Leuchttürme

Leuchtturm Friedrichsort

Leuchtturm Friedrichsort | © weites.land

Die engste Stelle in der Kieler Förde beträgt gerade einmal 1,9 Kilometer. Was für uns zunächst sehr groß erscheint, relativiert sich, wenn man die großen Schiffe mit einer Länge von 235 Metern und einer Breite von über 32 Metern durch die Friedrichsorter Enge fahren sieht. Von hier aus ist die Landeshauptstadt Kiel nur noch wenige Kilometer entfernt. Die Friedrichsorter Enge ist der äußerste Punkt eines langen und feinsandigen Strandes, gesäumt von Wald und Wiesen.

Diese Enge wird bereits seit 1815 befeuert. In den Anfängen gab es ein Leuchtenhaus auf der Prinz-Georg-Bastion der alten Festung. Im Jahr 1853 entstand auf der vorgelagerten Sandbank eine eiserne Leuchtbarke, welche einem Eisgang im Jahr 1864 aber nicht mehr standhielt. So gab es ab 1866 einen neuen Leuchtturm in direkter Nähe zu seinem Vorgänger. Im Jahr 1889 wurde der Turm aufgestockt und erhielt anlässlich der Oliympiade 1936 eine große Laterne. Diese steht heute in Nachbarschaft des Schifffahrtsmuseums in der Innenstadt in Kiel.

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Als 1969 bis 1971 der Leuchtturm Friedrichsort entstand, musste zunächst eine künstliche, etwa 1500 Quadratmeter große Insel aufgespült werden, um mögliche Kollisionen zu vermeiden. In der Folge rammte man 12 bis zu 36 Meter lange Lorenzpfähle in den Boden. Nördlich setzte man eine Findlingsmauer und erbaute dann den weißen Turm mit seiner grünen Galerie. Nachts wird er angestrahlt und bei Nebel wird das Nebelfeuer eingeschaltet.

Der Leuchtturm Friedrichsort ist ein s.g. Leit-, Quermarken- und Orientierungsfeuer und warnt mit seiner 400 Watt starken Halogen-Metalldampflampe in einem eigenen Leuchtenapparat mit Optik und Umlaufblende vor den Untiefen des Klever Berg und Au-Haken in der Kieler Förde. 1990 wurde der neue Turm saniert, bekam eine Aluminiumverkleidung und ein Nebelfeuer.

 

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