Flüsse Gewässer

Schlei

Kappeln | © weites.land
Kappeln | © weites.land

Mit gut 40 Kilometern erstreckt sich der Ostseefjord Schlei von der Ostsee bis ins Binnenland. Dabei fließt dieser einzigartige Meeresarm eine sanft hügelige Landschaft mit bezaubernden kleinen Fischerorten.

Raps-Fahrrad_3_MatzenDie kleinste Stadt Deutschlands liegt an der Schlei mit nur 300 Einwohnern, und wenn ein ganzes Dorf unter Denkmalschutz gestellt wird, dann muss es einfach hier liegen – an der Schlei. Zu allen Jahrszeiten hat diese einzigartige Landschaft mit den nur selten bebauten Ufern. Im Frühsommer, zur Rapsblüte, taucht sie in gelben Farben ein, im Herbst verwandelt sie sich in ein warmes Farbenspiel und im winder legt sich melancholische Ruhe über diese Region, die für viele ein einmaliges Erholungsgebiet ist.

Schleimünde

Dort, wo sich Schlei und Ostsee verbinden, dient der Leuchtturm Schleimünde als Ansteuerungs- und Orientierungsfeuer. Wie oft hat er sein Farbkleid gewechselt, war er bei seiner Erbauung in den Jahren 1871 – 1872 ein gelbes Ziegelgebilde, übermalte man ihn ab 1890 dunkelgrau, ehe er wieder seine Ursprungsfarben zurück bekam.

Diese hielt aber nur bis 1910, dann wechselte er auf hellgrau, ab 1920 in rot-weißem Würfelmuster und grauer Laterne, später schwarz-weiss gewürfelt. Heute trägt er eine Kunststoffverkleidung in schwarz-weiss. Zunächst sorgte eine Petroleumlaterne mit einer Gürtellinse von 400 mm Brennweite für ein 12 Seemailen weit sichtbares rotes Festfeuer.

Heute ist es, wie die anderen Seezeichen, automatisiert und wird von der Verkehrszentrale in Travemünde gesteuert. Eine Halogenglühlampe mit einer Leistung 120 V / 600 W trägt das Licht 75 Meter weit. Die Blink- und Dunkelphasen wiederholen sich alle 20 Sekunden mit der An-Austaktung von 2 + 3 + 2 + 3 + 8 Sekunden. Ein Notstromagregat übernimmt bei einem Netzausfall die Versorgung.

Maasholm

Maasholm ist ein ganz typisches, traditionelles Fischerdorf. Etwas abgeschieden wie auf einer Halbinsel liegend, liegt es auf dem Gebiet der Schleimündung. Hier treffen sich Camper, Segler, Spaziergänger und Fischbrötchenfans. Die Nähe zum Wasser ist überall zu spüren. der Geruch von frisch gefangenemFisch und Seeluft, das Klimpern der Tampen und Masten, sind allgegenwertig. Wasser, Strand und Wald, gute Wege entlang der historischen Kahnstellen für Fußgänger und Radfahrer bieten beste Erholungsmöglichkeiten. Hier beginnt der „Wikinger Friesenweg“, einem Fernrad- und Wanderweg, der bis nach St. Peter-Ording führt.

Naturerlebniszentrum

In erreichbarrer Nähe des großen Seevogelschutzgebites „Vogelfreistätte Oehe-Schleimünde“ entdecken wir das Naturerlebniszentrum (NEZ) Maasholm-Oehe-Schleimünde. Was sich so trocken anhört, ist eine grüne Oase, in der uns ein spannendes und informatives Angebot zu den Themen Schlei und Ostsee erwartet. Wir parken unseren Bull an Wanderparkplatz Exhöft an der Lanstraße 277.

Zu Fuß spazieren wir von den etwa 2 Kilometer langen Weg durch die herbe, eiszeitlich geprägte, Moränenlandschaft. Es stehen aber auch kostenlos Leihräder zur Verfügung. Allerdings lädt eine Dose zu einer Spende ein. Auf dem Weg zur NEZ erfahren wir spannendes über die Wikinger oder über die veheerende Strumflut von 1872.

Aber auch die Geschichte von Maasholm ist hier gut beschrieben. Informationen über die heimische Vogelwelt lassen unser Blicke von den Hinweistafeln in die Lüfte schweifen. Auf dem Hegebergangekommen, genießen wir den Panoramablick über die Schlei und bis zu den dänischen Inseln. Kinder toben sich in einem ganz besonderen Spielplatz- dem Wind-Wasser-Küsten-Spielplatz aus und stiilen mit uns ihre Neugierde in der Erlebnis-Ausstellung.

