Technikmuseum

Tante Ju – das fliegende Denkmal

Hamburg/Frankfurt: Für meinen Vater war sie eine Heilige, während ihrer Funktion als Sanitätsflugzeug war er der letzte Schwerverletzte in Krakau, der mit der Tante Ju aus den Kriegswirren evakuiert wurde.

Auch heute hat sie an ihrer Faszination im Alter von 80 Jahren nichts verloren. Noch immer begeistert sie die Menschen und lädt ein, über den Wolken von Hamburg einfach mal mitzukommen. Der 1936 in Dessau gebaute Oldtimer hat weltweit noch acht flugfähige Geschwister, alleine mit der Junkers der Deutsche-Lufthansa-Berlin-Stiftung fliegen jährlich 10.000 Begeisterte.

Unsere Tante Ju stand ursprünglich im Dienst der Lufthansa, wurde 1955 nach Südamerika verkauft und flog bis 1963 in Ecuador. Bis 1984 begeisterte der Klassiker unter dem Namen „Iron Annie“ Menschen auf Flugschauen in den USA. Glücklicherweise kaufte Lufthansa den Flieger zurück , überführte ihn aus Titusville in Florida nach Hamburg.

Damit Tante Ju jeden Sommer zuverlässig ihre Runden fliegen kann, benötigen die Lufthansa-Techniker Winter für Winter etwa 4000 Arbeitsstunden, um die dreimotorige Maschine fit zu halten. Nach all dem zuverlässigen Einsatz ist sie seit 2015 das erste fliegende Denkmal, da sie mit ihrem Alter einen hohen Anteil an Originalität besitzt.

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