Paddelreviere

Paddeln auf der Schwentine

Paddeln auf der Schwentine | © weites.land
Paddeln auf der Schwentine | © weites.land

Paddeln auf der Schwentine heisst auch Paddeln auf 13 Seen. Die Schwentine durchfließt auf ganzer Länge die weit über ihre Grenzen hinaus bekannte Holsteinische Schweiz. Zum Naturpark Holsteinische Schweiz gehören etwa 200 Seen, eingebettet in eine sehr vielfältige Landschaft. Jeder See für sich ist es wert, erfahren zu werden, aber es ist kaum in einem Leben zu schaffen. Orientieren wir uns also an dem etwa 55 Kilometer langen Fluss, der Schwentine, auf ihrem Weg in die Kieler Förde.

Man kann die Schwentine und ihre Seen in Etappen kennen lernen oder sie auf direktem Weg durchfahren. Alleine einige Seen sind so groß, dass Ausflugschiffe auf ihr fahren. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, bieten sich Rundfahren auf dem Kellersee und dem Plöner See an, aber auch die kombinierte Fünf-Seen-Fahrt. Viele Brücken und schöne historische Bauwerke, eine wilde und melodische Landschaft und die Ruhe vor dem Alltagslärm machen die Schwentine so beliebt. Gerade für die Einheimischen ist die Paddelsaison sehr lange, aber auch ein Urlaub für die komplette Erfahrung der Schwentine wird unvergessen sein. Auf 55 Kilometern geht es entspannt in Richtung Kiel.

Schöne Rast- und Übernachtungsplätze haben sich eingerichtet, bieten sich aber auch für einen Tagesausflug an.

Möchte man die komplette Schwentine erkunden, bietet es sich an, irgendwie an den östlichsten Teil des Großen Eutiner See`s zu kommen. Da die Einsetzstelle schwer zu erreichen ist, sollte man den kleinen Umweg vom Hallenbad in Eutin nehmen, dann ans Ende des Großen Eutiner See`s fahren, dort noch einmal rasten und dann los legen.

Grundsätzlich ist eine Befahrung ab der Quelle am Bungsberg nicht möglich. Erster Startpunkt ist der Eutiner See. Die zulaufende Urschwentine kann nicht befahren werden.

Die Schwentine erinnert leicht an die großen Paddelreviere in Schweden. Über die Seen bietet sich eine ufernahe Befahrung bei Wind an, aber jeder See kann auch einmal umrundet werden und beeindruckt damit aus den unterschiedlichsten Perspektiven.

Das spannende an der Schwentinefahrt ist sicher die Abwechselung von Natur und Kultur. Aus der Wasserperspektive fährt man oft vor dem Panormana der schönen und historischen Kleinstädte, die vom Leben am See oder am Fluss geprägt sind. Zwischen den Städten taucht man immer wieder ein in die tiefe und fast unberührt wirkende Natur Schleswig-Holsteins.

Der Naturpark „Holsteinische Schweiz“ ist sicher eine der schönsten Regionen Deutschlands. Schleswig-Holsteins Binnenland zeigt sich hier von einer für den typischen Schleswig-Holstein-Urlauber sicher unbekannten und sehr faszinierenden Seite.

Einsetzstelle Redderkrug

Diese Einsetzstelle ist in der offiziellen Kanukarte vorhanden, aber nicht empfehlenswert. Es sei denn, man nimmt mit einem Bootswagen einen längeren Weg auf sich. Es gibt keine direkte Zufahrt und auch keine geeigneten Parkmöglichkeiten. So schön dieser Platz ist, so ist er für allein Radfahrer und Fußgänger erreichbar.

Einsetzstelle Eutin Hallenbad

Hier gibt ein ein paar Parkplätze, sehr begrenzt auch für Trailer, die Zufahrt ist gut und man kann sein Boot bequem im seichten Wasser oder gleich neben dem Schiffsanleger einsetzen. In 2016 ist hier vor allem an den wochenenden aber mit Andrang durch die Landesgartenschau zu rechnen, die wenige Meter entfernt beginnt und bis an die Ufer des Eutiner See`s geht.

