Kodak Ektar – alles andere als Grau – Ein Review aus der Praxis

Der Kodak Ektar 100 gilt als feinkörnigster Film seiner Klasse und besticht durch seine warmtönigen und durchaus kräftigen Farben und einen recht ausgewogenen Kontrastverhalten. Grund genug, ihn auf einer Reise ins hochsommerliche Gotland oder auf lange Touren in den Norden von Norwegen mit zunehmen und diese Regionen Skandinaviens mit ihm zu portraitieren.

Kodak Ektar – für alles außer Portraits ?

Im September 2008 wurde der Kodak Ektar 100 auf der Photokina in Köln präsentiert und wird seitdem sowohl für Kinoproduktionen wie auch erfolgreich in der Fotografie eingesetzt. Er besticht durch einen ganz eigenen Look, der sich erkennbar von digitalen Aufnahmen unterscheidet.

Für sommerliche Hitze, herbstlich buntem Wald, aber auch trübes Wetter, ist der Kodak Ektar wie geschaffen. In jedem dieser Genres transportiert er fühlbar die Atmosphäre auf das Foto. Gerade bei diffusem Licht bekommen die Farben eine zurückhaltende und doch sichtbare Nuance an Farbe.

Und so kommt es nicht von ungefähr, daß der Kodak Ektar prädestiniert ist für die Landschaftsfotografie. Das vor allem dann, wenn es um einen warmtönigen Ausdruck geht.

Mit der Kleinbildfilm-Version haben wir Vergrößerungen bis zu 40×60  Zentimeter abgezogen, ohne dass auch nur ein Ansatz von Korn erkennbar wäre.

Kodak Ektar und die Farben des Sommers

Der Kodak Ektar erzeugt warme Farben. Gerade in der Zeit der sommerlichen Hitze werden diese dezent betont.

In der richtigen Himmelsrichtung gehalten wird sommerlich blauer Himmel wiedergegeben, wie man es durch die Nutzung eines Polarfilters kennt. Klare Blautöne bleiben klar, rote Töne werden förmlich zum Leuchten gebracht und weiße Töne bekommen einen seichten warm-rötlichen Schleier, ohne ansatzweise störend zu wirken. Gerade maritime Farben des Sommers werden authentisch wieder gegeben

Der Tag an dem der Regen kam

Gerade in Gebieten, in denen das Wetter wechselhaft ist, bietet sich der Kodak Ektar durch seine Farbwiedergabe an. Das leuchtende Rot wird zurück genommen, Grüntöne werden ein wenig kühler gezeigt. Der Kontrast bleibt harmonisch.  In solchen Verhältnissen spiegelt der Kodak Ektar in etwa die Farben wieder, welcher der Kodak Portra 160 bei morgendlich sonnigem Wetter bietet.

Kodak Ektar macht Grau bunt

Wir sind immer wieder in der südlichen Arktis und Subarktis unterwegs. Wie die Landschaft karger wird, werden auch die Farben des Nordens von Natur aus dezenter. Oft genug hat man herbstliche oder winterliche Verhältnisse auch im Sommer. Regen, Schnee und Nebel sind keine Seltenheit. Mitunter erleben wir alle vier Jahreszeiten innerhalb einer Stunde. Das ist allerdings lange kein Grund, nicht zu fotografieren. Gerade jetzt zeigt der Kodak Ektar eine seiner herausragenden Stärken. Er macht die unterschiedlichen Töne selbst in einer grauen und tristen Umgebung kontrastreich sichtbar.

Kodak Ektar im Nebel

Ein Film kann immer nur so gut sein wie das eingesetzte Objektiv. Aber gerade bei Nebel kann analoge Fotografie ihre Stärken herausstellen. Denn ein gutes Objektiv für ein analoges System ist immer optisch und nicht digital korrigiert. Und so wird die Auflösung eines Objektivs vor allem auch in Nebelsituationen sichtbar. Denn hier wird nicht automatisch nachgeschärft.

Aber auch der Kodak Ektar zeigt hier seine feinen Nuancen und die unterschiedlichen Tonwerte des feinen Nebels und der diffusen Landschaft.

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Norwegen

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