Norwegen

Stavern – Norwegens kleinste Stadt

Stavern | © weites.land
Stavern | © weites.land

Die Anzahl der Städte in Norwegen ist durchaus überschaubar wie auch in der Regel deren Größe. Beginnt man mit der Aufzählung, kommt wohl an erster Stelle Oslo, gefolgt von Trondheim, Narvik, Tromsø…. Dann gerät man schnell ins Stocken. Irgendwann an letzte Stelle käme Stavern. Sie ist die kleinste Stadt Norwegens. Aber in ihrem besinnlichen Charme ganz groß.

Wir haben Stavern besucht, im Winter, genauer gesagt, Anfang März an einem Sonntag. Die Stadt liegt nur eine Handvoll Kilometer von Larvik entfernt, direkt an der Küste. Noch liegt der letzte Schnee, das blasse Grün kommt überall zum Vorschein. Die Sonne sucht sich ihren Weg durch die milchigen Wolken, leichter Dunst liegt über den felsigen Schären. Der Hafen zieht sich verschlafen entlang der Stadt, und doch, es herrscht beseeltes Treiben. Die Norweger treibt es in ihrer Freizeit eigentlich bei jedem Wetter vor die Tür und heute haben sie sich in den alten Werftanlagen verabredet.

Diese Werftanlagen haben Stavern berühmt gemacht, ganz wie den hier damals ansässigen Marinestützpunkt mit seinen Festungsanlagen. Doch heute ist es friedlich und kreativ geworden in den Räumen, auf dem Spielplatz entführt eine Klanginstallation mit hochgestellten Ruderboote die Kinder in die Geschichte des Ortes. Deren erwachsene Begleiter scheinen nicht weniger interessiert.
Kleine Galerien und Kunsthandwerk ist in die hölzernen Werkshallen eingezogen.

Wir bewegen uns mit Baby vor der Brust und Hund an der Leine auf den großzügigen Pfaden zwischen den historischen Gebäuden und Anlagen und erklettern am Rande die rundlichen und vom Meer geschliffenen Felslandschaften.

Im Zentrum selbst laden typische Hafengastronomie und der ein oder andere Pub zum Verweilen ein. Kleine Geschäfte buhlen dezent um die Gunst der Kunden, auch, wenn alles hier noch verschlafen wirkt. Doch bald geht sie los, die Saison, dann kommen die Boote aus nah und fern, machen hier fest, bringen Gäste hier her und den entsprechenden Trubel. Wir haben Bilder gesehen, wie es dann sein wird, wenn in der warmen Ferienzeit die Stadt zum Leben erwacht. Unvorstellbar schön ist sie jetzt schon und vor allem entspannt.
Wir werden wieder kommen, an einem der etwa 200 Sonnentage und erleben, wie das Leben in aller Gelassenheit an diesem Ort pulsiert.

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.

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