Weltwassertag

Weltwassertag

Weltwassertag | © weites.land
Weltwassertag | © weites.land
Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt. Die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNECD) hat ihn mit dem Aktionsprogramm Agenda 21 vorgeschlagen und auf der UN-Generalversammlung mit den Stimmen von 172 Mitgliedsstaaten im Jahr 1992 beschlossen.

Neben Regierungsvertretern waren auch viele nichtstaatliche Organisationen auf der Konferenz vertreten und haben sich für das Thema Wasser stark gemacht. Umgesetzt werden sollen die Empfehlungen des Weltwassertages mithilfe der kommunalen Agenda 21. Von Jahr zu Jahr beginnt der Weltwassertag deutlich an Bedeutung. Unterstrichen wird dies auch mit der Einrichtung von UN Water, die aus dem  Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung  2003 hervorging und sich zunächst für eine dringende Verbesserung in Bezug auf die Trinkwasserverteilung, Wasserverschmutzung, Trinkwasserqualität und dem Umgang mit wasserbezogene Katastrophen. Belastbare Ergebnisse sollten bereits 2015 vorzuweisen sein. Gleich zu Beginn wurde UN-Water die Organisation des Weltwassertages übertragen.

Am Weltwassertag sind die Mitglieder eingeladen, die Empfehlungen der UN-Water anzunehmen und zuhause umzusetzen. Internationale Aktionen zum Weltwassertag werden federführend von den UN-Agenturen begleitet.

Mittlerweile ist die Agenda auf 2020+ ausgeweitet worden. och was eine Weltorganisation mit ihren Wissenschaftlern und Fachleuten empfiehlt, wird im kommunalen und kleinteiligen Bereichen oft von Gier und Inkompetenz torpediert.

Antibiotika, multiresistente Keime, Mikroplastik und Plastik in den Binnengewässern und Meeren nehmen täglich zu und erreichen gigantische Ausmaße, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen.

Unser Umgang mit Massentierhaltung, Lebensmittelverschwendung, excessiven Medikamentengebrauch, gedankenlosem Konsumverhalten, ungezügeltem Einsatz von Kosmetika und Kunststoffprodukten tragen zur Verseuchung unseres wichtigsten Lebensmittels bei.

Wir sollten dringend die Natürlichkeit des Wassers und seiner Umgebung bewusst machen, zu schätzen wissen, unseren Beitrag leisten, sie wieder her zu stellen. 

Was nach langweiliger Ideologie aussieht, wenn es um die Ausweisung von Naturschutzgebieten, Grüngürteln und Seen, Renaturierung von Flüssen, Bächen und Mooren geht, ist in Wirklichkeit die Wiederherstellung der effektivsten Wasserfilter, die uns die Natur bietet.

Solche Filteranlagen machen in vielen Bereichen technisch aufwendige Kläranlagen zum einem Teil überflüssig oder ergänzen sie mit einer wesentlich höheren Effektivität. Oftmals versuchen Lobbyisten, diese Tatsachen mit einer Arbeitsplatzlüge zu verhindern. Aber auch unser eigenes Konsumverhalten trägt maßgeblich zum Zustand der Gewässer bei.

Wasser erhält uns am Leben oder es macht uns krank und lässt uns an den Krankheiten sterben. Dabei macht nur solches Wasser krank, welches von unserem Verhalten verseucht und verunreinigt wird. So ist der Weltwassertag keine sinnentleerte Veranstaltung, auf der langweilige Reden geschwungen werden, es ist vielmehr der Aufschrei zur Rettung unserer eigenen Umgebung.

Wir werden den Weltwassertag zum Anlass nehmen, eine Rubrik zu schaffen, in der es ausschließlich um das Wasser und um seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit geht. Denn Schleswig-Holstein hat mehr als 400 Binnenseen und Teiche, mehr als 150 kleine und große Flüsse, es hat die Nord- und die Ostsee. Besucht man einen Strand und läuft mit offenen Augen etwa 10 Meter und zählt einmal nur die gefundenen und damit sichtbaren Plastikteile, wird einem zwangsläufig bewusst, wie dramatisch es um unser Wasser bestellt ist.

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.

Schreibe uns Deine Meinung