Amt Regionen

Probstei

Krummbek
Krummbek | © weites.land

Das Gebiet der Probstei befand sich einst im Besitz des Benedektinerinnenklosters in Preetz. Graf Adolf IV. von Schauenburg schenkte dem Kloster im 13. Jahrhundert die Ländereien der heutigen Probstei und den Flecken Preetz. Die Nonnen wollten nun die Felder bestellen und brauchten geeignete Menschen. So kamen diese aus Holland, aber auch aus Nordrhein-Westfalen und Hessen in diesen Teil der Halbinsel Wagrien, um sich als Handwerker oder Bauer eine neue Existenz aufzubauen.

Gab es im Umland Leibeigenschaft und Ausbeutung, so mussten die auf den Gebiet des Klosters arbeitenden Menschen lediglich den biblischen Zehnten abgeben, was für Ansporn und Wohlstand sorgte. So entstanden zahlreiche Höfe und prachtvolle Villen und Wohnhäuser, die auch heute noch vom einstigen Aufstieg und Wohlstand der Probstei berichten. Vor diesem Hintergrund wird auch die Namensgebung dieser Region verständlich.

Eine der abwechslungsreichen Besonderheiten sind mit Sicherheit im Herbst die Korntage. An den unterschiedlichsten Orten finden sich die ausgefallensten Kunstwerke aus Stroh. Die Menschen kommen zum Teil mit Bussen von weit her und entdecken auf Rundtouren die faszinierenden Figuren.

Barsbek

An Barsbek fahren wir oft vorbei und können es nicht lassen, zu ihm hinüberzuschauen. Die schönen alten Gebäude mit den noch viel älteren Bäumen und dem Dorfplatz, auch als Dorfanger bezeichnet, der wohl mit der Gründung des Ortes angelegt worden ist. Ein besonderes Ereignis ist die Krokusblüte im Frühjahr, die immer wieder viele Menschen fasziniert.

Zum Ort gehört das Naturschutzgebiet „Barsbeker See“, welches den einen ein Ort der Schönheit und Ruhe bedeutet, den anderen wiederum mit seiner besonderen Tier- und Pflanzenwelt beeindruckt.

Rund um Barsbek gibt es ausgedehnte Feld- und Wanderwege, die Ostsee ist von hier aus über solche Wege mit dem Rad oder zu Fuß gut zu erreichen. Der Weg führt dabei über den alten Deich und durch die Salzwiesen gleich zum Strand.

Bendfeld

Bendfeld hat gerade einmal natürlich schwankend 222 Einwohner. Und die lieben ihr kleines Dorf. Diese Liebe zeigen sie, in dem sie es erhalten wollen, wie es ist. Alte Höfe und die malerischen Niedersachsenhäuser, die früher kombinierte Wohn-, Lager- und Stallhäuser waren, prägen mit ihren kleinen Teichen diesen Ort.

In einer so malerischen Umgebung bietet sich der Urlaub auf dem Bauernhof an oder eine der Übernachtungsmöglichkeiten bei den privaten Vermietern. Wer einmal einen echten Einblick in das Dorfleben bekommen möchte, dem sei zudem ein Urlaub hier außerhalb der klassischen Saison ans Herz gelegt.

Brodersdorf

Wer vom Westen her in die Probstei kommt, also die alte Straße von Kiel nach Schönberg fährt, erreicht mit Brodersdorf den westlichsten Ort der Probstei. Man möge sich einmal vor Augen halten, welche Ländereien einst zum Kloster Preetz gehörten. Kommt man auf die Verkehrsinsel zu, fällt ein großes Tor auf dieser Insel auf. Es handelt sich dabei um das Probsteier Koppeltor, welches originalgetreu rekonstruiert wurde. Es bezieht sich auf das „Tor zur Probstei“.

Noch heute ist das kleine Dorf landwirtschatlich geprägt, doch woher stammt sein Name? Es gab einmal ein Adelshaus mit zwei Söhnen. Dem einen vermachte es einen Hof in Laboe, dem anderen gab es Land im Nachbarort. So kommt Brodersdorf denn auch von Bruders Dorf, also dem Dorf des Bruders des Laboer Hofbesitzers.

Fahren

Fahren ist imposant. Eigentlich kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn wir die Gehöfte mit ihrem alten Baumbestand sehen. Es scheint alles so zu sein wie früher und es wird sich Mühe gegeben, das Dorf genau so zu erhalten. Schön und beeindruckend ist es hier. Nur etwa 130 Einwohner hat Fahren und liegt am südlichen Rand des malerischen Passader Sees.

Fiefbergen

Fiefbergen ist der Beweis für das tolle Leben auf dem Land. Für die einen ist der Ort abseits von allem, für zahleiche Familien aber ist es hier ein Paradies und so wohnen heute 600 Menschen in diesem beschaulichen und doch so betriebsamen Dorf. Auch die wirtschaftliche Vielfalt ist beachtlich, denn landwirtschaftliche Betriebe existieren neben Handel und kleinem Gewerbe. Das Ausgefallenste sind aber die Bäume der Gemeinde. Vor allem die Idee, mit ihnen etwas zu machen. Dabei ist die Idee uralt und wir haben als Kinder und Jugendliche auch keinen Baum ausgelassen, um ihn zu beklettern. Doch hier kann man es und wer mag, kommt richtig hoch hinaus. Ob in luftiger Höhe in einer Hängematte oder einfach mal professionell einen hohen Baum erklimmen, ganz umweltverträglich, das bietet unter der neudeutschen Bezeichnung das Programm treewalk. Ein tolles Erlebnisprogramm für alle, die sich fit und geschickt genug fühlen. Informationen gibt es unter treewalk fiefbergen.