Auf dem Gelände stehen übrigens Übernachtungsmöglichkeiten im Umwelthaus und Kleingruppenunterkünfte zur Verfügung. lotseninsel.de

Ostsee Resort Olpenitz

Olpenitz wurde im Rahmen der Gebietsreform im Jahr 1970 Stadtteil von Kappeln. Bis dahin war das kleine Dorf mit gleichnamigen Gut eine eigenstädnige Gemeinde. Aber eigentlich war der Ort als Port Olpenitz in Zusammenhang mit der Deutschen Marine bekannt, die hier auf einer Fläche von 160 Hektar einen ihrer Stützpunkte hatte. Zu besten Zeiten gab es hier 1850 Soldaten und etwa 450 zivile Angestellte.

Nach Abzug der Marine begann man, das Gebiet mit seinen Schiffsanlegern und Kasernen umzunutzen. Ein Berliner Ivestor plante den Bau einer Ferienanlage mit Hotels und mehr als 1000 Häusern. Ein Yachthafen mit 1000 Liegeplätzen war auf dem Wasser geplant. Das Projekt sollte bis 2012 fertig gestellt sein, doch bereits Mitte Oktober 2011 musste der Investor Insolvenz anmelden.

Heute steht hier kein Stein mehr auf dem anderen. Ein neuer Investor, die Helma Ferienimmoblien GmbH kaufte den insolventen Erstinvestor auf und korrigierte das Volumen deutlich nach unten. Die Häuser werden kleiner und erschwinglicher. Im Moment laufen Planungen für eine Fährverbindung mit Dänemark. Dann soll es täglich zwei Verbindungen für bis zu 10 Fahrzeugen geben.

Kappeln

Kappeln an der Schlei | © weites.land

Kappeln an der Schlei | © weites.land

Die idyllische Hafenstadt Kappeln an Schlei und Ostsee ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, unter anderem auch durch die ZDF-Serie „Der Landarzt“ als Filmort „Deekelsen“ bekannt. Eingebettet in einer sanften Hügellandschaft direkt an der Schlei, nahe der Ostsee liegt Kappeln in einer Urlaubsregion, die ideale Bedingungen für die unterschiedlichsten Aktivitäten zu Land und zu Wasser bietet. Mit ihren Sehenswürdigkeiten, dem reizvollen Hafen und der attraktiven Fußgängerzone lädt Kappeln zum Verweilen ein. Die bunte Geschäftswelt, sowie die gemütlichen Restaurants und Cafés sorgen für einen angenehmen und kurzweiligen Aufenthalt.

Mühle „Amanda“
Kappeln an der Schlei | © weites.land

Kappeln an der Schlei | © weites.land

Eine Mühle und eine Sägerei, wie geht das zusammen? Das ist schon einmalig und als die Mühle im Jahr 1888 mit dieser nebenbetrieblichen Sägerei gebaut wurde, wusste der Besitzer wohl nicht, dass sein Bauwerk einmal zu einer deutschlandweiter Fernsehbrühmtheit wurde. Aber er war für seine Zeit sehr innovativ und betrieb für den Fall von Windstille ein Lokomobil, eine Dampfmaschine, um den Mühlenbetrieb aufrecht zu erhalten.

Die Dampfmaschine wurde wiederum mit den Sägeabfällen befeuert. Die ZDF-Serie „Landarzt“ machte mit Dekelsen auch Kappeln berümt und im Vorspann wurde eben diese Mühle gezeigt. Heute befindet sich in der denkmalgeschützten Mühle die Touristinformation und das standesamtliche Trauzimmer. Während der Öffnunsgzeiten kann die Mühle kostenfrei besichigt werden.

Historisches Sägewerk
Kappeln an der Schlei | © weites.land

Kappeln an der Schlei | © weites.land

Das Sägewerk der Mühle wurde in den Jahren 1995 – 1996 aufwendig restauriert und wird heute von den Kappelner Werkstätten als „working museum“ betrieben. So erhalten wir einen spannenden Einblick in die alte Technik der Holzbearbeitung. Die Horizontalgattersäge aus dem Jahr 1895 arbeitet wie am ersten Tag und auch die Vertikal-Vollgattersäge aus dem Jahr 1916 rattert zuverlässig vor sich hin.

Die anderen Werkzeuge wie die Seitenhobel aus dem Jahr 1900 , die Handkräne und Laufkatzen von 1925, die Baumsägen von 1900 und 1936 arbeiten auch heute so, wie ein Tischler sich es wünscht. Moderne Holzbearbeitung mit historischen Maschinen- das ist eine Zeitreise, die man erlebt haben muss. Handwerk wird wieder spürbar.

Heringszaun
Kappeln an der Schlei | © weites.land

Kappeln an der Schlei | © weites.land

In ganz Europa gibt es nur noch ganz ganz wenige funktionstüchtige Heringzäune. Und alle diese sind hier – in Kappeln. Sie sind in Sichtweite der Klappbrücke und stammen bereits aus em 15. Jahrhundert. Diese Fischfanganlage ist so simple wie effektiv. Von der Ostsee kommend schwimmen die Heringe jede Jahr zum Laichen in die Schlei. Dabei geraten sie in die reusenartigen Flechtzäune und so in den Fangnetze.

