DGzRS-Nachrichten

Zahlreiche Einsätze für Seenotretter am verlängerten Mai-Wochenende

Seenotretter
Glück hatten am 1. Mai 2017 vier junge Leute, die bei stark böigem Wind mit ihrer Jolle auf der Ostsee vor Travemünde in der Hafeneinfahrt kenterten. Die Freiwilligenbesatzung des Seenotrettungsbootes HANS INGWERSEN aus Travemünde holte die zwei jungen Frauen und zwei junge Männer von der kieloben treibenden Jolle und brachte sie sicher an Land.
Am verlängerten Wochenende zum 1. Mai 2017 sind die Seenotretter an Nord- und Ostsee zwischen Samstag, den 28. April und Montag, den 1. Mai 2017, bei 29 Einsätzen insgesamt 53 Personen auf dem Meer zu Hilfe gekommen. Hinzu kamen Fehlalarmierungen und Einsatzfahrten, bei denen die Besatzungen der Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) nicht mehr zu Hilfe kommen mussten, da die in Not Geratenen die Situation selbst oder durch die Hilfe anderer beheben konnten.

Heringsdorf | Ein Fischer war am Montagmorgen (1. Mai 2017) um halb sieben vor Heringsdorf mit einem offenen Fischerboot zu seinen Netzen rausgefahren und aus ungeklärter Ursache gekentert. Dem Mann gelang es, bei nur neun Grad Wassertemperatur das 100 Meter entfernte Ufer trotz heftiger Brandung zu erreichen. Die freiwilligen Seenotretter der Station Zinnowitz befreiten sein Boot aus den Netzen und schleppten es an den Strand.

Travemünde | Glück hatten gestern, am 1. Mai 2017, vier junge Leute, die bei stark böigem Wind mit ihrer Jolle auf der Ostsee vor Travemünde unterwegs waren. Als sie bereits den Hafen wieder anlaufen wollten, kenterte ihr Boot in der Hafeneinfahrt. Die Freiwilligenbesatzung des Seenotrettungsbootes HANS INGWERSEN aus Travemünde war soeben von einem Einsatz zurückgekehrt und konnte sofort wieder auslaufen. Sie holten die zwei jungen Frauen und zwei junge Männer von der kieloben treibenden Jolle, die bei der Kenterung einigen Schaden erlitten hatte und nicht wieder aufgerichtet werden konnte. Die vier wurden in ihrem Segelclub in Empfang genommen und versorgt.

Darß | Tragisch ging die lang anhaltende Suche auf dem Saaler Bodden am Darß nach einem vermissten Surfer am Montag, den 1. Mai 2017, aus. Der Mann war bereits seit dem Mittag vermisst worden. In die Suche eingebunden waren neben Hubschraubern und der Feuerwehr aus dem Ostseebad Dierhagen und Wustrow sowie der Landpolizei auch das Freiwilligen-Seenotrettungsboot BARSCH. Der Mann konnte am späten Nachmittag durch ein Boot der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

In vielen weiteren Fällen waren Motorschäden oder Grundberührungen ursächlich für die Notlage. Die Seenotretter weisen in diesem Zusammenhang noch einmal auf ihre Website www.sicher-auf-see.de hin, auf der Wassersportler zahlreiche wertvolle Tipps für die Vorbereitung ihrer Törns finden. Dazu empfehlen die Seenotretter den Download ihrer Sicherheits-App SafeTrx, mit der man auf See über das eigene Smartphone seine Route aufzeichnen lassen kann. Im Notfall hat die Seenotleitung der DGzRS direkten Zugriff auf die Daten der zurückgelegten Fahrt, was eine Suche erheblich verkürzen kann.

Bildzeile: Zwei junge Männer und zwei junge Frauen wurden am Montag, den 1. Mai 2017, von den Seenotrettern der Freiwilligenstation Travemünde von ihrer gekenterten Jolle gerettet.
Foto: DGzRS – Die Seenotretter

Über die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen mehr als 84.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit.

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