Höhndorf | Gödersdorf

Höhndorf mit seinem Ortsteil Gödersdorf – das ist ein Ort, durch den wir immer wieder durchfahren, wenn wir nach Schönberg möchten. Doch jedes Mal schauen wir nach links und rechts und bewunden die alt eingesessenen Höfe mit ihren schönen Dekorationen. Zu den Korntagen stehen auch hier die imposanten und ausgefallenen Strohfiguren. Höhndorf ist eigentlich das Einfallstor von der Holsteinischen Schweiz zur Probstei. Zwischen den Orten liegen ausgedehnte Felder, die jedes Jahr im Mai zur Rapsblüte die Landschaft in strahlendes Gelb verwandeln. Im kleinen Bauern- und Handwerksdorf wohnen gerade einmal knapp über 400 Einwohner, die sehr mit ihrem Ort verwurzelt sind.

Krokau

Die Geschichte Krokaus geht wie die der Probstei bis in das 13. Jahrhundert zurück. Der Name selbst beschreibt den Zusammenfluss zweier Gräben in Form einer Krücke. So war der ursprüngliche Name vielleicht Krückau.

Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in diesem beschaulichen Ort seine grausamen Spuren, bei einem Luftangriff traf eine Luftmine den alten Ortskern und setzte ihn komplett in Brand. Nur wenige Gebäude entkamen der Vernichtung. Ursprünglich als klassisches Rundlingsdorf angelegt, wurden nach der Zerstörung aber einige Höfe an anderer Stelle wieder aufgebaut, sodass Krokau seinen architektonischen Charakter grundlegend veränderte.

Was von der Veränderung verschont blieb, ist die warmherzige Dorfgemeinschaft, die Geselligkeit und Gastfreundlichkeit. Krokau bietet zahlreiche Ferienwohnungen in gut erreichbarer Nähe zu den umliegenden Orten der Probstei und zur nahe Ostsee.

Krummbek | Ratjendorf

In Krummbek gibt es einen wirklich lohnenswerten Laden: Stattfein. Wir kennen ihn aus unserer Zeit in Kiel und sind immer wieder gerne hier, um nach neuen alten Möbeln und ausgefallenen Landliebe–Accessoires zu stöbern. Und so entdecken wir auch immer ein Stück mehr diesen bezaubernden Ort. Schon der Laden mit seiner Werkstatt ist in einem der historischen Gebäude des Ortes untergebracht – in der Alten Meierei. Ich wüsste für dieses Geschäft mit seinem kleinen Café keine passendere Umgebung als Krummbek. Malerisch und romantisch mit seinen schön erhaltenen Gebäuden und farbenfrohen Gärten ist es immer wieder auch ein Ausflug für die Seele, in diesem Dorf der Probstei zu verweilen.

Nähere Informationen zu Stattfein gibt es unter alte meierei krummbek.

Laboe
Laboe

Laboe | © weites.land

Laboe hat die älteste Rettungsstation der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger an der Ostsee. Alte Rettungsschuppen erzählen davon und ein moderner Rettungskreuzer ist Stammgast im Hafen. Laboe ist natürlich entlang des Wassers sehr spannend, aber auch das Verweilen im Ort ist pure Erholung. Unser Stammlokal liegt in Laboe und wir nehmen oft für Familienfeiern oder für einen spontanen Cocktail mit Freunden den Weg dafür auf uns. Was wir an Laboe empfehlen können und was es mit diesem Ort so auf sich hat, das beschreiben wir in den folgenden Artikeln.

Laboe Ehrenmal | © weites.land

Marine-Ehrenmal: 85 Meter über Normalnull, 72 Meter hoch, von See her ein weithin sichtbares Monument, das ist das beeindruckende Marine-Ehrenmal. Nach dem verlustreichen Ersten Weltkrieg suchte man nach einem Ort, den 34.836 auf See gebliebenen Kameraden zu gedenken. Der ehemalige Obermaat Wilhelm Lammertz schlug 1925 dem deutschen Marinebund den Bau einer offiziellen Gedenkstätte vor.

Architekt Gustav August Munzer entwarf ein expressionistisches Bauwerk, welches sinnbildlich mit der Erde und der See festverwurzelt sein sollte und gen Himmel aufsteige wie eine Flamme. Am 08. August 1927 wurde der Grundstein auf dem Gelände eines ehemaligen Panzerturms der Kieler Hafenbefestigung gelegt. Die erste Bauphase, welche den Bau des Turms beinhaltete, konnte bereits nach 101 Tagen abgeschlossen werden. Doch die Wirtschaftskrise verhinderte den Weiterbau. Erst 1936 wurde das Denkmal nach dreijähriger Fertigstellung feierlich eingeweiht.

Das komplette Areal des Ehrenmals umfasst 5,7 Hektar, allein der Innenhof ist 7000 qm groß. In der historischen Halle zeigt eine Ausstellung die Geschichte der Deutschen Marine bis in die Gegenwart mit zahlreichen Exponaten und Schiffsmodellen. Um auf die Aussichtsplattform zu gelangen, erklimmt man die 341 Treppenstufen oder benutzt einen der beiden Aufzüge. Von der Plattform selber hat man einen Blick tief ins Landesinnere, aber auch weit über die Ostsee hinweg. Auf dem Gelände des Marine-Ehrenmals ist der beeindruckende Propeller des Schweren Kreuzers Prinz Eugen ausgestellt.

