Gewässer

Frischwasser für die Ostsee

Weltwassertag | © weites.land
Weltwassertag | © weites.land

Ein sehr seltenes Phänomen ereignete sich im Dezember 2014, als sauerstoffhaltiges Salzwasser mehrere Tage lang von der Nordsee in die Ostsee einströmte.

Dabei handelt es sich um den größten Salzwasser-Einruch der letzten 60 Jahre. da die Ostsee im Bornholm- und Gotlandbecken erheblichen Sauerstoffmangel hat, wird gerade hier ein besonders positiver Effekt erwartet. Grund für den Salzwasser-Austausch war eine Phase langanhaltender Ostwinde, die das Wasser aus der Ostsee drückten und den Wasserstand sinken ließen. Ab dem 5. Dezember drehte der Wind nach Südwest, dann nach West und drückte dabei Nordseewasser hinein. Drei Wochen blieb die Windsituation unverändert, so, dass große Mengen zunächst über den Öresund und später durch die Belte in die Ostsee gelangten.

Aufgefallen ist dieses Ereignis durch die Messstationen des Marinen Umweltmessnetztes MARNET des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydographie/BSH). So konnten die Ozeanographen des Leipnitz-Institutes für Ostseeforschung in Warnemünde rechtzeitig vor Ort die Ausmaße der Einströmung ermitteln. Mit Hilfe des Forschungsschiffes „Elisabeth Mann Borgese“ werden auch aktuell die Auswirkungen im gesamten Ostseeraum ermittelt. (Quelle: IOW)

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