Museumshafen

Museumshafen Kappeln_6_MatzenDas ist der Ort für längst vergessen geglaubte Träume. An der rustikalen Steganlage an der Schlei liegen Schoner und Galeasse mit den anderen historischen Schiffen, die im Original erhalten oder nach alten Plänen neu aufgebaut wurden. Informationstafeln an vielen dieser hier liegenden Schiffe erzählen die Historie. Viele der hier liegenden Boote sind über 100 Jahre alt.

Durch die Liebe der Eigner zu diesen Schiffen sind sie uns erhalten geblieben und fahr- und segeltüchtig. Die Steganlage der Museumsflotte darf gerne betreten werden udn die Eigner berichten gerne, wenn die Neugierde geweckt ist. Informationen gibt es unter museumshafen kappeln

Museumseisenbahn
© Ostseefjord Schlei | Matzen

© Ostseefjord Schlei | Matzen

Gleich im Hafen der Schlei stehen sie, die alten Wagen und Lokomtiven der Angelner Dampeisenbahn. Sie ist zu einer festen Institution geworden und zieht die vorwiegend aus Skandinavien stammenden Fahrzeuge durch die malerische Landschaft Angelns zwischen kappeln und Süderbrarup. Mit viel Liebe Geld und Engagement werden die Fahrzeuge ehrenamtlich betreut und sind auch außerhalb der Fahrtzeiten zu bewundern.

Weidefelder Strand Kappeln

Fährt man von Kappeln über die Brücke in Richtung Port Olpemitz, folgt man dem Schild „Strand“. In Schwansen befindet sich der feinsandige und saubere Ostseestrand gleich an der Schleimündung. Hier hat es alles, was es für einen schönen Strandausflug braucht: eine Strandkorbvermietung, einen FKK-Bereich, Bootsverleih, Kinderspielplatz, Restaurant und Imbiß. Nur die gute Laune, die dürfen Sie mitbringen, das richtige Umfeld dafür ist aber hier.

Arnis

Arnis

Arnis | © weites.land

Sie ist nicht nur die kleinste Stadt Schleswig-Holsteins, Arnis ist in der Tat die kleinste in ganz Deutschland. Und eine echte Perle. Gerade einmal 280 Einwohner hat sie, ragt als Halbinsel in die 35 Kilometer lange Schlei.

Geschichte

Früher war Arnis eine Insel mit einer kleinen Fischerhütte und vielen Bäumen. Zu der Zeit war Kappeln ein Flecken mit 700-800 Einwohnern. „Asmus von Rumohr” hatte als Gutsherr von Roest das Sagen über Kappeln. Hatten die Kappelner zuvor gut im Schatten des Domkapitel leben können, waren sie nun der Gewalt und Willkür des Edelmannes ausgesetzt.

Dessen Nachfolger, „Kay von Rumor” humaner, war wiederum dessen Nachfolger rücksichtslos und grausam. Wiederholt verweigerten die Kappelner den Homagia-Eid, der sie zu Leibeigenen gemacht hätte, was sie zeitweise ins Gefängnis brachte. Auch ein Prozess am 26. November gegen den dann herrschenden „Detlef von Rumor” brachte keine Ruhe.

So entschlossen sich 64 Kappelner Familien, etwa 300 Menschen, der Herrschaft zu entfliehen und gründeten ihr neues Zuhause in Arnis. Der menschenfreundliche Herzog Christian Albrecht erlaubte ihnen die Ansiedlung. Nach Entrichtung ihres Abzugsgeldes in Höhe von einer Reichsmark stand ihnen dann der Weg offen für einen Neuanfang. Am 11. Mai 1667 morgens um 8 Uhr leisteten sie Reitvogt Witthagen und Herzog Christian Albrecht den Huldigungseid.

Der Herzog übergab noch im selben Jahr die Insel als Eigentum und mit ihm besondere Privilegien zum Flecken für Schiffer und Fischer. Auf dem Mittelrücken entstand die heutige “Lange Straße”, auch Lindenallee genannt. 1669 stellten die Arnisser Bürger die Schifferkirche fertig. Seitdem gab es viel Veränderungen, Häuser wurden umgebaut odet neu errichtet.

Doch das Stadtbild, gerade in der Lange Straße, spieglt heute den Zustand aus der Gründerzeit wieder. Diese Straße mit den anliegenden Gebäuden und den schmalen und länglichen Grundstücken, die beidseitig bis an die Schlei heran reichen, sind ortstypisch. Das Haus Lange Strasse 13 stammt noch aus dem Jahr 1712.

Entwicklung

War Arnis ja zunächst eine Insel, wurde sie im Jahr 1796 mit dem Festland verbunden. Ein Damm sorgte zwischen dem Kirchberg und Grödersby für den Anschluss. Der Sand für diesen Damm stammt wohl aus Kopenhagen, denn er wurde von den Handelsschiffen als Ballast mitgebracht und hier gelöscht. Arnis war ein wichtiger Warenumschlag und Handelsplatzfür Skandinavien und das Baltikum.