U-Boot U-995

U-Boot U-995 | © weites.land

U-Boot U-995: Das Boot U-995 entstand bei Blohm & Voss in Hamburg und wurde am 16. September 1943 in Dienst gestellt. Getauft auf den Namen „Hecht“ gehörte es zum Typ VII C, welcher bis Ende des Krieges insgesamt 639 Mal produziert wurde. Am 25. April 1944 kam der Einsatzbefehl zum Auslaufen ins norwegische Eismeer.

Wer eine solche Nähe zu dem wunderbaren Land Norwegen hat wie ich, der wird traurig bei dieser Epoche. Nach der deutschen Kapitulation  wurde es im norwegischen Drontheim am 08. Mai 1945 außer Dienst gestellt. Die Königlich Norwegische Marine übernahm das Boot zusammen mit zwei Schwesterbooten des gleichen Typs ab dem Jahr 1947 und setzte es am 1952 unter dem Namen „Kaura“ ein. Die offizielle NATO-Bezeichnung lautete „S-309“. Norwegen setzte die „Kaura“ als Schulungsboot und mit einer Besatzung von 45 Mann zur Küstenverteidigung ein.

An zahlreichen NATO-Übungen nahm das Boot teil. Wie geht man mit einem besiegten Feind um, der viel Leid und Tod über das eigene Land gebracht hat. Norwegen lag viel an der Aussöhnung mit Deutschland und so beschloss die norwegische Marine im Jahr 1965, als Zeichen der Versöhnung dieses Boot der deutschen Bundesmarine zu schenken. Der Schlepper mit dem bezeichnenden Namen „Fairplay 2“ trat am 14. Oktober 1965 den langen Weg nach Kiel an, mit der U-995 am Haken. In Deutschland suchte man einen geeigneten Ort, dieses Schiff aufzustellen und ein Konzept, es auch zu unterhalten.

Alle sahen die Kosten und kein Hafen oder Museum wollte das Boot haben. So kam es als Leihgabe an den Verein Deutscher Marinebund e.V. .Um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde es in den ursprünglichen Zustand gebracht. Vor Laboe baute man einen 500 Meter langen Kanal mit einer Tiefe von drei Metern und einer Breite von 42 Metern. So hing es am 13. Mai 1972 an den Seilen zweier Schwimmkräne, die es auf dem vorbereiteten Podest absetzten. Seit der Eröffnung dieses Technischen Denkmals kamen mehr als 12,5 Mio Besucher, um die beklemmenden Einsatzbedingungen der Soldaten zu verinnerlichen. Zusammen mit dem Marine-Ehrenmal soll es an die Grauen des Zweiten Weltkrieges mahnen.

Meeresbiologische Station im Naturerlebnisraum: Auf dem Gelände eines ehemaligen Campingplatzes gibt es seit Mai 1999 eine Meeresbiologische Station. Hier erfahren wir, was in dem Meer vor uns eigentlich passiert. Spannende Fragen machen neugierig und man erfährt, ob Muscheln schwimmen können oder was beim Seestern so auf dem Speiseplan steht.

Bisher habe ich mir eine Scholle auch eher auf dem Speiseteller angeschaut, aber hier muss ich mir die Frage stellen, warum genau dieser Fisch seine beiden Augen auf nur einer der Körperhälften trägt. Meeresbiologen bieten Führungen an und wer mit ihnen raus will, kommt mit auf die Forschungsbarkasse, die im Laboer Hafen liegt.

Die Meeresbiologische Station ist spannend für Kinder wie für Erwachsene. Der Naturerlebnisraum veranschaulicht den Einfluss von Wind und Wellen auf die Landschaft. Vor etwa 40 Jahren gab es hier nur Wasser und einen ganz schmalen Strand. Seither hat sich eine Dünenlandschaft gebildet. Informationstafeln informieren über die hiesige Küstenlandschaft, über die Tierwelt und Strandfunde, auch werden spannende und aufschlussreiche Führungen angeboten.

Hafen: Der Laboer Hafen hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Viel wurde investiert und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bis zu 750 Sportboote finden hier Platz und man hört das Klingen der Masten und das Schreien der Möwen. Der Duft von frischem Fisch dringt aus den Kuttern und die eingeholten Segel schlagen im Wind.

Dem historischen Hafen schließt sich die moderne Marina an. Ganz gleich, ob für Freizeitkapitäne oder Strandpiraten, das lebendige Hafenflair steckt mit seiner Lebensfreude an. Regelmäßige Veranstaltungen rund um den Hafen, Ausflüge zum Hochseeangeln, mit dem Fördedampfer in die Landeshauptstadt oder zum Nord-Ostsee-Kanal, all das sorgt für lebendiges Treiben. Der Laboer Hafen zählt zu den schönsten Häfen der Kieler Förde.

DGzRS – die Seenotretter: Vor über 150 Jahren wurde in der Nähe von Labaoe, in Kiel, eine der heute modernsten Seenotrettungsgesellschaften der Welt gegründet. Laboe hat mit knapp über 120 Jahren eine der ältesten Rettungsstationen an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Als man sie im Jahr 1894 einrichtete, fuhr man noch mit einem großen Ruderboot auf die Förde, doch bereits im Jahr 1911 stationierte die DGzRS ihr erstes Motorrettungsboot hier im Hafen.

