Leuchttürme

Alter Leuchtturm Travemünde

Alter Leuchtturm Travemünde | © weites.land
Alter Leuchtturm Travemünde | © weites.land

Irgendwann begann auch in Deutschland die Geschichte der Leuchttürme und diese Geschichte begann um 1330 genau hier in Travemünde. Doch dänische Truppen zerstörten den Turm im Jahr 1534. Es sollte fünf Jahre dauern, bis holländische Maurer den heutigen Leuchtturm errichteten.

Zunächst wurde das Leuchtfeuer vermutlich mit Holz und später mit Hanföllampen vor vergoldeten Hohlspiegeln betrieben. Ein Blitzschlag löste im Jahr 1827 ein Feuer im oberen Teil des Turmes aus. Doch er wurde im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. In dem Zuge installierte man Petroleumlampen. Im Jahr 1903 ersetzten elektrische Bogenlampen die Beleuchtung und wiederum lösten ab dem Jahr 1937 Glühlampen die mittlerweile veraltete Technik ab.

Schon früh erkannte man den historischen Wert des Alten Leuchtturmes von Travemünde. So trug man ihn im Jahr 1922 als technisches Denkmal ein. Zu Beginn der 1970er Jahre begannen die Bausünden im Tourismus. So entstand das heutige Maritim Hotel, welches den alten Leuchturm verdeckte. So wurde er im Jahr 1972 abgeschaltet und das neue Leuchtfeuer auf dem Maritim Hotel installiert. In den Jahren 2003 und 2004 wurde der alte Turm gründlich saniert und restauriert. Etwa 12.000 Steine wurden ausgetauscht bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern.

Dabei ist das Mauerwerk bis zu einem Meter dick. Die etwa 600 qm große Außenfläche wurde komplett neu verfugt und auch das Innere des Turmes neu verputzt. In dem 31 Meter hohen Turm erzählt ein maritimes Museum die Entwicklung der Leuchtfeuer. Modelle von Feuerschiffen, unterschiedliche Seelaternen oder ausgediente Lichtanlagen aus anderen Leuchttürmen sind hier auf acht Geschossen ausgestellt. Hat man alle 142 Stufen erklommen, kann man die immer noch funktionsfähige Anlage des Travemünder Leuchtturmes besichtigen mit seinen 1000-Watt-Glühlampen.

Belohnt wird man mit einem herrlichen Rundblick über die Travemünder Altstadt, den Skandinavienkai mit seinen Fähren nach Schweden und über die Travemünder Altstadt. Selbst die Lübecker Bucht bis Grömitz und die Küste von Mecklenburg-Vorpommern sind weitläufig zu beobachten.

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