Dabei gehörten schon immer der Schiffbau und die Fischerei zu den Haupteinnahmequellen der Stadt. Im Laufe der Jahre wurden weitere Landverbindungen geschaffen und Dämme erweitert. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen die Bürger von Arnis, für den Tourismus zu werben. Durch eine Gebietreform im Jahre 1934 bekam Arnis das Stadtrecht. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass es zuvor als “Flecken” bezeichnet war und die Reform diese Bezeichnung verdrängte.

Da aber nun alle ehemaligen “Flecken” das Stadtrecht bekamen, forderte der damals amtierende Bürgermeister vehement dieses Recht auch für diese kleine Gemeinde, mit Erfolg. Im gleichen Jahr übertrug die Matthias-Hübsch-Stiftung das ehemalige Wohnhaus von Matthias Hübsch an die Stadt, die es fortan als Rathaus nutzte. Als Gegenleistung verpflichtete sich die Stadt, die Gräber der Familie Hübsch unentgeltlich zu pflegen.

Arnis heute

Heute sind wir von Lindaunis an der Schlei entlang nach Arnis gefahren. Auf dem großen Parkplatz vor der Stadt stellen wir den Bulli ab und los geht es, zu Fuß. Alles andere würde auch keinen Sinn machen, in welcher Stadt ist man schon gerne mit dem Auto unterwegs.

Öffentlicher Nahverkehr heißt hier, dass man ganz öffentlich durch den Ort spazieren darf. Auch in dieser Stadt gilt: es gibt keine Chance, sich zu verlaufen. Die erste Frage stellt sich an der T-Kreuzung, gehen wir nach rechts oder nach links, kehren wir in die Gastwirtschaft oder in die Bäckerei ein, oder halten wir eines der beiden Angebote für den Rückweg auf? Eines ist spürbar, das Tempo, der Puls, alles verlangsamt sich. Und so gehen wir die Lange Straße nach rechts bis zu Schifferkirche.

Die Schifferkirche

Die Schifferkirche wurde im Jahr 1673 fertiggestellt und ist heute das älteste Gebäude. Die Kirche entstand auf einer Anhöhe, die wohl aus der Wikingerzeit stammt, als hier einer der Wachposten der Schlei hier für die sichere Durchfahrt der Schiffe nach Haithabu sorgte. Eigentlich sollte die Kirche als Backsteinkirche erbaut werden.

Dazu entsandte man ein Schiff nach Gotland, um entsprechendes Material zu holen. Doch das Schiff sank. So erbaute man die Kirche aus Fachwerk. Über der Nordtür steht das Entstehungsjahr. Sie ist als Fachwerk erhalten geblieben, die anderen Seiten wurden bereits im Jahr 1733 mit gelben Backsteinen erneuert. Da der erste hölzerne Glockenturm baufällig wurde, riss man ihn ab und baute ihn im Jahr 1825 neu auf. Dass die Kirche eine Kanzel aus dem Jahr 1573 hat, lässt nicht darauf schließen, dass man erst die Kanzel und 100 Jahre später die Kirche drum herum baute, vielmehr soll eine Kirche im Gebiet der Nordsee untergegangen sein, vermutlich infolge einer schweren Sturmflut.

Der Altar wurde geborgen und fand hier seine neue Bestimmung. Im 18. und 19. Jahrhundert war es in norddeutschen Seefahrergemeinden üblich, als Dank für seine gesunde Rückkehr ein Votivschiff zu stiften. Solche hängen auch in dieser Kirche an der Decke. Eines dieser Exemplare, die “Ansul Arnis”, wurde dem Landesmuseum Schleswig überlassen.

Sieseby

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© Ostseeford Schlei / Matzen

Ein ganzes Dorf steht unter Denkmalschutz, und warum das so ist, entdeckt man hier, Reetgedeckte Fachwerkhäuser zwischen blühenden Rapsfeldern, weiss getünchte Hauswände und dieses bezaubernde Flair, das bringt einen ins Träumen. Ob mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder auf der Wanderroute, Siesey ist Langsamzeit. Hier will man sich setzen und die Seele baumeln lassen. Der warme Wind haucht durch das Gesicht und die Sonnestrahlen tauchen die Landschaft mit diesem Ort in ein wundervolles Licht.

Hier will ich sein und hier will ich bleiben. Einen Moment. Und all diese eEindrücke und Erinnerungen an meine Zeit in diesem Ort mitnehmen und in mir behalten, bis zum nächsten Mal. Auf Wiedersehen, Sieseby – versprochen. So ziemlich das ganze Dorf mit all seinem Land gehört einer Familie. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb die Familie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg das Schleidorf für 615.000 Reichstaler.

