Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog – Gemeinden in Schleswig-Holstein
Wir sind im Amt Südtondern unterwegs und besuchen den Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog als eine der kleinsten Gemeinden in Schleswig-Holstein. Und die vielleicht einsamste Gemeinde in Nordfriesland. Im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog gibt es nichts weiter als vom Meer abgerungenes plattes Land und eine Menge Windräder. Möchte man meinen: Und irrt…..
Wo liegt eigentlich der Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog?
Wer mit der Bahn auf die Insel Sylt fährt, sollte ihn kennen, den Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog. Denn er grenzt im Norden an die Rampe des Hindenburgdammes, über den die Gleise auf die Insel führen. Hier befindet sich auch der nördlichste Bahnübergang in Deutschland, zumindest auf dem Festland.
Zu erreichen ist der Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog über Klanxbüll. Hier befindet sich der letzte Bahnhof vor der Insel Sylt. Von hier fährt man einfach nach Westen.
Nach Niebüll, dem zugehörigen Amtssitz Südtondern, sind es 19 Kilometer. In die Kreisstadt Husum ist man 59 Kilometer unterwegs und die in Landeshauptstadt Kiel 142 Kilometer.
Das dänische Tondern (Tønder) erreicht man nach 23 Kilometer, die nächste dänische Gemeinde ist das bezaubernde Hoyer (Højer) in 16 Kilometern.
Gemeindedaten Friedrich-Wilhelm-Koog
Postleitzahl: 25924
Ortsteile der Gemeinde: —
Vorwahl: 04668
KFZ-Kennzeichen: NF
Gemeindebüro: Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog
Amt: Südtondern
Kreis: Nordfriesland
Einwohner ca: 180
Bevölkerungsdichte Einwohner / km²: 13
Fläche: 13,49 km²
Höhe: 1 m über NN
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 034
Was macht Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog aus?
Heute leben im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog etwa 180 Menschen, die die verbliebenen Höfe zum Teil in der dritten Generation führen und überwiegend von Landwirtschaft und den Windanlagen leben. Die Einwohner des Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog fühlen sich in einer großen Familie, in der alle in irgendeiner Form gemeinsam das Gemeindeleben gestalten.
Auch an Nachwuchs fehlt es nicht. Aber darauf hat sich Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog schon lange eingestellt. Ruhige Straßen, ein moderner Spiel- und Bolzplatz, Kinderspielzeug in der Sandkiste, kleine gelbe Menschen für unaufmerksame Autofahrer, das sind wenige Beispiele, warum sich Familien in der Gemeinde Friedrich-Wilhelm, Lübke-Koog wohlfühlen.
Wie im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog alles begann
Es war die letzte große Deichbaumaßnahme nach dem Zweiten Weltkrieg, als der 8.500 Meter lange Deich um den heutigen Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog gezogen wurde. Dies war auch die letzte große Aktion zur Landgewinnung. Hintergrund war die Unterbringung und Integration zahlreicher Flüchtlinge aus den Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg.
Normalerweise hat das Land man zum Deichbau lange Zeit zuvor vorbereitet, hier setzte man den Deich mitten ins Wattenmeer. Etwa 1000 Arbeiter versuchten, vor Einbruch der Sturmperiode den Deich zu schließen. Doch in einer Sturmflut vom 16. auf den 17. September 1954 wurde großer Schaden angerichtet und ein großer Teil der Baumaterialien wieder ins Meer gezogen. Mit vielem und unerbittlichem Einsatz der Menschen konnte der Deich dann am 21. Oktober geschlossen und das gewonnene Land in den nächsten Jahren entwässert werden. Von nun an konnte das neu gewonnene Land entwässert und zum ersten Mal bewirtschaftet werden. Im Juli 1957 wurde das Straßennetz vom Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog fertiggestellt und eingeweiht. In diesem Zuge folgte die offizielle Namensnennung des Kooges. In den Jahren 1957 bis 1959 kamen die Siedler auf den Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog und bauten insgesamt 41 Höfe in einheitlichem Stil.
Jeweils zur Hälfte wurden Flüchtlinge und Einheimische angesiedelt. Zum Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog gehörten lange Zeit Schule, Kindergarten und ein Krämerladen.
Der historische Tassenpegel in Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog
Ein technisches Denkmal, wie es nur an großen Gewässern zu finden ist, ist der Tassenpegel. In einer sprialförmig angeordneten treppenartigen Vorrichtung sind Tassen mit einer Höhendifferenz von fünf Zentimeter gestapelt. Nach einer Sturmflut sah man anhand der gefüllten Tassen den höchsten Wasserstand.
Der Tassenpegel stammt aus der Zeit, als das Wattenmeer noch das Gelände des Friedrich-Wilhelm, Lübke, Koog bestimmte. Er wurde als Tassenturm in den 1920er Jahren errichtet, um die Entwicklung der Wasserstände nach dem Bau des Hindenburgdamm zu beobachten.
Mit der Eindeichung des Friedrich-Wilhelm, Lübke-Koog verlor der Tassenpegel seine Funktion. Heute ist er ein eingetragenes technisches Denkmal.
Ein weiterer Tassenpegel soll sich im nördlich gelegenen Rodenäs befunden haben.
Besichtigen kann man den Tassenpegel in Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog nicht. Er steht auf privaten Grund. Es gibt keinen Weg dorthin.

