Die Kirche zu Ardre gehört zu den Landkirchen und Kirchen auf Gotland und gehört zur Kirchengemeinde Garde. Sie dürfte eine der kleinen Gotteshäuser der Insel sein und das macht sie irgendwie sympathisch.

Die Kirche in Adre liegt im kleinen Dorf in nördlicher Nachbarschaft des durchaus betriebigen Badeortes Ljugarn. Doch hier fühlt man sich fast wie im Binnenland, auch, wenn das Meer sozusagen um die Ecke ist.

Gleich zu Beginn der Ortseinfahrt wartet das Gotteshaus aus etwa dem Jahr 1200. Aus Kalkstein ist es in romanischem Stil entstanden, seine Fassade wurde verputzt. Wie eine hölzerne Zipfelmütze wirkt das spitz zulaufende Dach des Kirchturmes, Schallöffnungen geben dem Klang der Glocken die Möglichkeit, seine Einladung zu Gottesdienst und Gebet gut nach außen zu tragen. Diese Turmhaube wurde im Zuge eines zweijährigen Umbaus zum Abschluss im Jahr 1902 originalgetreu ersetzt.

Man kann davon ausgehen, dass die Kirche ursprünglich recht klein gebaut wurde, denn schon um 1250 entstand das Langhaus und der Chor in seiner heutigen Form. Erhalten aus der ursprünglichen Form ist das Portal des Chores, welches ebenfalls aus der Zeit um 1200 stammt.

Hat der Turm auf der Westseite ein einfaches Portal aus der romanischen Epoche, so schmücken das Langhaus bereits zwei aufwendigerer gotische Portale. Diese Vermischungen von Romanik und Gotik findet man sehr oft an en gotländischen Kirchen.

Erst im Jahr 1802 fügte man die Sakristei an, der Innenraum wurde 1900-1902 erheblich verändert und das Gestühl erneuert.

Drei mit Glasmalerei verzierte Fenster stammen noch aus der Bauzeit, doch die anderen kamen erst 1902 hinzu.

Jüngstes Teil der Kirche dürfte die Orgel sein, sie versieht seit 1990 ihren Dienst, ist aber ein Nachbau der Orgel vom 1902.

Heute präsentiert sich die einschiffige Saalkirche mi einem schmalen Chor und jeweils einem Zeltgewölbe im Inneren. Als man in den Jahren 1073 – 1975 die Kirche erneut restaurierte, entdeckte man acht Bildsteine, die aus der Bauzeit der Kirche stammen dürften.

Bleibt nur, dass wir Menschen ein solches Gebäude zu schätzen wissen und es dafür nutzen, wofür es eigentlich gedacht ist.

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