Der Vorbesitzer hatte zuvor alle Häuser verschönern lassen und so weisen auf diesen Umstand an einigen Häusern noch die Initialen GAS für den Kaufmann Gustav Anton Schäffer, den Vorbesitzer, hin. Von Siesby aus gibt es einen verträumten Wanderweg, der zum Herrenhaus Bienebek führt. Hier ist die Herzogin von Schleswig-Holstein zuhause. In ihrem Besitz befindet sich auch die Wiege vieler eurpäischer Königshäuser, das wunderschöne Wasserschloss Glücksburg bei Flensburg.

Lindaunis

Schleibrücke
Lindaunis Gemeinde Boren | © weites.land

Lindaunis Gemeinde Boren | © weites.land

Es war der erste Juli 1881, als die insgesamt 79 Kilometer lange eingleisige Strecke Kiel-Eckernförde-Flensburg zunächst für den südlichen Abschnitt eröffnet wurde. Am 21. Dezember des selben Jahres folgte dann der Nordabschnitt.

Heute wird die gesamte Strecke im Stundentakt passiert und führt parallel zur Ostseeküste über die drei Halbinseln Dänischer Wohld, Schwansen und Angeln. Dabei fährt die Bahn über zwei der bedeutendsten Bauwerke, erst über die Levensauer Hochbrücke, welche den Nord-Ostsee-Kanal quert und später über die Klappbrücke bei Lindaunis, welche über die Schlei führt. Beide Brücken sehen in ihrer jetzigen Form ihrem Ende entgegen, selbst bestehender Denkmalschutz kann letztere wohl nicht retten.

War die Schleiquerung zunächst durch eine Drehbrücke gewährleistet, wurde die heutige Klappbrücke an dieser Stelle am 17. Juli 1927 in Betrieb genommen. Sie besteht aus zwei festen Stahlfachwerksegmenten auf südlicher und einem klappbaren Segment auf nördlicher Seite. Die beiden Fachwerksegmente gehörten früher zur Drehbrücker Taterpfahl, über die bis 1920 die Marschbahn fuhr und später durch die Hochbrücke Hochdonn ersetzt wurde. Die im Jahr 1997 unter Denkmalschutz gestellte Schleibrücke hat eine Besonderheit: Neben der Eisenbahn wird auch der Straßenverkehr wechselseitig über die gleiche Spur geleitet.

Einmal pro Stunde öffnet sich die Brücke für den Schiffsverkehr. Diese Brücken sind etwas fürs Herz, doch in Zeiten der Ökonomisierung zählen alte Werte und Kulturdenkmäler weniger als die Faktoren Zeit und Geld. So verliert Schleswig-Holstein in den nächsten vier Jahren zwei einmalige Sehenswürdigkeiten: die Levensauer Brücke durch die anstehende Kanalerweiterung und die Schleibrücke durch die Sanierung der Bahnstrecke.

Ulsnis

Ulsnis | © weites.land

Ulsnis | © weites.land

Irgendwo in Ulsnis steht er, der alte Kerl. Die Arme nach oben stemmt er einen schweren Stein. Der Alte, wie er genannt wurde, hatte einen Sohn. Der war noch größer und noch stärker als er selbst. Der Sohn wollte auf eigenen Füßen stehen und unabhängig sein. So watete er durch die Schlei und zog in die Gegend von Rieseby. Die beiden konnten nicht gut miteinander, beschimpften sich lautstark über die Schlei hinweg und bewarfen sich gelegentlich mit Findlingen.

In dieser Zeit, an der die Menschen noch an vieles glaubten und ihnen das neu aufkommende Christentum supekt war, wurden durchaus Kirchen errichtet und wieder zerstört. Der Alte baute eine Kirche und sein sohn am anderen Ufer bekam das mit. So baute er einfach eine größere Kirche als sein Vater und neuer Krach war vorprogrammiert. Wie bei den beiden üblich, beschmissen sie sich darauf hin wieder mit Findlingen, mit immer größeren Findlingen. Dabei zerstörten sie nicht nur ihre Kirchtürme sondern verletzten sich gegenseitig tödlich. Als der Alte von eiem der Riesensteine getroffen wurde, schlug er mit dem Kopf in die Schlei im Bereich der Halbinsel Nes am Gunnebyer Noor.

Ulsnis | © weites.land

Ulsnis | © weites.land

So nannte man den Ort nach dem Alten Ools-Nes, woraus Ulsnis wurde. Den Ort seines Sohnes nannte man dann Rieseby. Ja, rauh war der Umgang und die Geschichte, beweisen lässt sich der Hergang dieser Geschichte nicht, aber dass diese Orte im warsten Sinne steinalt sind, das zeigen Werkzeug- und Waffenfunde. Etwa 400 n.Chr. verließen Stammesteile der Angeln ihre Heimat und zogen nach Britannien, wo sie neue Siedlungen bauten. In der Nähe des Ufers bei Dallacker stehen in einer Reihe 14 große Steine, die der Sage nach von einem ausgezogenen Sippenältesten für sich und seine 13 Söhne gesetzt wurden. Noch im 7.Jh. bestand Angeln aus vielen Seen, Sümpfen und Urwäldern.

