Streetfotografie vom Rheinwerk-Verlag – Weitaus mehr als ein Fotohandbuch!
Neu auf dem Büchermarkt ist „Streetfotografie“ aus dem Rheinwerk Verlag. Mit thematischen Überraschungen dieses Genres warten 10 Fotografinnen und Fotografen mit ihren außergewöhnlichen Ergebnissen auf. Und damit sind wir auch schon mitten in unserer Rezension eines einzigartigen Buches.
Streetfotografie ist zur Zeit ganz hipp. Ich habe mir den Spaß gemacht, mir Bilder im Internet zu diesem Thema anzuschauen. Also, ich mache das immer wieder mal. Aber ich bin auch genauso schnell gelangweilt von der Flut an Bildern ohne Geschichten. Aber ich dachte mir, ein Buch zum Thema aus dem Rheinwerk-Verlag vorzustellen und bestellte mir ein Rezensionsexemplar als Ergänzung zu einem weiteren Thema.
Doch kaum ausgepackt ließ mich „Streetfotografie“ nicht mehr los. Überrascht von der gut umgesetzten Themenvielfalt blättere ich seitdem immer mal wieder hin und her. Schaue mir die Bilder an und lese die Geschichten hinter diesen Bildern. Denn viele der hier gezeigten Bilder sind eingefangene Geschichten. Mal spannend, mal inspirierend. Mal witzig, mal melancholisch. Dabei jedes Bild auf Ausstellungsniveau!
Dabei geht es bei der Aufnahme weniger um den zufälligen Moment als vielmehr um das Vorausschauen einer Situation oder um die Umsetzung einer konkreten Bildidee. Streetfotografie hätte mir auch als Bildband überraschend gefallen. Aber vielleicht mit dem Namen „Straßenfotografie“. Entweder ganz englisch oder ganz deutsch- und damit auch bei der Titelfindung so eigenständig wie die Ergebnisse selbst. Und statt einer nervigen Gender- gerechten Sprache lieber den gleichen Anteil von Fotografinnen und Fotografen. Das währe wichtiger als der komische Doppelpunkt im Wort, der die Lesenden im Lese- und Sprachfluss bei jedem Doppelpunkt stocken lässt.
Nichts desto Trotz- Streetfotografie aus dem Hause Rheinwerk ist ein absolutes Highlight auf dem Büchermarkt der Fotografie.
Die Autoren
Kay von Aspern

Fotograf Kay von Aspern ist in Norddeutschland geboren und lebt seit vielen Jahren in Wien. Er verbringt viel Zeit im öffentlichen Raum und fotografiert alles, was ihm fotogen erscheint. Eine besondere Vorliebe hat er jedoch für die amüsanten oder bisweilen auch verstörenden Momente, die der Alltag häufig hervorbringt. Kay von Asperns Arbeiten wurden mehrfach in Deutschland, Österreich und international ausgestellt und in zahlreichen Printmedien veröffentlicht. Wer seine Arbeitsweise kennenlernen möchte, kann ihm im Rahmen von Workshops und Fotocoachings über die Schulter schauen.

Fotograf Mario Cuic ist Autodidakt, er wandte sich erst ab seinem 35. Lebensjahr nach einer Lebenskrise der Fotografie zu. Seitdem gehört sie fest zu seinem Leben. Mit der Kamera dokumentiert er die verschiedenen Facetten des alltäglichen Lebens. Er liebt Ironie, Subtiles und Abstraktes – nicht ausschließlich, aber es zieht sich wie ein roter Faden durch seine Fotografie. In seinen Bildern zeigt er seine Sicht auf die Welt – ungeschönt und authentisch. Mario Cuic lebt und arbeitet in München.

Fotograf Siegfried Hansen entdeckte im Jahr 2002 seine Leidenschaft für die Streetfotografie. Inzwischen gibt er seine langjährigen Erfahrungen in Workshops und Präsentationen weiter. Seine überraschenden Sichtweisen alltäglicher Dinge geben seinen Bildern eine persönliche Handschrift. Im Zentrum seiner Bilder stehen die graphischen Beziehungen zwischen den einzelnen Elementen im Bild. Seine Fotos sind vielfach ausgezeichnet, publiziert und in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA ausgestellt worden. Sein Buch »hold the line«, das im Jahr 2014 im Kettler Verlag erschienen ist, ist mehrfach ausgezeichnet worden. Siegfried Hansen ist Mitglied des internationalen Streetfotografie-Kollektivs iN-PUBLIC. Er ist Mitbegründer der deutschen Streetfotografie Seite.