Under in Lindesnes – das größte Unterwasserrestaurant in Norwegen
Under in Lindesnes – Zu Besuch im Größten Unterwasser-Restaurant der Welt Norwegen beweist einmal mehr seine architektonische Innovation, wenn es darum geht, weltweit Aufmerksamkeit zu

Wenn die Welt nach Højer kommt und Skulpturen aus Heu erschafft
HAY ART IN HØJER (HOYER) Seit 1993 findet im süddänischen Hoyer / Højer an der Grenze zu Deutschland liegend das internationale Holzskulpturen-Symposium statt. In 2026

Die Dolomiten als Wellnessziel: Warum Felsen und Ruhe zusammenpassen
Kaum eine Gebirgsformation der Alpen wirkt so eindrücklich wie die Dolomiten mit ihren schroffen, hellen Felstürmen. Diese besondere Kulisse hat sich in den letzten Jahren

Woran man ein wirklich gutes Familienhotel erkennt
Nicht jedes Hotel, das sich als familienfreundlich bezeichnet, hält dieses Versprechen im Alltag auch tatsächlich ein. Zwischen einem Haus mit ein paar Hochstühlen im Speisesaal

Astrofotografie von Katja Seidel – Rheinwerk Verlag
Astrofotografie von Katja Seidel / Rheinwerk-Verlag – Rezension Astrofotografie erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Gab es früher Fotografierende, die sich auf dieses Thema

Gröden: Ladinische Kultur unter den Zacken der Geisler
Zwischen den schroffen, hell leuchtenden Felstürmen der Geislerspitzen liegt mit Gröden eines der kulturell eigenständigsten und interessantesten Täler ganz Südtirols, geprägt von der ladinischen Sprache

Højer (Hoyer) – Dänische Städte u. Gemeinden an der Grenze
Hoyer / Højer – das kleine Kirchdorf hinter dem Deich Der klassische Dänemark Urlauber käme nie auf die Idee, seinen Urlaub in Højer zu verbringen

Mullsjö am Stråken – Schweden- wie es wirklich ist
Mullsjö am Stråken – ehrlich schwedisch Touristenhochburgen reißen die Massen zwar immer wieder in andauernde Verzückungen, aber sie verlieren ein Stück weit für ihre Vermarktung

High on Hay – The other Art of Jam | Die ersten Heu-Skupturen in Dänemark
Zum ersten Mal überhaupt bauen Menschen in Dänemark Skulpturen aus Heu. Nein, nicht etwa in Skagen, Kopenhagen oder Roskilde. Nein, im kleinen beschaulichen Højer (Hoyer)

Leica Steel Rim M 1.4 / 35mm – Erfahrung, Review, Test ? Oder PRAXIS
Leica Steel Rim New Summilux M 1.4/35mm – Erfahrung statt Review Review ist ja ein Rückblick. Nur mal ehrlich- die meisten Review-Pastoren haben gar keinen

Geltinger Birk – Entlang der Flensburger Förde
Geltinger Birk – eines der schönsten Naturschutzgebiete Ein wildes und ein weites Land, dahin entwickelt sich zunehmend die naturbelassene Region in der Geltinger Bucht- die Geltinger

Das Bernsteinmuseum in Houvig (Rav Huset Ringkøbing / Houvig)
Rav by Jyllands akvariet – Das Bernsteinhaus in Houvig / Ringkøbing Wer an die Nordsee reist, begibt sich nicht selten auf die Suche nach dem
Schreibe uns Deine Meinung