Ulsnis | © weites.land

Ulsnis | © weites.land

Kaum jemand lebte hier. Das änderte sich erst in den folgenden Jahrhunderten. In der Anfangszeit der Wikinger, etwa 811, hatte der dänische Fürst Gudfred die Herrschaft über Sliesthorp-Haitabu. Karl der Große erreicht in Verhandlungen, dass die Eider Greznfluss zwischen Frankreich und Dänemark wird. Im Jahr 1115 setzte König Niels von Dänemark den Herzog von Dänemark, seinen Neffen Knud als Statthalter von schleswig ein. Er soll das Reich an der Südgrenze verteidigen. Er war es, der die Grundlagen für eine staatliche Ordnung bildete.

Missunde

Missunde (Angeln) | © weites.land

Missunde (Angeln) | © weites.land

Wir stehen in Missunde auf der Halbinsel Schwansen. Umgeben von saftigen Wiesen und einem schmalen Strand schauen wir hinüber, auf die andere Seite der Schlei. Dort, in Angeln, liegt in ähnlich idylischer Lage ein weiteres Dorf. Das besondere dabei. Es trägt den gleichen Namen- eben auch Missunde. Unser Missunde ist Ortsteil von Kosel im Kreis Rendsburg-Eckernförde, drüben auf der anderen Seite der Schlei gehört das Missunde als Ortsteil von Brodersby zum Kreis Schleswig-Flensburg.

Beide Missunde haben einen kleinen Hafen und werden durch eine Fähre miteinander verbunden. Auf beiden Seiten der Fähren laden nette kleine Cafés zum Verweilen ein, entlang beider Ufer liegen romantische Wege für Fahrrad und Spaziergang. Auf der Halbinsel Schwansen liegt nahe Missunde das berühmte und recht elitäre Internat Luisenlund.

Brodersby

Haben Sie schon einmal ein Dorf mit nur etwa 525 Einwohnern kennen gelernt, welches aus mehreren Ortsteilen besteht? Brodersby ist solch ein Dorf, zu ihm gehören die Ortsteile Klein- und Groß Brodersby, Knös und Burg / Missunde. Aber auch Geel und Geelbyholz gehören dazu. Missunde ist hier separat beschrieben. Brodersby mit seinen Ortsteilen kommt auf eine Uferlinie von 7 Kilometern an einem der reizvollsten Bereiche der Schlei.

Missunde (Angeln) | © weites.land

Missunde (Angeln) | © weites.land

Zwischen Missunde und Missunde ist die Schlei gerade einmal 135 Meter breit. Wie beliebt die Region ist, zeigen die über 200 Wochenendhäusern und etwa 160 Liegeplätze für die Boote. 200 Übernachtungsmöglichkeiten und viele kleine Cafés laden ein. Das Dorf unterhält ein eigenes Touristenbüro und eine Postagentur. Eine eigene Marina, eine kostenfreie Slipanlage, ein Museum und eine Friseur, was kann ein so kleiner Ort noch mehr bieten. Brodersby ist auch anerkannter Erholungsort, wobei ich bei dieser Auszeichnung regelmäßig schmunzeln muss.

Denn, meist, so fühlt es sich an, bekommen die Orte die Auszeichnung, wenn ihnen nicht der anerkannte Luftkurort bescheinigt wird. Brodersby braucht diesen Marketinggag nicht, es darf selbstbewusst mit seinem Kapital wuchern – seiner Schönheit, seiner Gastfreundschaft und seiner Nähe an eines der schönsten Gewässer in Schleswig-Holstein. Vom Fähranleger in Missunde gibt es regelmäßig Schiffsausflüge nach Kappeln oder Schleswig. In der Nähe, dem Ortsteil Burg, gibt es einen tollen, flachabfallenden Badestrand. Auch, wenn traditionell Land- und Forstwirtschaft betrieben wird, der Tourismus steht im Mittelpunkt dieser kleinen agilen Gemeinde.

Dorfmuseum

Wer mehr über Brodersby entdecken möchte, besucht am besten das Dorfmuseum in der Missunder Fährstraße Nr. 4. Es ist ein besonderes Indiz dafür, wie sich die Menschen dieser Region mit ihrer Heimat verbunden fühlen. Wolfgang Schmidt hat lange und unermüdlich dörfliches und landwirtschaftliches Kulturgut gesammelt und mit diesem Grundstock im Jahr 1988 das Dorfmuseum zum Anfassen gegründet.

Heute kümmert sich der Museumsverein des Ortes um die Pflege der Ausstellung. Hier ist auch das Bürgerarchiv untergebracht. Man darf dieses kleine Dorfmuseum ernst nehmen, ich bin überrascht über diese Vielfalt. So wird eine historische Zahnarztpraxis genauso gezeigt wie ein Handwerks-Kontor oder ein Friseursalon. aus früherer Zeit.