In Laboe steht ein Team von neun hauptamtlichen und über 30 ehrenamtlichen Seenotrettern für den Notfall bereit. Nun hat die Gesellschaft ein neues und wirklich interessantes Informationszentrum. Gut im Hafen zu finden, bietet es Einblicke in die Geschichte und Arbeit der Retter. Auf einer Fläche von 80 Quadratmetern gibt es eine spannende Ausstellung vor einer interaktiven Erlebniswand und einem Fahrsimulator. Hier kann der Nachwuchs schon mal für später üben, einen echten Seenotrettungskreuzer zu lenken, wenn er sich bei Sturm und meterhohen Wellen seinen Weg zu den Verunglückten bahnt.

Aber auch die Papas und Mamas dürfen natürlich mal ran. Multimedial wird die Geschichte erzählt und viele Schiffsmodelle veranschaulichen die Historie. Für die Kinder gibt es eine Spielecke und zum Abschied können im kleinen Shop der Seenotretter noch ein paar Andenken erworben werden. Außerhalb des modernen Informationszentrums stehen die drei Rettungsschuppen, der älteste aus dem Jahr 1894 ist an der Rückseite des Hafenpavillons zu finden, an der Ecke zur Strandstraße.

Der zweite Rettungsschuppen an der Hafenstraße steht wie der erste unter Denkmalschutz, allerdings haben beide heute einen anderen Besitzer. Ganz in der Nähe befindet sich der aktuelle Schuppen mit Mannschafts- und Schulungsräumen und einer kleine Werkstatt. Über Vorträge und Schiffsführungen der Seenotretter informiert das Touristbüro. Mehr Informationen unter Seenotretter

Meerwasserschwimmhalle: Große Becken, eine Rutsche und ein Kinderbecken für alle Schwimmbegeisterten, eine tolle Sauna für alle, die mal richtig ins Schwitzen kommen wollen, das finden wir in der Meerwasserschwimmhalle. Nahe dem Hafen und direkt an der Kieler Förde gelegen, hat man von hier einen traumhaften Ausblick vom Wasser auf das Wasser. Zwei Kunststoffrohre mit einer Länge von 380 Metern holen in einer Tiefe von 10 Metern das Wasser direkt aus der Förde. Damit das Schwimmwasser sauber bleibt, wird es durch 10 Tonnen Filterkies gedrückt und auf die gewünschte Temperatur gebracht. So kann man mit gutem Gefühl auch bei schönem Wetter die Ostsee in wohliger Atmosphäre genießen.

Alte Lesehalle: Laboes erste Lesehalle stammt aus dem Jahr 1924/1925. Sie ist somit die erste Kureinrichtung im Ort. Ein 180°-Blick ermöglicht eine traumhafte Aussicht auf die Kieler Förde. Sie liegt gleich an der Strandpromenade und bietet in der Saison Figuren- und Puppentheater, Diavorträge, Lesungen oder kleine Konzerte an. Auch Hochzeiten können hier gefeiert werden. Im Untergeschoss lädt eine Tapas-Bar mit einer großen Außenterrasse ein.

Musikmuschel: Wie gern habe ich mich schon als Junge in die Promenaden gesetzt und den Auftritten der Musiker gelauscht. Die Begeisterung für solche Auftritte ist geblieben. Da spielt es kaum eine Rolle, welche Musikrichtung dargeboten wird. Vor der einzigartigen Kulisse vorbeiziehender Schiffe kommt das richige Urlaubsgefühl auf, wenn man alle Viere von sich streckt und den Chören, Musikern und Bands lauscht. Dabei geht das Repertoire von Oldie, Rock, Schlager, Country, Pop bis zu den Shanties. Am Sonntag spielen die Orchester die beliebten Promenadenkonzerte.

Rosengarten: In völlig neuem Gewand zeigt sich der Rosengarten an Hafen und Strand gelegen. Kann man hier in der Regel entspannt mit einem Fischbrötchen dem Treiben der Umgebung lauschen, ist es auch der Ort für Kunsthandwerkermarkt, Weinfest und viele andere Verstanstaltungen.

Freya-Frahm-Haus: Gustav Lage baute im Jahr 1896 das Haus in der Strandstraße 15. Das war der Großvater von Freya Frahm, die im Jahr 2010 als letzte Angehörige verstarb. Sie hat dieses Haus geliebt und gepflegt und sich oft an das Leben in diesen vier Wänden erinnert. Ihr sehnlichster Wunsch war es, dieses Haus wieder mit Leben zu füllen. So kam ihr die Idee, das Gebäude, was ihr lange ein Zuhause war, anderen Menschen zugänglich und einladend zu machen. Dafür vererbte sie es der Gemeinde Laboe, die nun einen Ort der Begegnung einrichten sollte. Mit dem Haus vererbte sie eine große Summe, mit der das Haus renoviert und unterhalten werden konnte. Informationen zum Freya-Frahm-Haus  entdeckt man hier: frey-frahm-haus

Die Mühle: Sie ist das eigentliche Wahrzeichen des Ortes. Im Jahr 1872 wurde sie erbaut. Doch ein verheerender Brand legte sie 1904 in Schutt und Asche. Zwei Jahre später wurde sie wieder aufgebaut, doch im Jahr 1914 brannte sie, diesmal aber vorsätzlich, wieder ab. Aber sie sollte bleiben, so baute sie der inzwischen gewechselte Müller im Jahr 1923 erneut auf. Bis heute gab es kein Feuer mehr, sie war zwischenzeitlich als Gaststätte in Betrieb, gehört allerdings mittlerweile zum dortigen Seniorenheim. Eine Besichtigung ist dadurch nur von außen möglich. Vom Hafen aus ist sie gut sichtbar am Hang zu entdecken.

