Nordostküste Gotland

Gotland entdecken | Grogarnsberget

Grogarnsberget ist sicherlich einer der schönsten Plätze Gotlands und liegt als sehr markantes Naturschutzgebiet auf mittlerer Höhe an der Ostküste der Insel. Als flaches und karges Plateau fällt es zum Meer hin schroff ab und bietet eine traumhafte Aussicht auf die kleine benachbarte Insel Östergarnsholm mit seiner ebenso schroffen Küste und den beiden alten Leuchttürmen.

Kinder und Tiere sollte man unbedingt festhalten, denn die Kante dieser Hochebenen sind von oben nicht erkennbar, zum Teil hängen sie sogar über. Immer wieder fallen Brocken hinunter, wohl dem, der sich nicht auf eine solche Kante setzt.

Aber auch mit Abstand kann man die Ruhe und Abgeschiedenheit des Grogansberget genießen, der sich keineswegs hinter dem Högklint bei Visby verstecken muss.

Grogarnsberget ist etwa 18 Hektar groß und hat eine Kliffkante von 450 Meter Länge. Etwa 25 Meter hoch sind die Abhänge, an deren Fuß breite Kieselstrände ins Wasser führen. An klaren Tagen überblickt man von hier aus das komplette nördliche Gotland bis hin nach Fårö. Über einen schmalen und sehr holperigen Weg kommt man dort den Kliffkanten entlang in südlicher Richtung nach Herrvik, in nördliche Richtung nach Katthammarsvik.

Zu Wikingerzeiten und gar zu Wendenzeiten soll es am Fuße des Grogarnsberget einen geschützten Hafen gegeben haben, Feinde konnten ja an dieser Stelle von weitem erkannt werden. So wird auch davon ausgegangen, dass sich auf den Grogarnsberget eine Burg befand Archeologische Funde weisen auf die Fornborg hin.. Durch die schroffen Klippen war die Burg uneinnehmbar, zumindest von der Wasserseite aus. Offensichtlich hat es keine fremde Kultur geschafft, die Wehranlagen Gotlands zu erreichen oder gar zu überwinden.

Heute sind die Zeiten friedlich auf Gotland und dieser schöne Platz, auf dem sich immer wieder Bänke und Tische befinden, bietet sich an für stille Einkehr oder ein romantisches Picknick. Aber noch einmal- unbedingt mit Respekt den Abbrüchen begegnen, es gibt keine Warnschilder. Und sehr selten aber ganz real brechen hin und wieder riesige Felsblöcke ab und fallen ins Tal.

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