Eine erhaltene Schmiedewerkstadt, altes landwirtschaftliches Gerät und gar ein Bienenmuseum machen Lust, sich in die damalige Zeit hinein zu versetzen. Eine ständige Begleitausstellung berichtet über die politische und militärische Entwicklung der letzten Jahrhunderte. Wie lebendig dieses Museum ist, zeigen regelmäßige Veranstaltungen wie der Museumsabend mit Kindern oder das „Offene Museum“.

Feldsteinkirche

Auf einer Anhöhe über dem Brodersbyer Noor, einem Nebenarm der Schlei, steht die kleine romanische Felssteinkirche „St. Andreas“ aus dem 12. Jahrhundert. An dem weiß verputzten Bau lehnt ein schwarzer hölzerner Glockenturm, der ein wenig niedriger ist als das Kirchendach. Vermutlich deshalb, weil früher die Steuern nach der Höhe des Kirchturmes bemessen wurden.

Ob die Brodersbyer die erhoffte Steuerfreiheit erreichten, ist nicht überliefert. Das Innere beeindruckt durch seine romanische Schlichtheit. Der Blick fällt zunächst auf das Triumphkreuz an der Südwand aus dem 15. Jahrhundert. Noch aus der Zeit des Kirchenbaus stammt der wuchtige Taufstein aus Granit mit einem umlaufenden Zierband. Ein Stück Predigtgeschichte erzählt die Doppelglas – Sanduhr, die auf der Kanzel von 1726 steht. Das eine Glas (Durchlaufzeit 30 Minuten) zeigt die Mindestdauer einer Predigt an normalen Sonntagen, das andere (60 Minuten) die an Feiertagen.

Vom Kirchberg hat der Besucher einen unvergleichlichen Blick über die ihm zu Füßen liegende Schleilandschaft.

Schleswig

sl-hafen-1820_MatzenSchleswig ist eine Stadt, die man leicht verkennt. Am Ende der Schlei gelegen, ist sie das Zentrum zwischen Kiel und Flensburg. Diese Stadt ist Heimat zwei sehr berühmten Gebäuden, die einem schnell ins Auge fallen. Kommt man vom Süden, so taucht die Schlei mit ihrer Stadtsilhuette auf und man bemerkt unweigerlich den Schleswiger Dom.

Dieser hat den dritthöchsten Kirchturm in Schleswig-Holstein. Fährt man dann weiter in die Stadt, so fasziniert das größte, im Renaissacestil erbaute Schloss in Schleswig-Holstein, das Schloss Gottorf auf. Schleswig ist die Stadt am Ostseefjord und diese Anbindung an die 40 Kilometer entfernte Ostsee hat diese Stadt geprägt. Schleswig hat sich in der jüngsten Vergangenheit zum kulturellen Zentrum Schleswig-Holsteins entwickelt und aus allen Regionen des Bundesslandes führen Spureen aus dem letzten 1000 Jahren genau hier hin.

Schloss Gottorf

sl-gottorf-9564_MatzenDas Schloss Gottorf dürfte in der Szene international einen bedeutenden Namen haben,  denn es hat eine der interessantesten und vielseitigsten Sammlungen an historischen Schätzen und Grabungen. Bilder historischer Expressionisten finden sich hier genauso wieder wie hunderte Jahre alte Moorleichen aus der nordeuropäischen Eisenzeit oder das berühmte Nydamsboot. Es ist das mit 1.700 Jahren älteste und immer noch seetüchtige Ruderboot Nordeuropas.

Im Jahr 1544 wurde Schleswig die Residenzstadt für die Gottorfer Herzöge und stieg damit zum politischen Zentrum von Schleswig-Holstein Gottorf auf. Dieses imposante Barockschloss entstand auf einer Insel der Schlei auf den alten Fundamenten der bischöflichen Residenz. Neben den untergebrachten Museen bildet der Park ein grünes Band bis zum Barockgarten auf der Anhöhe. Ein kleines Schlosscafè liegt romantisch im Gewölbekeller.

 Wikingturm

ofs-sl-9717_MatzenMan gebe einer Bausünde einen historischen Namen und schon ist er berühmt. Das recht „moderne“ Bauwerk aus den 70ern, ein 90 Meter hohes Wohngebäude am Ende der Schlei will so gar nicht ins Bild der Stadt passen, aber es bietet im Dachcafè einen weiten und traumhaften Blick über die Schlei.

