Leuchttürme

Leuchtturm Dahmeshöved

Leuchtturm Dahmeshoeved © weites.land
Leuchtturm Dahmeshoeved | © weites.land

Alt ist er, und oft haben ihm der Sturm und die Kälte ins Gesicht geblasen. Es pfeift gewaltig, doch im Inneren, da trotzt er den Gewalten und verrichtet zuverlässig seinen Dienst.

Etwa in der Mitte, zwischen Fehrmarn und Travemünde steht er, auf einem Küstenvorsprung. So sichert er als Orientierungsfeuer die Mecklenburger und die Lübecker Bucht. Nach Plänen des Berliner Architekten Veitmeier entstand in den Jahren 1878/1879 dieser außergewöhnliche, achteckige Turm mit einer Höhe von 28,8 Metern. Die Anhöhe vor dem Ostseebad Dahme gab ihm seinen Namen. „Dahmes“- „höved“.

So liegt seine eigentliche Höhe 33,7 Meter über dem Meeresspiegel. Bereits im Jahr 1890 erhielt er eine Pertoleumbeleuchtung und war nun selbst in einer Entfernung von 14 Seemeilen sichtbar. Im Jahr 1925 stellte man den Betrieb auf eine 220 Volt/300 Watt-Lampe um. Für einen eventuellen Ausfall stand eine Ersatzflüssiggaslampe zur Verfügung. In den Zeiten der Kriege benutzte ihn die Flugsicherung als Beobachtungsplattform. Im Jahr 1939 errichtete man neben dem Leuchtturm Dahmeshöved einen kleineren Backsteinturm, von dem aus die Leuchtturmwärter die Sichtverhältnisse prüfen sollten.

Wenn Nebel, Schnee oder Regen die Sicht veränderte, sorgten akustische Kennungssignale mithilfe von Luftnebelschallanlagen für Sicherheit. Diese waren unterhalb am Kliff positioniert. Diese Arbeit ist seit 1957 automatisiert. Vor der Landspitze gibt es für die Schifffahrt gefährliche Untiefen. Vor diesen warnt eine Bakentonne mit der Kennzeichnung „Dahmeshöved O“.

Seit dem Jahr 1978 wird der Leuchtturm Dahmeshöved automatisch gesteuert. In Zeiten des Kalten Krieges verlief in Sichtweite des Leuchturmes die Grenze zur DDR. Flüchtende DDR-Bürger nutzten den Leuchtturm als Orientierungspunkt  und nannten ihn „Licht der Freiheit“. In der Regel kann der Leuchtturm  zwischen April und Oktober besichtigt werden.

Wer das Besondere sucht für den Hafen der Ehe, der kann sich hier das JA-Wort geben. Zuständig für diesen Trauraum ist das Standesamt Grömitz.

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