Scenic view of Lago di Carezza, an emerald alpine lake surrounded by pine forest and dramatic Dolomite mountains in South Tyrol, northern Italy

Baden wo die Alpen enden – Der Kalterer See als Ziel für Genießer

Kaum ein anderer See in den Alpen vereint so viel Wärme mit so viel Weinkultur wie der Kalterer See. Südlich von Bozen gelegen, eingebettet zwischen Rebhängen, Obstgärten und den Felsen der Mendel, gilt er als größter Badesee Südtirols. Im Sommer erreicht das Wasser Temperaturen, die sonst eher am Mittelmeer zu finden sind.


Warum der Kalterer See so angenehm temperiert ist

Der Kalterer See ist flach, wird von der Sonne rasch erwärmt und liegt geschützt von Hängen, die kalte Winde abhalten. Dadurch eignet er sich für Schwimmen, Stand-up-Paddling und Rudern von Frühsommer bis in den September. Rund um den See führen Uferwege, die für Spaziergänge und Radtouren ideal sind, und im Schilfgürtel nisten zahlreiche Vogelarten. Wer früh aufsteht, erlebt das Wasser still und spiegelglatt, bevor der Tag beginnt.

Direkt am Kalterer See wohnen

Wer mehr als einen Tagesausflug plant, wohnt am besten dort, wo der See vor der Tür liegt. Das Parc Hotel am Kalterer See in Südtirol ist ein Vier-Sterne-Superior-Haus mit eigenem Strand, der von alten Birken beschattet wird, und einem rund 4.000 Quadratmeter großen Park. Die Zimmer und Suiten besitzen große Glasfronten, die den Blick auf See, Weinberge und Hügel öffnen.

Zum Haus gehört das Spa am See mit Massagen, Behandlungen sowie Schwimm- und Saunamöglichkeiten. Das Hotel ist Teil der Gruppe Belvita Leading Wellnesshotels, einem Netzwerk südtiroler Wellnessbetriebe. Wer sich auf dem Wasser bewegen möchte, kann Ruderboote, Stand-up-Paddles und Mirage-Drives leihen.

Wer den See zum ersten Mal besucht, sollte Zeit für den Sonnenuntergang einplanen. Wenn das Licht tief über den Weinbergen steht, färbt sich das Wasser orange, und die Berge am gegenüberliegenden Ufer zeichnen sich scharf ab. Die Abende sind lang, und auf den Terrassen der Region wird oft bis spät gesessen, begleitet vom Zirpen der Grillen.
Genuss zwischen Rebe und See
Die Kulinarik der Gegend ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Im Restaurant Genuss am See steht Südtiroler Küche mit leichten Akzenten auf der Karte, nachmittags gibt es Gebäck auf der Terrasse. Ein besonderes Erlebnis ist das Frühstück oder Abendessen am hauseigenen Steg, wo der Tisch direkt am Wasser steht und die Sonne hinter den Bergen versinkt.

Für Weinliebhaber hält die Gegend eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit. Im Bacchus Keller und bei den Weinerlebnissen unter dem Namen Wein.Kaltern lassen sich regionale Sorten wie Vernatsch, Gewürztraminer und Lagrein entdecken. Kaltern ist eine der ältesten Weinbaugemeinden Südtirols, und die Kellereien rund um den Ort bieten Führungen und Verkostungen an.

Gerade im Spätsommer, wenn die Hitze nachlässt und die Trauben reifen, zeigt sich die Region von ihrer entspanntesten Seite. Das Wasser ist noch warm, die Luft klar, und die Zahl der Besucher sinkt, sodass sich Strand und Uferwege ruhig genießen lassen. Wer flexibel ist, plant seine Reise deshalb für September.

Ausflüge rund um den Kalterer See

Von Kaltern führt die Weinstraße nach Eppan, Tramin und Bozen, und mit dem Rad lässt sich die Strecke gemütlich erkunden. Die Mendelbahn bringt Gäste auf den Berg, von dem sich der Blick über das Etschtal und auf die Dolomiten öffnet. Wer Burgen mag, besucht die Schlösser von Eppan, die zu den größten Burganlagen Südtirols zählen.

Im Herbst kommen Törggelen und Weinlese hinzu, und die Landschaft färbt sich rot und gold. Auch der Frühling hat seinen Reiz, wenn die Apfelblüte das Tal in Weiß und Rosa taucht. Wer am See entlang spaziert, begegnet Wanderern, Radlern und Anglern, die das ruhige Wasser schätzen.

Für kältere Tage empfiehlt sich ein Besuch im Weinmuseum Kaltern, das die Geschichte des Weinbaus erzählt, oder ein Spaziergang durch das Dorf mit seinen Ansitzen und Gassen. Zum Abschluss eines Tages bietet sich ein Aperitif am Seeufer an, wenn das Abendlicht die Berge färbt und die Temperaturen angenehm mild bleiben. Wer Ruhe sucht, findet am Nordufer stillere Abschnitte mit Schilf und Wiesen, auf denen sich Bänke für eine Pause anbieten und Reiher beim Fischen zu beobachten sind. Ein Fernglas lohnt sich.

abc