Brandkatastrophe in Berlevåg – das Großfeuer vom 27.Juni1928
Am 27. Juni 1928 bricht im Fischereihafen von Berlevåg ein Feuer aus. Durch den ständigen Wind und die trockene arktische Luft breitet sich das Feuer schnell auf die benachbarten Gebäude aus. Eine Feuerwehr gibt es zu diesem Zeitpunkt in Berlevåg nicht. Die Menschen scheitern bei ihren hilflosen Bemühungen, Berlevåg zu retten. Ein großer Teil von Berlevåg wird am folgenden Tag vernichtet sein.
Es ist Mittwoch, der 27. Juni 1928. In der Lebertranbrennerei von Eilif Johansen bricht zwischen vier und fünf Uhr ein Feuer aus. Schnell greift das Feuer auf die benachbarte Fischbrücke über. Durch die dichte Bebauung und die Holzbauweise hat das Feuer leichtes Spiel.
Zunächst entdecken einige Fischer von ihren Booten aus das Feuer im Hafen von Berlevåg. Sie kommen schnell an Land und schlagen Alarm.
Um sechs Uhr am Morgen bittet man das benachbarte Vardø um Hilfe. Dort gibt es Schläuche und Pumpen. Da es zwischen den beiden Orten keine Straßenverbindung gibt, wird das Postschiff, die Hurtigrute „Vesterålen“, mit dem Transport beauftragt. Vardø ist zu jenem Zeitpunkt eine Insel ohne die heutige Tunnelverbindung. Allerdings wiegt die angeforderte Dampfspritze eine Tonne. Zu schwer, um vom Kran der Hurtigrute an Bord gehievt zu werden. Lediglich ein 350 Meter langer Schlauch kommt gegen 13 Uhr in Berlevåg an. Ebenso kommt zur Beratung der Brandbekämpfung ein Staatsingenieur.
Mit Hilfe einer alten Handpumpe des Hafens bemühen sich 10 Männer, das mittlerweile riesige Feuer zu löschen.
Den Menschen bleibt nur, die Reste des Feuers in Berlevåg zu löschen. Insgesamt wird Berlevåg alle Fischbrücken zwischen Elvebukt und Sandsletta verlieren. Zudem werden 11 Kaianlagen samt ihren Lagerhäusern vernichtet. Auch 11 Unternehmen, sieben Häuserzeilen, die Bank, die Post, ein Hotel, zwei Bäckereien und 4-5 kleinen Manufakturen werden in Asche versinken. Etwa 200 Menschen verlieren ihr Zuhause und werden obdachlos. Wie durch ein Wunder wird nur ein Mensch verletzt, als ein Paraffin-Fass explodiert.

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