DGzRS-Nachrichten

Zwei Ruderer bei Neuwerk von Hubschrauber aus der Nordsee gerettet

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Seenotretter koordinieren Suche

Eine großangelegte Suche nach zwei polnischen Ruderern durch die Seenotretter (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, DGzRS) sowie Feuerwehr und DLRG aus Cuxhaven und einen SAR-Hubschrauber der Marine (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung) hat gestern, Sonntag, den 3. September 2017, in der Nacht ein glückliches Ende genommen. Die beiden Männer konnten etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht durch den Hubschrauber etwa fünf Seemeilen (neun Kilometer) westlich der Insel Neuwerk aus ihrem Ruderboot gerettet werden.

kramer-20170904-eins (3)Kurz nach 21 Uhr hatten die beiden Polen aus ihrem etwa fünf Meter langen Ruderboot gemeldet, dass sie Wassereinbruch hätten. Ihre Position war jedoch unklar.
Der Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER der DGzRS-Station Cuxhaven lief sofort aus. Ebenfalls in den Einsatz gingen die Feuerwehr Cuxhaven – Duhnen mit zwei Booten und die Ortsgruppe Cuxhaven der DLRG mit einem Boot und einem RescueJet.
Außer einem Handy führten die beiden Ruderer auch ein Handfunkgerät mit sich. Über einen Messenger-Dienst schickten die beiden eine Positionsangabe an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS, die allerdings nur sehr ungenau war. Auch der Versuch der Seenotretter, die beiden per Funk zu peilen, blieb ergebnislos.
Etwa gegen 23.30 Uhr wurden die beiden vom SAR-Hubschrauber westlich von Neuwerk gefunden und aufgewinscht.

Die Fahrzeuge von Feuerwehr und DLRG wurden von der SEENOTLEITUNG BREMEN bereits aus dem Einsatz entlassen. Der Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER versucht derzeit, das Ruderboot aufzunehmen, damit die Schifffahrt nicht gefährdet wird.
Das Ruderboot verfügt über eine geschlossene Kajüte. Die beiden Polen haben mit dem Boot laut ihrer Website im Rahmen eines Charityprojektes seit August bereits eine Strecke von Polen nahe der tschechischen Grenze über die Oder und Elbe bis an die Nordsee rudernd zurückgelegt. Die Ruderreise sollte offenbar Mitte September in London beendet werden.
Die beiden Männer sind in ein Krankenhaus geflogen worden.

 

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