Stånga gehört zum gleichnamigen Kirchspiel und ist zudem ein Hauptort (schwedisch: tätort) im südlichen Inland. Man darf sich nicht wundern, wenn auf Gotland die Zentralorte nur niedrige Einwohnerzahlen haben wie in diesem Fall Stånga mit seinen 335 Menschen. Dafür spürt man aber, wie sehr diese Menschen ihre Heimat lieben und darf Anteil daran haben.

Recht zentral liegt Stånga, in die Hauptstadt Visby fährt man 41 Kilometer in die nordwestliche Richtung, Ljugarn im Osten ist gerade einmal 15 Kilometer in östliche Richtung entfernt und das Romakloster erreicht man nach 25 Kilometer in nördlicher Richtung.

Stånga veranstaltet alljährlich die Olympiade von Gotland, die „gutnisk olympiaden“. Tausende Schaulustige verfolgen das mitreißende Spektakel. Auch der  Gumbalde Golflubb hat sich in der Region mit seinem 18 Loch-Platz einen Namen gemacht. Golf ist in Schweden in der Tat ein Sport für Jedermann, entsprechend erschwinglich ist es auch, daran teilzunehmen und Gleichgesinnte aus der normalen Mittelschicht zu treffen. Dieses Standesdenken wie vor allem in Deutschland kennt man hier nicht.

Hier, in Stånga, wurde übrigens einer der ältesten Runensteine Schwedens gefunden, der berühmte Kylverstein. Dieser Kalkstein diente eins als Grabplatte auf dem Hof Kylver. Seine Anfertigung geht wohl auf 400 nach Christi Geburt zurück. Dieser Stein befindet sich allerdings heute im Historischen Museum in Stockholm. In Stånga wurden auch zwei wertvolle Schätze aus der Wikingerzeit entdeckt.

Auch dieser Ort hat gemessen an seinem Einzugsgebiet eine recht großzügige Kirche aus dem Mittelalter. Die Kirche von Stånga, im westlichen Bereich des Ortes gelegen,  gehört zu den besonderen Gotteshäusern Gotlands und ist wirklich sehenswert. Außergewöhnlich im Vergleich zu den anderen Kirchengebäuden ist ihr Langhaus außergewöhnlich reichhaltig geschmückt. Im 13. Jahrhundert gab es an dieser Stelle bereits eine Kirche, welche aber dann größtenteils abgetragen und im 14. Jahrhundert in ihrer heutigen Form entstand. Zu dieser Zeit wurde auch der Kirchturm errichtet.

So klein Stånga auch ist, hat es doch einen gut sortierten Lebensmittelladen und das ein oder andere kleine Unternehmen. Das Kirchspiel selbst ist im Norden dicht bewaldet, auf der Südseite verdienen die Bauern durch Ackerbau ihr Geld. Ein Teil der Ackerflächen entstand hier durch die Trockenlegung des Moores, des Stånga myr. Aber das Kirchspiel hat noch mehr zu bieten.

Da ist zum Beispiel das rekonstruierte Wohnhaus Lojster hall aus der Eisenzeit. Dessen 30×16 Meter große Grundriss wurde 1929 freigelegt und 1932 als Haus nachgebaut. Das original soll hier etwa m vierten oder fünften Jahrhundert gestanden haben. Das Gebäude steht im kleinen Dorf Lojster, welches zum Kirchspiel gehört.

In Lojester gab es um die gleiche Zeit so etwas wie eine Turmhügelburg, (siehe auch Turmhügelburg Lütjenburg). Doch sind hier noch maximal Spuren für Archäologen zu finden.

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Kommentar

  • Die Altstadt von Visby ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes entsprechend viele interessante Bauwerke gibt es hier zu bewundern. Die mittelalterliche Stadtmauer mit der Ruine der Visborg etwa, die Visby wie ein Ring umgibt und insgesamt 3,6 Kilometer lang ist, oder den Dom zu Visby. Au erdem zu nennen sind die Kirchenruinen St. Karin und St. Nikolaus. Am besten erkundet ihr Visby bei einem entspannten Stadtbummel zeitlich solltet ihr ungef hr einen halben bis ganzen Tag daf r einplanen. Gotland gilt als Paradies f r Radfahrer und wird aufgrund seiner vielen Sonnenstunden oftmals auch als das Mallorca des Nordens bezeichnet. Da Mallorca nicht nur als Sonnen-, sondern auch als Radfahrerinsel gilt, kann man dieses Beispiel also auch gut bertragen. Dass Visby bei Zweiradfahrern sehr beliebt ist, liegt auch an der gut ausgebauten Infrastruktur: ber die ganze Insel erstreckt sich ein riesiges Netz an Radwegen und Unterk nften, sodass man auch getrost mehrere Tage am St ck dazu verwenden kann, Gotland zu erkunden. R der kann man sich ausleihen etwa bei Gotlands Cykeluthyrning .

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