Die Norwegen-Flagge – Geschichte, Gestaltung, Bedeutung
Die Norwegen-Flagge zeigt ein asymmetrisches blaues Kreuz mit einer weißen Kontur auf rotem Grund. Schön sieht die Norwegen-Flagge aus, aber ihr Design hat auch einen Hintergrund. Und so gehen wir der Entstehung der Norwegen-Flagge auf den Grund und finden heraus, warum sie so ist, wie sie ist.
Das Symbol der Norwegen-Flagge
Wie jeder der 199 Staaten der Erde hat auch Norwegen seine Flagge. Sie ist nicht nur schön, sie hat auch eine ganz bestimmte Bedeutung. Und die wollten wir heraus finden.
Zum Teil entstamm die Norwegen-Flagge den Farben des norwegischen Königshauses. Vor allem aber fällt die Verwandtschaft zur Dänemark-Flagge auf. Immerhin hat die Dänemark-Flagge ebenso einen roten Hintergrund und ein weißes Kreuz. Und Norwegen war zwischen 1537 und 1814 eine dänische Provinz. Allerdings mit besonderen Privilegien.
Wie aber kommt das blaue Kreuz in die Norwegen-Flagge? Diese ist der Schweden-Flagge entnommen, aus der Zeit, als Norwegen und Schweden in einer Union verbunden waren.
Die Geschichte Norwegens ist zugleich die Geschichte der Flagge
Norwegen gehörte zu Dänemark. Zumindest seit dem 16. Jahrhundert. Und so wehte in Norwegen die dänische Flagge, der Dannebrog. Im Jahr 1814 gelang Norwegen die vorüber gehende Unabhängigkeit. Und so ließ König Christian Frederik der dänischen Flagge das norwegische Staatswappen hinzufügen. Diese würde bis 1821 wehen. Das bestand aus einem Löwen mit einer gebogenen Hellebarde.
Die völlige Unabhängigkeit dauerte aber nur bis zum Herbst 1814, denn da musste Norwegen bereits in die Personalunion mit Schweden eintreten. Norwegen durfte aber eine eigene Handelsflagge behalten.
Doch ab 1815 galt ansonsten eine Unionsflagge. Und so hatte Norwegen die schwedische Flagge mit einem weißen Andreaskreuz auf roten Grund in die obere linke Ecke. Bezug hier war immer noch die dänische Flagge.
Aber mit der norwegischen Handels-Flagge (Löwe auf Dannebrog) hatten die Handelsschiffe Probleme im Mittelmeer. Denn hier wurde aktive staatliche Piraterie betrieben. Schiffe mit einer solchen Handelsflagge wurden gekapert. Also schuf man eigens für die Mittelmeerfahrten eine neue Handelsflagge. Daher setzte man ab 1818 dort die Unionsflagge als Handelsflagge ein, die von den Piraten im Mittelmeer anerkannt wurde.
Wer sollte da noch durchblicken. Je nach Gewässer gab es unterschiedliche Flaggen. Etwas Grundlegendes musste her.
Der norwegische Parlamentarier Fredrik Meltzer setzte sich im Jahr 1821 mit seinem Entwurf einer neuen Flagge durch, wie wir sie heute kennen.
Doch neben dieser gab es immer noch weitere Flaggen, je nach Seegebiet und vor allem mit Rücksicht auf den schwedischen Nachbarn, von dem man sich zunehmend emanzipierte. Ab 1844 verfügte König Oscar I die optische Gleichstellung Schwedens und Norwegens in der gemeinsamen Union durch eine Kombination von norwegischen und schwedischen Farben im oberen linken Eck der Flagge, auch „Liek“ genannt.
Diese Flagge löste nun auch die unterschiedlichen und verwirrenden Flaggen in der Handelsschifffahrt ab. Die Abneigung Schwedens zu diesem Entwurf, aber auch der Unabhängigkeitswillen Norwegens führte dazu, dass ab dem 01.01.1899 nur noch die Trikolore, also die heutige norwegische Flagge gezeigt wurde. Nur in der Kriegsflagge hatte das Unionszeichen noch bis 1905 Bestand. In dem Jahr löste sich die Union zwischen Schweden und Norwegen auf.
Tri – Kolore stammt aus dem französischen und bezeichnet eine dreifarbige Flagge. Tri steht für drei, Kolore für Farbe.

Under in Lindesnes – das größte Unterwasserrestaurant in Norwegen
Under in Lindesnes – Zu Besuch im Größten Unterwasser-Restaurant der Welt Norwegen beweist einmal mehr seine architektonische Innovation, wenn es darum geht, weltweit Aufmerksamkeit zu

Familienurlaub planen – Worauf es abseits der Reisezielfrage wirklich ankommt
Bevor überhaupt ein Reiseziel feststeht, entscheiden meist ganz andere Faktoren darüber, ob ein Familienurlaub am Ende als gelungen in Erinnerung bleibt. Wie viel Struktur brauchen

Museumswerft Flensburg – Museen in Flensburg und Umgebung
Museumswerft Flensburg – die schönsten Ziele entlang der Flensburger Förde Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Flensburg ist sicherlich die Museumswerft Flensburg. Auf der westlichen Seite

Wenn die Architektur Teil der Erholung wird
Immer mehr Reisende wählen ihr Ziel nicht nur nach Landschaft oder Aktivitäten aus, sondern auch nach der Architektur der Unterkunft selbst. Ein durchdachtes Raumkonzept, hochwertige

Astrofotografie von Katja Seidel – Rheinwerk Verlag
Astrofotografie von Katja Seidel / Rheinwerk-Verlag – Rezension Astrofotografie erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Gab es früher Fotografierende, die sich auf dieses Thema

VW & Retro Museum Ulfborg bei Ringkøbing
Zu Besuch im VW & Retro Museum Ulfborg bei Ringkøbing Vor einigen Jahren traf ich Susi und Carsten Andersen auf dem Bulli-Treffen auf Fehmarn. Dort

Kollund – Die Perle an Flensburger Förde + Gendarmstien
Kollund ist ein Ortsteil der Gemeinde Krusau ( Kruså) an der Grenze Dänemrk-Deutschland. Im Kollunder Wald, dem ehemaligen Flensburger Wald, befindet sich seit der Grenzziehung

Wood Sculpture Symposium Sønderborg – Viel Lärm ums Holz
Vom Parkplatz her kommend führt mein Weg zum Schloss Sønderborg. So geht es mir wahrscheinlich wie den meisten Touristen. Der Platz vor dem Schloss scheint

Mullsjö am Stråken – Schweden- wie es wirklich ist
Mullsjö am Stråken – ehrlich schwedisch Touristenhochburgen reißen die Massen zwar immer wieder in andauernde Verzückungen, aber sie verlieren ein Stück weit für ihre Vermarktung

Warum Schweden im Herbst eine Reise wert ist
Schweden im Herbst In den Monaten September bis November verwandelt sich Schweden in ein Land voller Farbkontraste, Stille und ursprünglicher Atmosphäre. Die Wälder leuchten in

Auf der Rondane Touristenstraße (Rondanevegen)
In Ringebu ist mal wieder unser Quartier. Die E6 führt durch den Ort und quält mit ihrem Verkehr das gesamte Gundbrandsdal. Wohltuend ist es da,

Interessiert mich die Bohne – Ursprung und Geschichte des Espressos
Interessiert mich die Bohne – Die Geschichte des Espresso Etwa im neunten Jahrhundert beginnt die Geschichte des Kaffees in Äthiopien. Hier entstanden auch die ersten

Schreibe uns Deine Meinung