Einsetzstelle Eutin-Fissau Mühle

Parkplätze sind  hier vorhanden, auch die Zufahrt ist leicht. Man kommt über die Umgehung nach Bad Malente außerhalb der Stadt vorbei, biegt rechts nach Fissau und dann gleich links auf den Parkplatz ab. ab. Gleich neben dem Parkplatz befindet sich die sehr engagierte Kanuvermietung Keusen, die auch alles rund ums Kanu verkauft und auch einen Tariler- und Anhängerhandel mit Vermietung betreibt.

Einsetzstelle Eutin Fissau Fährhaus

Die Einsetzstelle ist sehr komfortabel zu erreichen. Sehr gute Parkmöglichkeiten auch mit Trailern, entspannter Ablauf. Zum Start oder nach einer Rundtour lädt das Fissauer Fährhaus mit kleinen Gerichten oder Kaffee, Kuchen und Eis ein.

Einsetzstelle Bad Malente Schiffsanleger Janusallee

Kommt man aus Richtung Eutin nach Malente, so kommt auf der rechten Seite ein Hinweis zur Kurcius-Klinik. Nach diesem Hinweis nimmt man die nächste Möglichkeit rechts in die Janusallee und fährt diese bis zum Ende. Dort gibt es Parkmöglichkeiten. Von hier aus ist der Einlasssteg neben dem Schiffsanleger „Janusallee“ ganz nah. In der Saison fahren hier regelmäßig und unaufdringlich die Ausflugdampfer des Kellersee.

Einsetzstelle Bad Malente Klaus Groth Weg

Etwa 150 Meter vom Ufer befindet sich ein großzügiger Parkplatz, nicht nur für Paddler. Das niedrige Ufer erlaubt einen bequemen Einstieg. In direkter Nachbarschaft lässt die Segler-Vereinigung Bad Malente ihre Boote ins Wasser.

Einsetzstelle Bad Malente Gremsmühlen

Nahe dem zur Zeit geschlossenen Mühlenrestaurant ist eine gut zugängliche Einsatzstelle. Um in den Dieksee zu gelangen, nimmt man von hier aus die Rollenbahn, wenn das Boot nicht breiter als einen Meter ist. Oder man nimmt diesen Ort für eien Tour flussaufwärts. Parkmöglichkieten sind oberhalb vohanden, für Trailerbetrieb ist der Platz aber ungeeignet.

Einsetzstelle Bad Malente Dieksee

Vor oder nach der Tour ist ein Besuch im Restaurant „Bootshaus“ sehr zu empfehlen. Gediegene und entspannte Athmosphäre. Von hier kann man das Boot gut ins Wasser lassen, Bootswagen wird aber für eine Strecke von etwa 100 Meter benötigt. Parken in direkter Nähe ist schwierig, etwa 400 Meter entfernt ist aber am Bahnhof genug Platz vorhanden. Für Trailer ist dieser Platz kaum geeignet.

Einsetzstelle Timmdorf

Gleich neben der Badestelle des Behler See bietet der seichte Zugang eine gute Einsetzmöglichkeit. Der Zugang vom Parkplatz aus liegt zwischen 50 und 100 Meter. Der Parkplatz ist großzügig und bietet auch für Gespanne sehr gute Möglichkeiten. Ein WC unterstützt die entspannte Abfahrt und Ankunft an diesem Platz.

Einsetzstelle Plön Ölmühle

Nahe der offiziellen Einsatzstelle Ölmühle befinden sich zum einen das Info-Zentrum Schwentine, zum anderen eine traditionelle Fischräucherei. Informationen gibt es hier. Aber zurück zum Kanu: Ein Holzsteg macht das Einsetzen von Boot und Fahrern kompfortabel. In der Nähe kann man problemlos parken. Das Boot transportiert man weniger als 100 Meter am besten mit dem Bootswagen.

Einsetzstelle Plön Fischerei Reese

Fischerei Reese ist auch als Lokal ein guter Grund, hier abzulegen oder wieder anzulanden. Parkplätze an der Straße sind ausreichend vorhanden, auch mit einem Trailer sollte hier Rangieren und Parken klappen. Etwa 50 Meter ist das Boot zu transportieren, denn das Grundstück der Fischerei ist privat. Wer es also ins Kanu schafft, der bekommt es auch hin, die paar Meter zu laufen.

