Gotland Anreise

Gotland entdecken | Schiffsverbindungen nach Gotland

Gotland Fährverbindungen | © mare.photo
Gotland Fährverbindungen | © mare.photo

Im Sommer fahren wir mit dem Schiff nach Gotland, so ist unser spontaner Entschluss. Gotland ist Kulisse vieler skandinavischer Krimis, Romanverfilmungen und Werbeaufnahmen. Wenn diese Insel so inspiriert, dann muss sie besonders sein. Deswegen packen wir unseren alten Bulli mit leichten Sachen zum Wandern, die Kameratasche mit einem Berg von Filmen und schon geht es los.

Alle Wege führen nach Gotland

Gotland fest im Blick, starten wir mit der TT-Line am Sonntag morgens von Travemünde nach Trelleborg, dann ganz entspannt die traumhafte Küstenstraße vorbei an Schwedens Südkap über Ystadt nach Oskarshamn. Hier schauen wir am Abend schon der ersten Fähre nach Gotland sehnsüchtig nach.

Aber Gotland darf noch ein paar Stunden auf uns warten, wir nehmen die Fähre am nächsten Vormittag. Endlich gleiten wir drei Stunden über das spiegelglatte Wasser und da kommt sie, die zweitgrößte Ostseeinsel und mit ihr die sonnenreichste Gegend Schwedens, Gotland. Wir verlassen neugierig das Schiff, in wenigen Minuten verlangsamt sich unser Puls und wir kommen an in einer Traumwelt voller Motive.

Unseren Bulli stellen wir in der Mittagssonne ab und genießen zum ersten Mal die ganz besondere Ruhe, die man hier auf Gotland erleben kann. Kaum ein Auto wird uns die nächsten Wochen begegnen, dafür aber entspannte und herzliche Menschen, die es uns leicht machen, sich in Gotland zu verlieben. Gotland wird uns immer wieder ins Unterbewusstsein flüstern, auf jeden Fall wieder hier her zu kommen, so wie es viele Gotland-Urlauber halten, die wir treffen.

Ideale Verbindungen über Oskarshamn nach Gotland

Wer aus dem Süden oder Ostholstein kommt, eine preiswerte und recht kurze Überfahrt haben möchte, ist mit den Verbindungen ab Travemünde bestens bedient. Oftmals sind die Tagfähren günstiger als die Nachtfähren. Man sollte aber in Oskarshamn eine Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Gotland planen. Denn die mehr als 350 Kilometer, die sich die zum großen Teil wunderschöne Strecke parallel zur Küste entlang zieht, brauchen ihre Zeit. Übrigens fährt man dabei an Ystad vorbei, eine Stadt, die eingefleischten Wallander-Fans nicht gleichgültig sein dürfte. Die etwas kürzere, aber weniger reizvolle Strecke führt durch das Inland. Dabei spart man etwa ein bis zwei Stunden. Auf dem Schiff muss bei Bedarf eine Hundekabine reserviert werden.

https://www.ttline.com/de/passage/fahrplan/fahrplan-deutschland-schweden/

Es ist der Klassiker für Menschen aus dem Süden oder aus Ostholstein, die gerne die meiste Zeit im Auto verbringen möchten. Die Fähren fahren im halbstündigen Takt, Vorausbuchungen sind deutlich günstiger und man hat, gerade in Stoßzeiten, die Gewissheit, dass man mitkommt. Die Fährüberfahrt dauert keine 45 Minuten. Dann geht es weiter auf einer Schnellstraße bis nach Kopenhagen, von dort aus über die kostenpflichtige Brücke nach Malmö. Hunde sind auf dieser Verbindung kein Problem.

https://www.scandlines.de/tickets-und-tarife/tickets-und-preise/puttgarden-rodby

Diese Verbindung, die gerade in der Hauptsaison ihren Preis hat, können wir empfehlen für all diejenigen, die eine weite Anreise haben und die Überfahrt zum genußvollen Essen und erholsamen Schlaf nutzen möchten. Ganze 13 Stunden dauert diese Verbindung und wir vermissen immer noch die Vorgängerschiffe, die leider nun auf anderen Routen ihren Dienst tun. Dennoch sind die Schiffe wirklich empfehlenswert. Hundekabinen müssen bei Bedarf reserviert werden. Dafür gibts ein eigenes Körbchen.

Morgens gegen neun Uhr kommt man in Göteborg an und hält sich dann zunächst Richtung Stockholm. Je nach Route liegt die Entfernung bei 350 bis 400 Kilometer und ist in etwa viereinhalb Stunden zu schaffen. Zum großen Teil nutzt man dabei die Autobahn. Einen zusätzlichen Tag sollte man sich aber zum Entdecken der wunderschönen Stadt Göteborg einplanen.

https://www.stenaline.de/unsere-routen/kiel-goeteborg/Route-map

Auf dem schwedischen Festland angekommen sollte man den Weg bis zur Fähre nach Gotland nutzen, um die Umgebung und vielleicht auch den ein oder anderen besonderen Ort auf sich wirken zu lassen. Übernachtet man nahe Oskarshamn, so bietet sich durchaus ein Abstecher nach Figeholm an, etwa 20 Kilometer entfernt. Figeholm ist ein ganz malerischer Ort mit zwei Campingplätzen und eine schönen Marina. Und vielleicht die richtige Einstimmung auf die vor uns liegende Zeit auf Gotland.

Unsere Beschreibung Figeholm

Die Fähren nach Gotland

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