nikon Keymission 80 | © weites.land
Jeden Sommer kommen sie in der Saison zu tausenden hier hier, längst nicht nur direkt aus dem Ort. Doch wo heute das schöne Naturbad erfrischender und sportlicher Anziehungspunkt ist, gab es einst ein weitläufiges Heidegebiet in karger Landschaft.

Zwischen 1906 und 10927 änderte sich diese Landschaft schlagartig. Denn man war bemüht, die Umgebung für die Landwirtschaft urbar und den Boden entsprechend fruchtbar zu machen. Genau an dieser Stelle, nördlich der Ladelunder Berge,  wurde Mergel abgebaut und  in der Umgebung als Naturdünger eingesetzt. 

Etwa 750.000 Kubikmeter hat man in dieser Zeit mit Loren auf die umliegende schleswig-holsteinische Geest ausgebracht.

Mit der Zeit füllten sich die Schächte aus den fünf unterirdischen Quellen, genau hier gibt es aber auch wiederum Abflüsse, sodass ein ständiger Austausch des Wassers statt findet.

Schon mit dem Ende des Abbaus wuchs der Wunsch, eine offizielle Badestelle einzurichten. Denn solche wilden Badestellen waren wie heute mit erheblichen und nicht einschätzbaren Gefahren verbunden. Der Gemeinde fehlte aber schlicht das Geld.

Nachdem das Naziregime auch in Ladelund eingezogen und ein Konzentrationslager errichtet hatte, gab es Überlegungen, die Zwangsarbeiter ganz billig für die Arbeiten einer Badestelle heran zu ziehen. Doch der Krieg folgte und so scheiterte das Vorhaben.

Auch nach dem Krieg war der Wunsch ungebrochen, den Kindern und Jugendlichen ein ordentliches Freibad zu bieten. Wollte man die Türme und Stege endlich bauen, so verwehrte jedoch die Besatzungsmacht den Bezugsschein für das erforderliche Holz.

Doch 1960 war es endlich soweit, die Anlage konnte eingeweiht werden. Die Naturbadeanstalt befindet sich am östlichsten der drei Seen.  Heute bietet die etwa 150 meter lange Badestelle einen kleinen Sandstrand, eine großzügige Liegewiese, Sprungtürme und einen abgetrennten Nichtschwimmerbereich. Der See ist bis zu 12 Meter tief.

Gleich gegenüber steht ein Wohnmobilstellplatz zur Verfügung, der gegen Gebühr genutzt werden kann. Hier kann auch Frisch- und Brauchwasser getauscht werden.

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