Figeholm in Småland – Schweden entdecken
Regelmäßig fahren wir nach Schweden, ganz ohne Navigation und lassen uns treiben. In diesem Jahr haben wir die Schären besucht, diese abertausend kleinen und größeren felsigen Inseln und Ufer entlang der Küste nördlich von Oskarshamn. Eine Woche blieben wir in Figeholm, einem kleinen unscheinbarer Ort mit etwa 740 Einwohnern.
Es gibt ja bekanntermaßen in Schweden nur wenige Orte, die nicht schön sind. Figeholm im Småland haben wir gleich wiedererkannt von einem zurückliegenden Kurzaufenthalt und haben uns aufs neue verliebt.
Ein kleiner Yachthafen, Bootsstege, die bis an die Häuser reichen, eine schmale Brücke, die auf die zum Ort gehörende Insel führt und die endlose Weite zur Ostsee, das macht Figeholm so sehnsuchtsvoll, so unbeschreiblich schön. Für die Schweden ist es vielleicht ein Ort wie jeder andere, für uns ein Flecken, den wir gerne wieder besuchen, gleich zu welcher Jahreszeit. Figeholm bekommt seinen Charme durch die Anbindung zum Wasser, die Menschen haben aus der Lage etwas gemacht.
Figeholm – das Segelrevier in den Schären
So kommen vor allem Segelgäste aus dem Ostseeraum, um hier zu verweilen. Sanitäre Einrichtungen, Wohnmobil-Stellplätze, ein gut sortierter Supermarkt, die umliegende Natur, hier gibt es eigentlich alles, was ein Småland-Herz begehrt.
Schmale Fußwege und Trampelpfade führen durch die Wälder und Feuchtgebiete, Badestege führen in die schönen Buchten, wo Familien und Singles ungestört ihr Paradies finden. In Figeholm wird sich entspannt mit Hej gegrüßt, der gleich am See liegende Campingplatz ist Treffpunkt für Menschen aus ganz Europa.
Wer hier her kommt und Figeholm mit seinen Menschen annimmt, der bekommt es zurück. Auf vielfältige Art. Und der wird zurück fahren und sich an diesen Ort mit Wehmut erinnern.
Schon vor über 70 Jahren gründete sich ein kleiner Bootsclub, der auch heute noch existiert. Aber die Geschichte von Figeholm reicht noch weiter zurück. Noch im 19. Jahrhundert war Figeholm ein recht umtriebiger und lebendiger Segelhafen. Zahlreiche große Segelschiffe und noch mehr kleinere Frachtsegler machten hier fest. Sie versorgten die nördlich gelegenen Küstenstädte und auch Stockholm mit Brennholz aus dem waldreichen Småland. Seine Blüte erlebte der übrigens kleinste Marktflecken Schwedens zwischen 1950 und 1950. Zu der Zeit gab es auch einige Werfen und Lagerhäuser in Figeholm. Das verbliebene Lagerhaus dient heute als kleines regionales Museum.

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