 Schleswiger Dom

sl-hafen-3233_MatzenEines der auffälligsten Wahrzeichen der Stadt ist der St.Petri Dom. Seine Gründung geht auf das Jahr 1134 zurück, als an dieser Stelle eigentlich eine romanische Basilika errichtet werden sollte. Im 13.Jahrhundert erfolgte aber ein grundlegender Umbau zu einer gotischen Hallenkirche. Doch sollte es noch bis Ende des 10. Jahrhunderts dauern, bis die Kirche einen Turm bekam. Im Inneren ist der berühmte Bordesholmer Altar des Meisters de Schnitzkunst, Hans Brüggemann, zu bestaunen. Er ist für seine Schnitzkunst berühmt und schuf diesen Altar im Jahr 1521 ursprünglich eben für Bordesholm.

Altstadt

Hinter dem Dom führen schmale Wege und Gassen ziwschen den idylischen kleinen Häusern zum Rathausmarkt. Im ehemaligen Fanziskanerkloster ist heute das Rathaus untergebracht, der Rathausmarkt selbst ist umgeben von kleinen und lieblichen Cafès und Restaurants. Die Hausfassaden sind oft mit Rosen in allen erdenklichen Farben geschmückt. Das historische Bild der Altstadt ist weitgehend erhalten geblieben.

Kloster und Bibelgarten

Aus dem Mittelalter stammt die Anlage des St.Johannis Kloster. Sie zählt zu den besterhaltenen Klostern ihrer Zeit. Ein besonderer Müßiggang ist ein wandeln im Bibelgarten, hier sind Sträucher, Bäume, Blumen und Nutzpflanzen angepflanzt, die auch in der Bibel ihre Erwähnung finden. Das ursprüngliche Benedektinerinnekloster geht in seiner Entsteehung üner 800 Jahre zurück.

 Fischersiedlung Holm

sl-holm-8008_MatzenViele Menschen kommen allein ihretwegen nach Schleswig. Sie parken ihr Auto am Hafen und besuchen sie dann, alleine oder in Gruppen – die malerische Fischersiedlung Holm. Sie entstand im 18. und 19. Jahrhundert auf einer Schleiinsel. Um den zentral gelegenen Friedhof mit seiner kleinen Kapelle gruppieren sich die farebfrohen kleinen Fischerhäuser fast im Kreis. auch hier sind die Fassaaden mit Blumen geschmückt, eine kleine Eisdiele an der Ecke bietet Kaffespezialitäten und eben Eis. Im kleinen Holmmuseum wird die Geschichte dieses idylischen Ortes sichtbar.Erst im Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Holm (Insel) mit der Stadt über einen festen Damm verbunden.

Haithabu

Wikinger-Haithabu_94_MatzenHaithabu ist kein Zaubersoruch einer Hexe, es ist der Ursprung der Stadt Schleswig und eine frühzeitliche Stadt der Wikinger.  Der Name „Haithabu“ entstammt dem Dänischen und heißt übersetzt: „Bucht an der Schlei“. Heute ist es das Wikingermuseum im Land und lockt Menschen von nah und fern. Sieben rekonstruierte Wikingerhäuser, umgeben von einem Befestigungswall, kann man hier entdecken.

In diesen Flechtwandhäusern wandelt man auf den Spuren der Holzhandwerker oder Fischer. In besonderen Veranstaltungen bekommt man ein Gefühl für den Umgang mit Pfeil und Bogen oder lernt das Brot zu backen, ganz nach Wikinger Art. Anhand von Fundstücken, Texten, Modellen und Rekonstruktionen kann man sich in die Zeit der Wikinger gut zurück versetzen. Immerhin befand sich an diesem Ort im 10. Jahrhundert das bedeutendste Handelszentrum der Wikinger in Nordeuropa. Die Wikinger hatten sich hier als Kaufleute und Handwerker niedergelassen.

Informationen gibt es unter  wikingermuseum haithabu

Danewerk

Danewerk grenzt an dem Wallrig Haithabus und steht für eine Befestigungsanlage aus dem Grüh- bis Mittelalter. Vermutlich wurde es zwischen 650 und 1200 nach Chr. errichtet. Es muss sich über eine Länge von knapp 40 Kilometer erstreckt  und von der Schlei bis an die Treene herangereicht haben. Die Dänen erbauten diese Anlage, um sich vor den Slawen und Sachsen zu schützen. Etwa 80 Prozent der Anlage sind noch erhalten. Danewerk gilt als das größte archäologische Denkmal in Nordeuropa. Informationen gibt es unter danewerk museum

Zusammen

Die Länder Island, Dänemark, Schweden und Deutschland haben einen gemeinsamen Antrag bei der Unesco gestellt, alle Stätten der Wikingerkultur als gemeinsames Projekt in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen. Es unterstreicht einmal mehr die nahe Verwurzelung Schleswig-Holsteins mit Skandinavien. Schleswig war mit seiner Region lange in dänischer Hand. Erst der verlorene deutsch-dänische Krieg im Jahr 1864 brachte Schleswig nach Preußen. Doch sind in der Entwicklung zwischen den Ländern diese Grenzen gefallen, heute verbindet Schleswig-Holstein mit Dänemark eine tiefe Freundschaft und ein grenzenloses Miteinander.

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.