Eidersperrwerk am Purrenstrom: Wo die Eider in die Nordsee mündet

Das Eidersperrwerk  Die Mündung der Eider über den Purrenstrom in die Nordsee

Eines der größten Küstenschutzbauwerke in Europa ist das Eidersperrwerk am Purrenstrom vor den Toren Tönnings. Unberechenbare Sturmfluten der Nordsee führten in ihrer Geschichte zu weit mehr als 200 000 Toten. Die Auswirkungen, die weit bis ins Binnenland reichten, führten zur Entscheidung, das Eidersperrwerk an der Mündung der Eider in die Nordsee zu errichten.

Fünf Jahre dauerte der Bau des Eidersperrwerk und gewährleistet seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1973 die Entwässerung Entwässerung der Marschgebiete und einen reibungslosen Schiffsverkehr zwischen Eider und Nordsee. Die gesamte Anlage des Eidersperrwerk einschließlich der aufgeschütteten Dämme und Deiche ist etwa fünf Kilometer lang.

Das Sielbauwerk

Fünf gigantische Doppelhubtore mit je 250 Tonnen Gewicht regeln den Durchfluss der Eider an der Mündung zur Nordsee.

Dabei steht jedes dieser Tore für eine Durchflussbreite von je 40 Metern. Zwischen diesen Öffnungen begrenzen Pfeiler diese zu beiden Seiten und nehmen zugleich die Gelenke der Hubtore auf. Eine Verbindungsstraße zwischen Eiderstedt und Dithmarschen führt durch das Innere des Sperrwerkes.

Ein Halt auf einem der Parkplätze lohnt, um einmal zu Fuß auf dem Sperrwerk einen Panorameblick über das weitläufige Gebiet zu bekommen. Im Inneren der Eider liegt geschützt ein kleiner Hafen für Krabbenkutter und Ausflugschiffe.

Die Schleuse

Die 25 Meter lange Schleuse des Eidersperrwerk regelt den ständigen Wasserausgleich zwischen der Nordsee und dem Purrenstrom der Eider. Hier kommt es zu einem Austausch von Salz- und Süßwasser.

Eine Klappbrücke für Fahrzeuge überbrückt an dieser Stelle den Durchfluss des Purrenstrom durch das Eidersperrwerk. Von Beginn an ist dieses beeindruckende Eidersperrwerk eine Touristenattraktion. Ein Aussichtspavillon befindet sich am südlichen kostenfreien Parkplatz. Wind- und wettergeschützt kann man sich hier auf den übersichtlichen Infotafeln mit dem Bauwerk auseinandersetzen. Und bei schönem Wetter setzt man sich auf den Deich und schaut dem Treiben im Watt zu.

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