Sommer: Wandern, Biken und Baden am Schlern / Dolomiten
Zwischen Frühsommer und Herbst reicht das Angebot von entspannten Almwanderungen bis zu anspruchsvollen Touren auf den Schlerngipfel. Die Seiser Alm gilt als größte Hochalm Europas, und ihre Wiesen sind im Juni voller Blumen. Mountainbiker finden Singletrails und Forstwege, Genussradler nutzen die Radwege im Tal. Zum Abkühlen eignet sich der Völser Weiher, ein kleiner Badesee, der zwischen Wäldern liegt und nach einem heißen Tag erfrischt.
Das richtige Basislager am Schlern
Wer mehrere Tage bleibt, profitiert von einer Unterkunft, die den Weg zu den Zielen verkürzt. Das Hotel Florian in Seis am Schlern liegt am Fuß der Seiser Alm und ist ganzjährig geöffnet. Für alle, die planen, mehrere Touren hintereinander zu unternehmen, ist dieses Hotel am Schlern der ideale Ausgangspunkt für Aktivitäten: Die Seiser Alm erreicht ein kurzer Transfer in wenigen Minuten, und ein kostenloser Shuttlebus bringt Gäste zur Seilbahn und zu den Liften.
Der 5.000 Quadratmeter große Garten mit Blick auf das Schlernmassiv lädt zum Ausruhen ein, und im Inneren gibt es einen Ruhebereich zum Abschalten. Gekocht wird mit Zutaten aus der Region, dazu gibt es eine Auswahl an Weinen.
Besonders reizvoll ist die Tour auf den Schlern selbst. Der Weg führt über Almwiesen und Felsstufen hinauf auf das Plateau, auf dem das Schlernhaus ein beliebtes Ziel ist. Von oben reicht die Sicht über Rosengarten, Langkofel und bis zu den Gletschern der Ortlergruppe, wenn das Wetter mitspielt. Ein früher Aufbruch lohnt sich, da die Morgenstunden ruhiger und kühler sind.
Winter: Pisten, Loipen und Schneeschuhe am Schlern
Im Winter präsentiert sich das Gebiet als Skiparadies. Rund 175 Pistenkilometer und etwa 80 Lifte stehen zur Verfügung, die Sellaronda, die berühmte Skirunde um das Sellamassiv, lässt sich als Tagestour anschließen. Wer nicht nur abfahren will, findet Langlaufloipen und geführte Schneeschuhwanderungen, bei denen sich die Stille im verschneiten Wald besonders gut erleben lässt. Zwei Skischulen in der Nähe bieten Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene.
Auch Rodeln, Winterwandern und Eislaufen sind beliebt. Wer die Pausen genießt, kehrt in die urigen Almhütten ein, wo Südtiroler Spezialitäten wie Knödel, Kaiserschmarrn und Gulaschsuppe auf der Karte stehen.
Wer nach dem Skitag Erholung sucht, plant Zeit für Wärme ein. Nach Stunden in der Kälte wirkt ein ruhiger Nachmittag mit Tee und Blick auf die verschneiten Gipfel besonders wohltuend, und am Abend schmeckt ein regionales Menü nach der Bewegung doppelt so gut. Viele kombinieren Skitage mit einem freien Tag, an dem Spaziergänge durch Seis und Kastelruth auf dem Programm stehen.
Herbst und Frühling: Die ruhige Zeit am Schlern
Zwischen den Hauptsaisonen zeigt sich die Gegend von einer stilleren Seite. Im Herbst färben sich die Lärchen golden, die Luft ist klar, und auf den Wanderwegen ist wenig los. Vielerorts finden Törggelen-Abende statt, bei denen neuer Wein, geröstete Kastanien und deftige Hausmannskost serviert werden. Im Frühling blühen die Obstbäume im Tal, während oben noch Schnee liegt, sodass sich beides miteinander verbinden lässt.
Für Radfahrer sind die Übergangsmonate eine gute Wahl, weil es auf den Straßen ruhiger ist und die Temperaturen angenehm bleiben. Auch Golfer finden in der Umgebung Plätze, und Reiter können Ausritte auf der Hochfläche unternehmen. Wer gern aus der Luft schaut, probiert einen Gleitschirmflug, der an dieser Kulisse besonders eindrucksvoll ist.
Wer die Region zum ersten Mal besucht, sollte mindestens vier bis fünf volle Tage einplanen, um mehrere Ziele zu verbinden. Mit etwas Vorbereitung gelingt es, Wanderungen, Pausen und kulinarische Stopps so zu verteilen, dass kein Tag überladen wirkt. Ein Blick auf die Wetterprognose hilft, die Touren flexibel zu legen, denn im Hochgebirge ändern sich die Bedingungen schnell. Gute Wanderschuhe sind unverzichtbar.