Fotograf Torsten Köster hat seine Liebe zur Fotografie – dank einer Pocketkamera, die er zu Weihnachten geschenkt bekam – bereits im Alter von neun Jahren entdeckt. Später absolvierte er eine klassische Fotolaboranten-Ausbildung in einem Fachlabor. Seine Aufnahmen, die zum größten Teil in seiner Heimatstadt Stuttgart entstehen, zeigen Szenen und Ausschnitte von Menschen im urbanen Raum. Sein Fokus richtet sich aber auch auf Flächen, Formen und Details, die keine menschliche Komponente beinhalten, sondern den urbanen Raum als solches beschreiben. Teile seiner Arbeiten wurden bereits in mehreren internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt sowie in Büchern und Zeitschriften publiziert.

Fotograf Marco Larousse ist ein international tätiger Street- und Dokumentarfotograf aus Hamburg. In den 1990er-Jahren hat er seine Leidenschaft für die Streetfotografie entdeckt und teilt sein Wissen und seine Inspiration in Workshops, Artikeln, als Juror und bei öffentlichen Auftritten. Marco Larousse ist es wichtig, positive Aufmerksamkeit für das Kunst- und Dokumentargenre Streetfotografie zu kreieren, um zukünftigen Generationen den ungestellten Alltag der Gegenwart durch Fotos zugänglich zu machen. Die Möglichkeit, mit einem einzigen Bild eine Geschichte zu erzählen, fasziniert ihn immer wieder und ist der Grund, warum er die Fotografie als bevorzugtes Ausdrucksmedium gewählt hat. Marco Larousse ist Mitbegründer der deutschen Streetfotografie Seite.

Fotografin und Biologin Pia Parolin ist in Italien geboren und arbeitete viele Jahre als promovierte Biologin am Amazonas. Nach analoger Reise-, Dokumentations- und Naturfotografie entwickelte sie ihre Begeisterung für das Urbane, Alltägliche und Vergängliche wie es nur die Streetfotografie erfassen kann. Ihre inzwischen digitale fotografische Arbeit konzentriert sich auf die flüchtigen Momente des Alltags. Ihre Fotos und konzeptuellen Arbeiten werden weltweit ausgestellt. Sie kuratiert Ausstellungen und denkt gern über Fotografie und ihre Bedeutung nach. Diese Gedanken teilt sie in ihren Workshops und Büchern. 2017 gründete sie die Riviera Creative Factory an der Cote d’Azur in Frankreich, mit dem Ziel, den Austausch und das kreative Arbeiten zu fördern. 2021 wurde sie in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen. Sie ist Mitglied des Optic Nerve Collective und des Collectif Photon Nizza.

Fotograf Christopher Reuter ist ein Fotokünstler aus Köln, der am liebsten Menschen fotografiert und sie in ihrer natürlichen Umgebung authentisch und emotional in Szene setzt. Als Street- und Peoplefotograf ist es ihm wichtig, Menschen und ihre Persönlichkeit darzustellen und auf Oberflächlichkeiten zu verzichten. Er will das echte, wahre Leben zeigen. Er liebt es, Persönlichkeiten zu treffen und ihre Geschichte zu erzählen. Dafür ist er meist in den Straßen Kölns unterwegs, bereist aber auch andere Städte und Länder.

Fotograf Fabian Schreyer arbeitet im Bereich Veranstaltungsmarketing in seiner Heimatstadt Augsburg und beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit dem Thema Straßenfotografie. Er ist Mitgründer des ehemaligen internationalen Straßenfotografie-Kollektivs The Street Collective (2013-2021) und Kurator diverser Ausstellungsprojekte. Als Chronist des alltäglichen Lebens spürt er, getrieben von der Faszination für Poesie, Witz, Tragik und Surrealität des Alltäglichen, mit seiner Kamera dem Ungewöhnlichen im Gewöhnlichen nach und dokumentiert seine flüchtigen Beobachtungen in Form von ungestellten Momentaufnahmen.

Fotografin Nicole Struppert begann ihre kreative Karriere im Marketing. Nach ihrem Studium an der University of the Arts in London wechselte sie ihren Beruf und war weltweit als freie Fotografin/Fotojournalistin tätig. Neben der fotografischen Begleitung der Olympischen Spiele in London und der US Elections 2012 arbeitete sie mehrere Jahre an einer Dokumentation des Londoner Stadtteils Shoreditch. Mittlerweile fokussieren sich ihre Arbeiten meist auf minimalistische Kompositionen in Verbindung mit Architektur und der Beobachtung des alltäglichen Lebens. Nicole Struppert lebt in München.

Fotograf Martin U Waltz lebt als Fotograf, Autor und Fotografie-Lehrer in Berlin. Er arbeitet in Serien und Projekten, die die verschiedenen Seiten Berlins zeigen. Ihn interessiert besonders der Gegensatz zwischen der flüchtigen, verletzlichen menschlichen Form und der harten Kontur der Stadt. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und im europäischen Ausland gezeigt. Martin U Waltz ist Autor und Co-Autor mehrerer Bücher und vieler Artikel zum Thema Streetfotografie. Er ist zudem Co-Herausgeber der deutschen Streetfotografie Seite und Co-Veranstalter des German Street Photography Festivals.

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