Kurpark: Auch abseits des maritimen Lebens lässt es sich in Laboe gut aushalten. Der Kurpark bietet eine ruhige und grüne Oase. Er ist nur wenige Meter vom Strand entfernt. Ein Weg führt durch den Wiesenweg und Katzbek direkt dorthin. Die Schönheit des Parkes ist allemal einen Abstecher wert, vor allem kann man hier aber gut dem Trubel der Saison für eine Weile entfliehen und ein wenig für sich sein. Aber der Park hat durchaus auch Leben. Ein Spielplatz für Kinder, Minigolf für Jung und Alt und Freiluftschach für die geistige Frische. Die Spielfiguren leiht man an der Minigolf-Kasse. Im Sommer gibt es „Heigelin“, das ist eine wohltuende Freiluftgymnastik für einen frischen Start in den Tag.

Möwen sind im Park zu Hause, aber es sind andere als die vom Strand. Bei dieser sehr seltenen Art handelt es sich um die gemeine Laboer Lachmöwe. Und die macht mächtig Theater. Wer Ohnsorg mag, der wird diese Lachmöwen lieben. Im Gebäude des ehemaligen Kindergartens finden Sie die originale Bestuhlung des Hamburger Ohnsorg-Theaters und auch Bühnenvorhang und die Bühnenbretter, die für Heidi Kabel und ihre Kollegen die Welt bedeuteten, sind nun in Laboe. So genießen Sie in originellem Ambiente das tolle Programm des Lachmöwen-Theaters Laboe.

Oberdorf: Schleswig-Holstein ist alles andere als ein plattes Land und hier, in Laboe, wird es ganz besonders sichtbar. Der Ort liegt an einem Hang und ein Teil des Ortes auf Hafenniveau und ein weiterer oben auf dem Hügel. Das Oberdorf wurde ursprünglich als Rundlingsdorf gebaut, wie es in der Zeit des Mittelalters durchaus üblich war. Ein Spaziergang  wird mit einem großzügigen Blick über die Kieler Förde belohnt. Viele Ferienwohnungen liegen auf dieser Anhöhe. Drei Gebäude aus dem 16. Jahrhundert sind in ihrer Kernstruktur erhalten geblieben.

Anker Kirche Laboe: Was liegt näher als der Kirchengemeinde in Laboe den Namen Anker zu geben. Die Anker-Gottes-Kirche wurde erst im Jahr 1972 erbaut. Sie wird während der Saison gerne von Gästen Laboes besucht. Ein Schwerpunkt der Gemeinde sind die Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen aber auch das gemeinsam entwickelte Projekt „Kirche hilft helfen“. Weitere Informationen gibt es unter Kirche Laboe

Geschichte: Laboe ist untrennbar mit der Probstei verbunden. Graf Adolf II. rief die Bauern seiner Grafschaft auf, diese Region, in früher Zeit als Wagrien bekannt, zu besiedeln. Laboe war vermutlich schon vor dem Jahr 1240 ein slawisches Fischerdorf mit dem Namen „Lubodne“, was übersetzt Schwanenort heißt. So erklärt sich auch das Wappentier des Ortes.

Wie bereits erwähnt, war das Dorf ursprünglich als Rundlingsdorf angeordnet, was bedeutet, dass alle Höfe um einen großen Platz herum gebaut wurden. Rund um Laboe verlief ein befestigter Erdwall, der den Ort vor den vielen Wölfen schützen sollte, die die Gunst der Dunkelheit nutzten, Vieh zu reißen. Die Umgebung Laboes war dicht bewaldet. Im Jahr 1643 trafen die Dänen auf dem „Rüttersoll“ auf die verfeindeten Schweden. Eine grausame Schlacht um die Vormachtstellung an der Ostsee entbrandte nahe dem heutigen Friedhof.

Laboe wurde aber erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Hafenort. Fischer des Ortes bauten eine Landungsbrücke an der Ostseite des heutigen Hafenbeckens. Mit Hilfe von Spenden der Bürger aus der Probstei und dem finanziellen Einsatz des Klosters Preetz konnte nun ein Hafen gebaut werden, der die Ein- und Ausfuhr für die gesamte Probstei abwickeln konnte. Noch bis etwa 1925 schlugen die Menschen Raps und Korn im Laboer Hafen um, wobei die Pferdefuhrwerke im Hafengebiet sich oft stauten. Nach Ende des Ersten Weltkrieges ging es für Laboe wirtschaftlich abwärts.

Die Frachtschifffahrt brach ein, Fischer ernteten Seegras, welches sie für Matratzenfüllungen nach Hamburg verkauften, andere suchten nach dem Schrott von Übungsgranaten der Marine, um damit ein wenig Geld zu verdienen. Im Jahr 1936 wurde das Marine-Ehrenmal eingeweiht und pünktlich zu den Olympischen Spielen im selben Jahr entstand der Hafen an der Südmole für die unzähligen Regattasegler. Ein Kieler Professor war von Laboe so angetan, dass er seine Semesterferien regelmäßig hier verbrachte. Er machte den Vorschlag, dass die Einwohner des Ortes doch in der Saison ihre Zimmer an Gäste vermieten sollten, um sich ein wenig dazuzuverdienen.

