Leuchttürme

Leuchtturm Staberhuk

Leuchtturm Staberhuk
Leuchtturm Staberhuk | © weites.land

Manchmal muss erst etwas passieren, bevor gehandelt wird. Zwar überlegte man schon seit 100 Jahren, an dieser Stelle einen Leuchtturm zu errichten, doch musste erst im Jahr 1900 ein kaiserliches Torpedoboot bei Staberhuk auf Grund laufen, um den Anstoß für dieses Bauwerk zu geben.

Im Jahr 1903 legte man endlich den Grundstein für das neue Leuchtfeuer. Der neue Leuchtturm entstand in massivem gelben Backstein und nahm eine zur Verfügung stehende Optik von der Insel Helgoland auf. Diese war durch den Neubau eines Leuchtturmes dort überflüssig geworden. Sie wurde bereits im September 1901 komplett mit der Laterne per Schiff nach Burgstaken auf Fehmarn gebracht.

Die Laterne wurde irgendwann zwischen 1870 und 1875 in England gebaut und verfügt über eine 241 Zentimeter hohe Gürtelleuchte aus 33 Rippen. Sie besteht aus acht Segmenten und hat eine Brennweite von 925 Millimetern. Bis heute ist sie fast unverändert im Einsatz. Der Leuchtturm selbst wurde am 17. März 1904 eröffnet, nachdem man ihn einen Monat lang ausgiebig getestet hatte.

Das Blinken des Lichtes wird noch heute durch eine bewegliche Blende, eine sogenannte Umlaufblende, erzeugt. Wurde früher dafür mit Hilfe von Gewichten das Werk alle sechs Stunden vom Leuchtturmwärter aufgezogen, hat dies mittlerweile ein Elekromotor übernommen. Der alte Gewichtsantrieb wurde aber im Turm erhalten. Seit 1981 wird der Leuchtturm von Travemünde aus ferngesteuert.

Die besonderen Witterungsverhältnisse beanspruchen Menschen und Maschinen, aber auch die Bauwerke in besonderem Maße. Salz, Sturm, Frost und feuchte Meeresluft nagen an der Substanz. Das machte sich auch an diesem Turm bemerkbar. Auf der kompletten Wetterseite musste der gelbe Backstein ausgetauscht und durch den robusteren roten Klinker ersetzt werden. So ist der Turm heute zweifarbig. Auf dem Grundstück befindet sich noch heute das Leuchtturmwärterhaus, welches allerdings vermietet ist. So bleibt der Leuchtturm nur für Angehörige des WSA zugänglich.

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