Einsetzstelle Plön Zentrum Bootshafen

An der Stadtschwentine bietet der Schwimmsteg einen kompfottablen Einstieg ins Wasser. Parkmöglichkieten sind in der Nähe am Wochenende kostenfrei, ansonsten muss man einen etwas weiteren, aber schaffbaren Weg zu Fuß auf sich nehmen. Aber dafür sitzt man ja dann auch lange genug.

Einsetzstelle Plön Appelwarder

In der Stadtbucht Appelwarder gibt es abgehend vom Stadtseeweg eine Zufahrt zum Anlehesteg. Von hier aus lässt sich das Boot bequem zu Wasser lassen. Zufahrt und Parken sind auch für Gespanne sehr komfortabel.

EinsetzstellePlön Kleiner Plöner See

Von Plön aus  in Richtung Ascheberg / Neumüsnter kommt am Ortsausgang ein großer Parkplatz mit idylischem Blick auf den Kleinen Plöner See. Schon vom Parkplatz aus hat man einen herrlichen Blick auf den See, der noch mehr Lust macht, hier einzusetzen. Ein kleiner Imbiss stillt Hunger und Durst. Der Parkplatz ist sehr gut für Trailer geeignet. Man muss wenige Meter von hier aus den Hang hinunter zum See gehen, dann geht es entspannt los. 

Einsetzstelle Ascheberg

Eine sehr schöne, aber schwer erreichbare Stelle liegt an der Badestelle in der Nähe des Campingplatzes Ascheberg. Von hier aus ist man in mitten der schösnten Umgebung des Plöner See`s. Allerdings ist das Parken in der Nähe kaum möglich.

Einsetzstelle Wahlstorf

Beim Fischer Bock gehts ins Wasser. Doch zum Start oder dann bei der Rückkehr lädt sein Lokal mit toller Seeterrassezu leckeren Gerichten oder Kaffee und Kuchen ein. Etwa 50 Meter geht es abwärts zu Fuß zum Fuhlensee. Ein paar wenige Parkmöglichkeiten vorhanden, Trailer müssen ein paar hundert Meter umgeparkt werden.

Eine kleine Gebühr für die Nutzung der Einsetzstelle geht an Fischer Bock.

Einsetzstelle Preetz Brunnenweg

Die offizielle Einsetzstelle befindet sich am Kirchsee und ist gut von der Seestraße aus zugänglich. Ein paar kleine Parkplätze stehen zur Verfügung. Hier geht es seicht ins Wasser. Zu erreichen ist die Stelle über den Brunnenweg in Preetz.

Einsetzstelle Preetz Schellhorner Straße

Östlich des Schwentinezuflusses am Kirchsee liegt diese offizielle Einsetzstelle. Parken ist weniger als 100 Meter abseits an der Schellhorner Straße möglich.

Einsetzstelle Schwentinetal-Raisdorf B 202

Zwischen Raisdorf (Schwentinetal) und Oldenburg überquert nahe Schwentinetal die B 502 die Schwentine. Vor der Brücke in Fahrtrichtung Oldenburg rechts abbiegen, ein kleiner, aber in der Saiso und am Wochenende sehr beliebter Parkplatz steht zur Verfügung und lässt ein entspanntes Einsetzen mit dem Boot zu. Ist der Parkplatz voll, lädt man das Boot ab und sucht sich im wenige hundert Meter entfernten Wohngebiet einen Platz. Für Trailer ist die Stelle in der Saison kaum geeignet.

Einsetzstelle Oppendorfer Mühle

Unterhalb der beiden Wasserkraftwerke befindet sich die Oppendorfer Mühle. an diesem ausflugslokal kann man die Boote gut zu Wasser lassen. Parkmöglichkeiten sind begrenzt am Straßenrand vorhanden. Der Betrieb mit Trailern ist hier kaum möglich. Zu erreichen über Schwentinetal-Klausdorf, über den Wasserwerkweg.

Einsetzstelle Kiel-Wellingdorf B 502

Unter der Brücke der B 502 (Kiel – Heikendorf)  gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten und einen leichten Zugang zur Schwentine. Das Ufer ist befestigt und das Boot kann direkt vom Fahrzeg ins Wasser. Es ist die südlichste Einsetzstelle für eine Kanutour flussaufwärts. Diese Stelle ist für Trailer gut geeignet. Zufahrt ist über Kiel-Wellingdorf, dann über die alte Schwentinebrücke vor dem Mühlenrestaurant. Von Kiel aus kommend fährt man rechts zu den Brücken. In diesem gebiet legen aus die Ausflugschiffe der Schwentine ab.