Er selbst empfahl Laboe, wann immer es ihm möglich war. Dieses waren die Anfänge der Entwicklung zum Kurbad Ende der 70er Jahre. Bereits im Jahr 1886 gründete sich der Verschönerungsverein, der Laboe herausputzen wollte, Wege wurden angelegt, Bäume gepflanzt und Plätze gestaltet. Die Entwicklung des nahen Kiels durch die Kaiserliche Marine, die Fertigstellung des heutigen Nord-Ostsee-Kanals und die Expansion der Werften in Kiel sorgten zunehmend auch für mehr Touristen in dieser Region. Bis heute entwickelt sich Laboe kontinuierlich weiter und macht jeden Besuch des Ortes zu einem weiteren Erlebnis.

Bücher, Bildbände, Karten

Lutterbek

Lutterbek, das ist auch so ein kleines Dorf, welches den Charakter der Probstei auf besondere Weise prägt. Oft wird es links liegen gelassen, doch wer die Wege abseits der Bundesstraße nimmt, entdeckt auch dieses schöne Dorf mit seinen reetgedeckten Häusern. Lutterbek ist malerisch eingebettet in einer sanfthügeligen Landschaft der Hagener Au mit seinen vielen Knicks, Wiesen und Feldern. In diesem Umfeld zeigt sich ein Beispiel, wo Kreativität zu Hause sein und sich entfalten kann. Die Fotografin Linn Marx ist bestes Beispiel dafür. Sie hat sich hier eingerichtet und entwickelt sich, frei und offen, wie es nur an solchen Orten möglich sein kann. Ein Besuch auf ihrer Homepage lohnt sich, um auch auf diese Art ein Stück des Dorfes zu entdecken. Informationen gibt es unter linnmarx fotografie.

Kunst und Kultur auf dem Lande haben aber noch eine ganz andere Überraschung parat. Dieses kleine und aus Unkenntnis oft nicht beachtete Lutterbek, gerade einmal zwei Kilometer von der Ostsee entfernt, ist ein Geheimtipp für Ausstellungen, Konzerte oder Lesungen. Ein abwechslunsgreiches Veranstaltungsprogramm findet sich unter lutterbeker, spiegel eines dorfes.

Passade
Passade am Passader See | © weites.land

Passade am Passader See | © weites.land

Unser Dorf soll schöner werden, das dachten sich einst die Passader. Dafür brauchten sie gar nicht viel tun, sondern einfach so weitermachen, wie sie es bisher schon taten. In den Jahren 2003 und 2004 gewannen sie dann die begehrte Auszeichnung. Zuerst auf Kreis- dann auf Landes- und zu guter Letzt sogar auf Bundesebene. An der Schönheit dieses Dorfes hat sich bis heute nichts geändert und der Wettbewerb in der Probstei ist groß.

Wer hier einmal herfindet, wird berührt sein, vom Dorf am See mit seinen Höfen und den liebevoll geschmückten Wohnhäusern.

Vor diesem Hintergrund ist es wenig erstaunlich, dass aus dem Passader Backhaus die leckeren Bioprodukte kommen, die weit über die Grenzen der Probstei hinaus bekannt sind.

Prasdorf

Es hat schon seinen Grund, dass dieser Ort im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ den ersten Platz in Schleswig-Holstein und den zweiten in Deutschland belegt hat. Prasdorf ist einfach ein tolles Dorf. Alleine schon die Lage im Tal der Hagener Au, gelegen zwischen den hügeligen Wiesen, Weiden und blühenden Feldern, dazwischen teils urige Wälder, aber auch der Sinn der Menschen, ihr Dorf zu erhalten und schön zu gestalten, machen Prasdorf einfach besonders. Im Herzen des Ortes liegt der Dorfplatz mit dem benachbarten Teich. Uralte Bäume zieren die Straßen und alteingesessene Höfe sind hier zu Hause.

Einer der berühmten Gäste des Ortes war Udo Bockelmann, uns sehr bekannt als Udo Jürgens. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges zog Käthe Bockelmann mit ihrem Sohn Udo auf den Hof seiner Großmutter Elisabeth Arp. Im Dorf war sie „die schöne Lilli“.

Probsteierhagen
Schloss Hagen | @ weites.land

Schloss Hagen | @ weites.land

Blühende Bäume und Sträucher, zierliche Vorgärten und die alten Reethäuser entlang der kleinen Wege, eine schmale, leicht abfallende Dorfstraße, die zur Kirche mit dem zwiebelähnlichen Turm führt, etwas abseits das imposante Schloss Hagen, das sind ein paar Impressionen von Probsteierhagen. Die Nähe zur Ostsee und gleichzeitig zentral im Binnenland gelegen, dies verschafft dem landwirtschaftlich geprägten Ort seinen Reiz.

Kirche:

Schloss Hagen

Schönberg
Schoenberg in Holstein

Schönberg in Holstein | © weites.land

Für das Ostseebad Schönberg muss man eigentlich gar keine Werbung machen, der lange Strand mit seinen Buhnen, der grüne Deich mit seinen endlosen Radwegen und das Leben entlang der Ostsee ziehen jährlich unzählige Urlauber an. Und doch bleibt es beschaulich, die Menschen verlieren sich, sei es beim Bummeln im kleinen Ortszentrum oder aber am Strand.

Schönberg ist Zentrum des Amtes Probstei, zur Gemeinde Schönberg gehören die Orte Neuschönberg, Schönberger Strand, Holm, Brasilien und Kaliformien.

Holm ist bekannt durch sein weit sichtbares Hochhaus, welches einst ein erfolgreiches Hotel war und die anliegenden Ferienwohnungen. Der Charme der 70er Jahre ist unvermeidlich, von hier aus führen die Wege in wenigen Minuten mitten in die Natur oder eben zum Strand. Auf dem Weg dorthin verführen die frischen Fischbrötchen, denen einmal im Jahr ein eigener Tag gewidmet ist – der Weltfischbrötchentag.

