DGzRS-Nachrichten

Seenotretter befreien Kitesurfer auf Kieler Förde aus gefährlicher Situation

Vor Laboe befreien die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 24. Februar 2018 mit dem Seenotrettungskreuzer BERLIN und dem Tochterboot STEPPKE einen leicht unterkühlten und entkräfteten Kitesurfer aus einer gefährlichen Situation.
Vor Laboe befreien die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 24. Februar 2018 mit dem Seenotrettungskreuzer BERLIN und dem Tochterboot STEPPKE einen leicht unterkühlten und entkräfteten Kitesurfer aus einer gefährlichen Situation.
Der frische bis starke Nordost-Wind über der Kieler Förde wäre am Samstagnachmittag, 24. Februar 2018, einem Kitesurfer fast zum Verhängnis geworden: Er war vor Laboe ins Wasser gefallen und konnte gegen den ablandigen Wind nicht mehr aus eigener Kraft das rettende Ufer erreichen. Die Seenotretter aus Laboe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten den leicht unterkühlten und entkräfteten Wassersportler in Sicherheit.

Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BERLIN war gerade auf dem Rückweg von einer Kontroll- und Übungsfahrt, als sie den im Wasser treibenden Kitesurfer vor Laboe entdeckte: „Er war zwar nur etwa 300 Meter vom Ufer entfernt, aber gegen die Strömung und den ablandigen Wind hatte er keine Chance, das rettende Ufer zu erreichen“, beschreibt Vormann Michael Müller die Situation.

Sofort setzten die Seenotretter das Tochterboot STEPPKE aus und befreiten den erschöpften Jugendlichen aus seiner ausweglosen Lage. Obgleich er Schutzkleidung gegen die winterliche Kälte trug, war er bei einer Wassertemperatur von rund zwei Grad Celsius bereits leicht unterkühlt. An Bord der BERLIN versorgte die Besatzung ihn mit einer wärmenden Decke und einem warmen Getränk. Anschließend brachte sie ihn sicher in den Hafen von Laboe.
Obwohl die Rettungsaktion lediglich etwas mehr als dreißig Minuten gedauert hatte, war es für den Kiter eine sehr gefährliche Situation: „Ohne unser Eingreifen hätte es auch anders ausgehen können“, sagte Michael Müller. „Kite- und Windsurfer sollten deshalb niemals alleine unterwegs sein. Damit im Notfall auch Hilfe gerufen werden kann.“ In diesem Zusammenhang wies er noch einmal auf die Präventionswebseite www.sicher-auf-see.de der DGzRS hin. Dort geben die Seenotretter auch Kitern viele wertvolle Tipps für die persönliche Sicherheit, bieten Checklisten zum Herunterladen an, empfehlen grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen auf See und stellen ihre Sicherheits-App „SafeTrx“ vor.

Auch Kitesurfer können die Seenotretter unterstützen, indem sie ihr Material kennzeichnen: Für Lenkdrachen und Board bietet die DGzRS spezielle Sticker an. Findet jemand treibendes Material auf See oder an Land, können die Seenotretter Kontakt aufnehmen und leichter ermitteln, ob eine Notlage vorliegt. Das spart Zeit und unnötige Suchen. Kiter können das praktische Aufkleberset für ihren persönlichen Bedarf bei den Seenotrettern kostenlos unter www.sicher-auf-see.de bestellen.

Über die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenot­rettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zu­wendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen mehr als 84.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.

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