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Was das Aeble mit dem Apple zu tun hat – der Gravensteiner Apfel und das Logo

Der Gravensteiner Apfel / Gråsten Æble und die Geschichte des Apple-Logo

Dass es eine Computermarke gibt, die ihren Namen und ihr Logo auf einen angebissenen Apfel bezieht, scheinen wir ohne großes Nachdenken hinzunehmen. Dass das Vorbild dazu aus Süddänemark kommt, dürfte daher den wenigsten Menschen bekannt sein. Wir erzählen die Geschichte des Apple Logo und was es mit dem Gravensteiner Apfel, dem Gråsten Aeble, auf sich hat.

Was das Aeble mit dem Apple zu tun hat

Es gibt kein Gerät aus dem Hause Apple, welches nicht das Logo mit dem angebissenen Apfel ziert. Bereits im Jahr 1977 zierte das Apfel-Logo die Geräte des amerikanischen Herstellers. Aber die Geschichte dessen Vorbilds, dem Gravensteiner Apfel / Gråsten Aeble, geht bis ins Jahr 1669 zurück. Denn seit jenem Jahr kennt man diesen leckeren Sommerapfel mit seinem süß-säuerlich-fruchtigem Geschmack und seinen kräftigen Farben. Geerntet wird zwischen Ende August und Mitte September.

Von Dänemark aus trat der Gravensteiner Apfel seinen Siegeszug zwischen Norditalien und Norwegen an, aber wurde auch beispielsweise in Kalifornien angebaut. Heute ist der Gravensteiner Apfel eher ein regionales Obst für Feinschmecker, Kenner und Liebhaber dieser Sorte. Eher zufällig entstand der Gravensteiner aus einer Saat, die man geschichtlich gar nicht mehr zuordnen kann.

In seinen Anfängen arbeitete Steve Jobs, der Gründer von Apple, hin und wieder auf der Obstfarm eines Freundes in Oregon. Auch dort wurde der Gravensteiner Apfel angebaut. Steve Jobs war zu der Zeit Vegetarier und aß viel Obst. Er wurde mit dem Beschneiden der Apfelbäume betraut und leitete dazu die Helfer an.

Auf dem Heimweg wurde Jobs am Flughafen von seinem Freund Steve Wozniak abgeholt. Beide suchten schon länger nach einem Namen und so beschloss Steve Jobs, sein Unternehmen „Apple“ zu nennen.

Folglich wurde auch irgendwann das Logo überarbeitet. Denn bisher bestand jenes aus einem Bild, auf dem ein Mann unter einem Baum Blaubeerkuchen aß. Dieses Bild war umschlungen von einer Schriftfahne mit dem Namen „Apple Computer“. Doch war es wenig einprägsam und schon gar nicht für den Print geeignet.  Also musste der Gravensteiner Apfel her. 

Dass der Apfel im Logo auf der rechten Seite angebissen ist, hat mit dem ursprünglichen Schriftzug zu tun. Denn der Anfangsbuchstabe a war nach links komplett bauchig und ragte in den Apfel hinein. Als man in späteren Versionen des Apple Logos den Schriftzug wegließ und nur noch den Apfel zeigte, ließ man die Ausstanzung für das einstige a einfach weiter bestehen.

Zunächst war das Logo in sechs verschiedenen Farbstreifen gestaltet. Alleine bis 1997 wurde es sechs mal revidiert.

Geblieben ist der Bekanntheitsgrad der Computermarke. Aber an Bäumen wachsen deren Produkte immer noch nicht. Im Gegensatz dazu der Gravensteiner. Er hat seinen Freundeskreis. Und wer den Gravensteiner Apfel genießt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Würde sich Apple doch auch die Arbeitsbedinungen und Steuerabgaben einer dänischen Plantage des Gravensteiner mal zum Vorbild nehmen und das Logo nicht nur in die Breite sondern auch in die eigene Tiefe wirken lassen….

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