DGzRS-Nachrichten

Überfälliger britischer Lkw-Fahrer mit Hilfe der Seenotretter auf deutschem Autobahn-Rastplatz gefunden

Blick in die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit der Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO im Vordergrund
Blick in die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit der Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO im Vordergrund
Ungewöhnlicher Einsatz im Binnenland für die Seenotretter in der Nacht zu Mittwoch, 7. Juni 2017: Dank guter internationaler maritimer Zusammenarbeit konnte die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) dabei helfen, einen überfälligen britischen Fernfahrer wohlbehalten im Rheinland ausfindig zu machen. Die Ehefrau des 59-Jährigen hatte in ernster Sorge um ihren an Diabetes erkrankten Mann den britischen Notruf gewählt.

Dem Yorkshire Ambulance Service schilderte die Frau des Lkw-Fahrers am späten Dienstagabend ihre ausweglose Situation: Ihr Mann habe sich wie gewohnt um 17.30 Uhr aus Deutschland bei ihr melden wollen, jedoch sei sein Anruf an diesem Tag ausgeblieben. Sie befürchtete einen diabetischen Schock.

Der Landrettungsdienst der nordenglischen Grafschaft griff auf die gute internationale Zusammenarbeit auf See zurück und wandte sich an MRCC Humber. Die Seenotleitung der britischen Coastguard setzte sich unverzüglich mit MRCC Bremen der DGzRS in Verbindung.

Dem Tracking-System des Lastwagens zufolge musste dieser sich auf einem Rastplatz an der Autobahn 4 nahe Frechen im Rhein-Erft-Kreis befinden. Die Seenotretter informierten telefonisch die dortige Autobahnpolizei.

Die Beamten dachten zunächst an einen Scherz, haben sie doch im Rheinland eher nie mit Seenotrettern Kontakt. Doch nachdem die Wachleiter der DGzRS das Kennzeichen und die genaue Beschriftung des Lastwagens übermittelten, machten sich die Polizisten auf die Suche.

Auf dem Rastplatz fanden sie den gesuchten Lastwagen schnell. Sie weckten den schlafenden Fahrer. Der 59-Jährige Brite war wohlauf. Er hatte sich ein wenig früher als üblich zur Ruhe begeben und den vereinbarten Anruf bei seiner Frau vergessen.

MRCC Bremen informierte MRCC Humber über den guten Ausgang des vermeintlichen Notfalls – Routine in der internationalen Zusammenarbeit auf See: „Thank you and have a good watch!“ („Danke und gute Wache!“)

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.

Schreibe uns Deine Meinung