Brasilien und Kalifornien sorgen immer wieder für Verzückung. Was muss man so weit reisen, um in die spannenden und schönen Regionen der Welt zu kommen, sie liegen genau hier. Kalifornien bekam seinen Namen im Übrigen, als Teile eines Schiffes an diesem Ort an den Strand gespült wurden. Der Name des Schiffes war „California“.

Schönberger Strand war bis 1975 Bahnstation und zieht heute immer wieder zahlreiche Eisenbahnfans zum Schauen und Mitfahren in einer der Straßenbahnen oder historischen Züge an.

Neuschönberg liegt in schöner Strandnähe, hier sind alte Höfe zu Hause, zahlreiche Ferienwohnungen, kleine Hotels und Pensionen bieten einen tollen Urlaubsplatz.

Kirche: Nahe des heutigen Nachbarortes Wisch stand das erste sakrale Gebäude. Die St. Georg-Kapelle, wohl im Jahr 1220 errichtet, doch wurde sie das Opfer eines schweren Sturmhochwassers. Deiche gab es zu der Zeit ja noch nicht, so sorgte das Meer immer wieder für weitreichende Überflutungen. Der Taufstein konnte gerettet werden und steht heute in der evangelischen Kirche.

In der Nacht vom 02. auf den 03. August passierte, was nie passieren durfte. Und um das zu verstehen, schaut man sich die Gebäude des Museums Probstei an. In einem Gebäude brannte es. Die ganzen Gebäude waren aus Holz und ihre Dächer mit Reet gedeckt. Funkenflug und immer größere Hitze setzten ein Haus nach dem anderen in Brand, sodass ein großer Teil Schönbergs Opfer der Flammen wurde. Auch die hölzerne Kirche gehörte dazu.

Doch die Bauern wussten auch, wem sie ihren Wohlstand zu verdanken hatten, es ging ihnen ja gut. So spendeten sie für den Wiederaufbau, die barocke evangelische Kirche konnte schon am 22. September 1782 eingeweiht werden. Sie gilt übrigens als Vorbild der Kirche in Kappeln.

Seebrücke:

Schönberg Probsteimuseum | © weites.land

Schönberg Probsteimuseum | © weites.land

Probstei-Museum: Umgeben von einem Bauerngarten befindet sich die historische Hofanlage mit ihren reetgedeckten Fachwerk-Lehmgebäuden. Hier wird die Geschichte der Probstei spürbar, Zusammenhänge zwischen religiösem Leben und der Arbeitswelt nachvollziehbar. Die unterschiedlichsten Lebensweisen zwischen Mägden, Knechten und den Bauern zeigen sich in dieser lebendigen und spannenden Ausstellung.  Der historische Hof Götsch wurde dazu aufwendig restauriert und gehört heute zu den markanten Gebäuden in Schönberg.

Märkte, landwirtschaftliche Vorführungen, frisches Brot aus dem Steinbackofen, Theater, Führungen, Lesungen oder Musik sind einige Beispiele für die Lebendigkeit dieses Museums.

Für Kinder gibt es ein spannendes und wirklich lohnenswertes Programm mit wertvollen bildungspädagogischen Ansätzen. Die Kinder und Jugendlichen wollen garantiert wieder hierher.

Museumseisenbahn Schönberg | © weites.land

Museumseisenbahn Schönberg | © weites.land

Museumseisenbahn: Als Kind aus einer Eisenbahnerfamilie schlägt mein Herz natürlich höher, wenn der alte Bahnhof „Schönberger Strand“ in mein Sichtfeld kommt. Eine Telefonzelle, ein Briefkasten aus längst vergangenen Tagen, mechanische Signale und ein originales Stellwerk, ein Bahnsteig mit historischer Überdachung – und dann Fahrzeuge, so weit das Auge reicht.

Ohne Öffnungszeiten, ohne Eintrittsgeld. Mit viel Liebe zu dieser Epoche werden hier schrottreife und vergammelte Schienenfahrzeuge auf Vordermann gebracht und die Schäden von Vandalismus, der leider auch vor diesen Exponaten nicht haltmacht, beseitigt. Regelmäßig starten auf das ganze Jahr verteilt von hier aus Museumsfahrten nach Kiel, die Straßenbahn dreht auf dem Vereinsgelände ihre Runden.

Kindheitsmuseum:

Informationen gibt es unter kindheitsmuseum schönberg.

Stakendorf

Stakendorf ist ein Dorf, wie ein Dorf sein sollte. Es liegt am östlichen Rand der Probstei gleich an der Ostsee. welches Dorf sonst hat schon einen eigenen Strand? Im Rahmen einer Dorferneuerung haben die Menschen hier verstanden, dass der Erhalt des Alten durchaus modern sein kann und so restaurierten sie mit viel Liebe die ehrwürdigen kleinen und großen Gebäude. Ursprünglicher kann ein solcher Ort kaum sein.

Eine Berühmtheit hat hier lange gewirkt. An ihn erinnert mitten im Ort ein Gedenkstein, an jenen, der medizinische Geschichte geschrieben hat. Eine der gefürchtetsten Krankheiten zu jener Zeit waren die Pocken beim Menschen. Der Lehrer Peter Plett hörte in seinen Unterrichtsstunden von Melkerinnen, dass Menschen, die sich mit Kuhpocken infizierten, vom Ausbruch der Pockenkrankheit verschont geblieben seien. Auf dem Hof Gut Wittenburg in Ostholstein engagiert, impfte er dort die drei Kinder und schützte sie so erfolgreich vor dieser Erkrankung. Das war im Jahr 1791. Erst fünf Jahre später entdeckte der englische Edward Kenner die Methode und wurde im Gegensatz zu Peter Plett weltberühmt.

