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Sorge – Flüsse in Schleswig-Holstein

Die Sorge gehört zu den Flüssen in Schleswig-Holstein und zum Einzugsgebiet der Eider. Das hört sich ziemlich trocken an, deswegen haben wir uns auf die Reise begeben, diesen Fluss von seiner Quelle nahe dem Bistensee bis zu seiner Mündung in die eider zu entdecken.

Die Sorge hat weniger mit „sich Sorgen machen“ zu tun als mit der Übersetzung aus dem „schlammigen Fluss“. Das soll nun nicht abschrecken, immerhin ist die Sorge auch der zweitgrößte Zufluss der Eider, dem längsten Fluss Schleswig-Holsteins.

Die Sorge prägt zusammen mit der Treene und der Eider die gesamte Binnenregion nördlich und westlich von Rendsburg und macht mit ihren schönsten Sinnen als eines der romantischen Urlaubsregionen von sich Reden.

Eigentlich entspringt die Sorge aus dem Bistensee in den Hüttener Bergen. Doch zunächst fließt sie unter dem Namen Stente in den südwestlich gelegenen Mühlenteich und wird dort eben zur Sorge.

Ein wenig nördlich von Rendsburg, in Sorgbrück, kreuzt sie den berühmten Ochsenweg, der hier zugleich die Bundesstraße B77 u.a. Rendsburg mit Schleswig verbindet. Ab hier fließt sie unter der Bezeichnung „Neue Sorge“ bis zur Eider. Im Landläufigen wird sie aber weiterhin „Sorge“ genannt. Auf Höhe der Gemeinde Tetenhusen erreicht der Fluss das saftige und flache Marschland und schlängelt sich mit engen Kurven durch die Weiden und Koppeln. Sobald die Sorge die Gemeinde Meggerdorf erreicht hat, läuft sie ein langes Stück geradewegs neben der Straße entlang. Wunderschön ist das anzusehen, allerdings hat man ihr dieses Flussbett künstlich geschaffen.

Auch die Alte Sorge gibt es in diesem Bereich noch, sie hat aber keinen Zugang mehr. Doch tut das ihrer Schönheit keinen Abbruch. Im Gegenteil, als Alte-Sorge-Schleife ist sie heute ein traumhaft schönes Naturschutzgebiet im Meggerkoog zwischen Bergenhusen, Erfde und Meggerdorf. Aber auch die Alte Sorge gibt nach wie vor ihr Wasser über die Große Schlote und Neue Schlote an die Eider.

Aber zurück zur Neuen Sorge. Sie fliesst nun geradewegs bis zur Sandschleuse. Seit 1950 verrichtet dieses Pumpwerk und Wehr zuverlässig seinen Dienst und hat dabei die unvorstellbare Aufgabe, vor den Einflüssen der Nordseefluten zu schützen. Dabei liegt die Nordsee doch noch mehr als eine halbe Stunde entfernt. Die Gezeiten aber transportieren Salzwasser bis weit ins Landesinnere, das Wehr muss also überschüssiges Süßwasser in Richtung Eider abfließen lassen ohne Salzwasser ankommen zu lassen.

Nun ist die Sorge zu einen beachtenswert breiten Fluss angeschwollen und zieht etwa sechs Kilometer bis zur Hohner Fähre durch die grasgrüne Landschaft, um hier in die eider zu münden.

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