Historische Schiffe Schifffahrtsmuseum

U 11 U-Boot-Museum Burgstaaken

U-Boot-Museum Burgstaaken
U-Boot-Museum Burgstaaken | © weites.land

Die See ist ruhig, die Luke geöffnet. Die Männer mit dem Fernglas beobachten die weite Umgebung, halten Ausschau nach Schiffen und lauschen nach anderen U-Booten. Doch dann das quitschende Hupen, alle Mann unter Deck, Luke schließen, jeder auf seinen Platz, abtauchen, schweigen, stillhalten, nur nicht bemerkt werden, auf Schleichfahrt gehen. Alles ist still, irgendwo tuckert langsam ein anderes Schiff über das U-Boot hinweg. Haben Sie uns bemerkt?

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie es wäre, in solch einer Situation auf einem U-Boot zu sein. Es ist eng, dunkel, man ist gefangen,dutzende Meter unter Wasser…. Dieses U-Boot stammt aus einer Zeit, in der die Besatzung jeden Moment genau mit diesem Szenario rechnen musste.

Immer wieder wurde es geübt, trainiert, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. In den Jahren 1966 – 1968 entstad dieses U-Boot bei den Deutschen Howaldswerken in Kiel und gehörte bis 1998 zum 1. U-Boot-Geschwader der Marine. Es diente der Sicherung der Küsten während des Kalten Krieges. In den Jahren 1987 – 1988 erfolgte der Umbau zu einem Zweihüllenboot. So bekam es im Druckkörperbereich eine doppelte Hülle, um im Fall eines Torpedokontaktes besser geschützt zu sein.

Nun war es der Deutschen Marine möglich, U 11 auf nationalen und internationalen Manövern als Übungsziel zur Verfügung zu stellen. Sie war damit das einzige Übungszielboot für U-Boote, Kriegsschiffe und Flugzeuge der NATO. In seiner 35-jährigen Dienstzeit war das Boot an 2140 Tagen auf oder unter See und legte 177.900 Seemeilen zurück. Heute ist die U 11 Teil des U-Boot-Museums im Hafen Burgstaaken auf Fehmarn.

Ein Besuch des Museums lässt erahnen, was es bedeutet hat, mit und in diesem Boot zu leben und zu arbeiten. Eine begleitende Ausstellung vermittelt Wissenswertes über den Marinealltag im Kontext zu diesem Boot.

Informationen gut es unter u-boot-museum burgstaken.

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