Peter Plett starb am 29. März 1823 im Alter von 56 Jahren und wurde im Schönberg beerdigt. Lange musst er um die Anerkennung seiner Methode kämpfen und lebte nach seiner Pensionierung von einer bescheidenen Pension. Heute weiß man in diesem Ort, welch großartiger Mensch Peter Plett einst war.

Stein

Es gibt Menschen, die kommen zum Heiraten an den Strand von Stein. Der lange Sandstrand an der Kieler Förde, die imposante Steilküste, die Steiner Mole, das sind wohl die Stoffe, aus denen die Träume sind. Hier in Stein werden sie erlebbar. Das Maritime mit dem Landleben vebinden, familiäre Atmosphäre genießen, einen tollen Ausgangspunkt haben für vielseitige Angebote im Umland, dazu bietet sich der kleine Nachbar von Laboe perfekt an. Ferienwohnungen und Appartements in direkter Strandnähe machen den Ort Stein mit seinen nur etwa 780 Einwohnern zu einem tollen Gastgeber.

Stoltenberg

Schleswig-Holstein ist das Land der Seen. Und einer der schönsten ist der Passader See. Fast die Hälfte dieses Sees gehört zur Gemeinde Stoltenberg und das weiß sie zu schätzen. Ein kleiner Badestrand und die ländliche Idylle bringen immer mehr junge Familien dazu, hier ihr neues Zuhause zu finden.

Gerade einmal ca. 300 Einwohner gehören zu Stoltenberg und fragt man nach, so erzählen sie mit einem Strahlen im Gesicht, dass sie sich kaum vorstellen können, woanders zu leben. Stoltenberg – das ist für sie Zuhause.

Abseits der Hauptstraßen führen hier Feld-, Rad- und Wanderwege durch die ursprüngliche Natur, auch ohne Auto kommt man auf romantische und entspannte Art in die Umgebung.

Wendtorf

Als Kinder der 70er liebe ich den Charme der 70er. Und hier wird er erlebbar – in Wendtorf. Gleich am Ausgang der Kieler Förde gelegen zeigt sich dieser Ort als der vielleicht vielseitigste der Probstei. Und so zieht er auch Gäste mit den unterschiedlichsten Interessen an und wird ihnen durchaus gerecht.

Fangen wir aber mit den 70ern an, und das meine ich keineswegs ironisch. Man muss es schon mögen, aber man kann es auch mögen – das Ferienzentrum Marina Wendtorf mit seinem großen Yachhafen. Dieser zählt zu den größten in Schleswig-Holstein. An der Hafenpromenade lohnt sich für Träumer ein Abstecher zum kleinen Museumshafen. Hier liegen wahre Schätzchen des Vereins bzw. seiner Mitglieder, klassische Segelboote – natürlich aus Holz.

Das benachbarte Naturschutzgebiet Bottsand zeigt, dass es hier bei allem Betrieb wirklich entspannt und beschaulich zugeht. Ein Deich, ein großer Campingplatz gleich dahinter und ein schöner Strand liegen in direkter Nähe zum Altdorf mit seinem historischen Kern. Ein schöner Rundweg führt durch einen kleinen Park und eine alte Schöpfpumpe erzählt von ihrem Einsatz bei der Entwässerung des Binnelandes. Mit der Zeit entstand auch ein modernes und doch so dörfliches Wohngebiet, in dem es sich entspannt leben lässt. Umgeben ist Wendtorf von Wiesen und Feldern, beliebt ist Wendtorf für seine familienfreundliche Gestaltung. Wer Wendtorf besucht, wird verstehen, warum es bereits im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gewonnen hat. Wendtorf ist mit seinen knapp 1000 Einwohnern einfach schön und es ist mit seiner Art Botschafter dafür, dass die Probstei im gesamten In- und Ausland als eine der schönsten Regionen Schleswig-Holsteins wahrgenommen wird.

Wisch | Heidkate

Glaubt jemand, unser Norden sei ein flaches Land – na ja, das hatten wir ja schon. Aber auch hier steht wieder der Beweis, dass man für die Bergtouren ruhig in Schleswig-Holstein bleiben kann. Im Winter, bei ordentlich Schnee, bietet sich der Hausberg mit seiner Höhe von 18 Metern über dem Meeresspiegel zum ausgiebigen Rodeln an, außerhalb der Schneesaison zu ausgedehnten Holsteiner Bergtouren mit Fahrrad oder leichten Wanderschuhen und, wenn man daran gedacht hat, einem leckeren Fischbrötchen. Wo gibt es das sonst?

Im Tal, auf Meeresspiegelniveau angekommen, zeigt sich der zum Teil feinsandige Strand hinter dem Deich auf einer Länge von 3,7 Kilometern. Abschnitte für Hunde, zum Surfen oder für das Familienbad sind ideal für den unvergesslichen Ostseeurlaub.  Für die ersten Geh- bzw. Schwimmversuche auf dem Wasser bietet sich die Surfschule an.

Wisch ist ansonsten ein altes Bauerndorf und damit eines der ältesten der Probstei. Seine Ursprünge gehen bis ins Jahr 1216 zurück, ab 1880 begann dann die Eindeichung, um das Land vor den ständigen Überflutungen zu schützen.

Bücher, Bildbände, Karten

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.