Einsetzstelle Kiel-Wellingdorf Segelhafen

Der Segelhafen liegt in der Schwentinemündungund eignet sich für Touren in die Kiefer Förde.  Startet man von hier aus fluss aufwärts in die Schwentine, muss das Boot bereits 200 – 300 Meter weiter an der Fischtreppe umgetragen werden. Der Schwimmsteg im Segelhafen ist nicht mit dem PKW erreichbar, etwa 50 Meter muss das Boot getragen oder mit dem Bootswagen transportiert werden. Parkplätze sind in der Nähe aber ausreichend vorhanden.

Großer Eutiner See   ca 5 Kilometer

Dies Tour ist für Anfänger und Gruppen gleichemaßen geeignet.

Idealer Einstieg in die Schwentine ist der Bootssteg neben dem Hallenbad in Eutin. Die Urschwentine von der Quelle bis in den Größen Eutiner See ist unpassierbar. Zum einen ist sie von Frühling bis Herbst zum Schutze der Natur gesperrt, zum anderen aber so eng und dicht bewachsen, dass es wirklich wenig Sinn machen würde. Diesen Teil entdeckt man besser zu Fuß.

Der Eutiner See für sich ist schon ein schönes Gewässer. Am Rande sieht man die Silhuette der Stadt Eutin mit ihrem Schloß und der Landesgartenschau 2016, zum anderen beeindruckt das historische Freibad an der Holzbrücke, hier liegt der Eintritt bei einem Euro.

Fährt man den Großen Eutiner See hinaus und lässt die Stadtgrenzen hinter sich, erinnert der See an eine fjordähnliche Landschaft in Skandinavien. Im See gibt es einige Inseln, die aber, wie alle Binneninseln in Schleswig-Holstein, nicht betreten werden dürfen. In der Stadt gibt es derzeit keinen offizielle Anleger, im weiteren Verlauf kann man zur Rast an den bewaldeten Ufern ansetzen. Um den See ausgiebig zu befahren, sollte etwa zwei Stunden einplanen.

Kellersee  ca 15 Kilometer (Rundfahrt)

Wie wäre es, sich einen Tag an drei Orten verpflegen zu lassen? Beginnen könnte der Tag mit einem kleinen Mittagessen im Fissauer Fährhaus. Im Anschluss wird gleich hier das Kanu zu Wasser gelassen. Parallel zum rechten Ufer geht es in nordöstliche Richtung bis zum Uklei Fährhaus. Ein kleiner Strand mit seichtem Wasser lässt hier recht gut anlanden.

Zur rechten Kaffeezeit gibt es lauschige Plätze auf der Terrasse und leckeren Kuchen oder Eis und kalte und warme Getränke. Nun geht es am Ufer weiter in westliche Richtung am hügeligen und bewaldeten Ufer mit seinen kleinen Buchten.

Zur frühen Abendzeit wird der Stopp in der Seehütte eingerichtet. Sie ist bekannt für leckere Fischbrötchen und Fischgerichte. Wer dann schneller zurück möchte, paddelt in südliche Richtung wieder zum Anleger oder zum nahen Campingplatz, um dort zu übernachten. Wer noch Muße hat, nimmt den Weg nach Westen bis Malente, vorbei an den Drehorten vom Ferienhof Immenhof, der gerade neu aufgebaut und im Stil der berühmten Filme neuer Gastgeber der Region werden möchte. Die Tour erfordert schon Kondition, aber bei normaler Witterung ist das Wasser glatt und die Athmosphäre herrlich entspannt.

Bei mittlerem Wind gibt es allerdings aufgrund der Größe des See´s Wellenbildung. Die reine Fahrtzeit beträgt je nach Kondition 6 – 8 Stunden.

Dieksee  ca 8 Kilometer (Rundfahrt)

Sielbek – Timmdorf (Etappe)

Plöner See – Stadtrundfahrt ca 5 – 8 Kilometer (Rundfahrt)

Am Ascheberger Parkplatz geht es los. Nur noch eine Pommes und eine Cola am Imbiss und dann geht schon das Boot im Kleinen Plöner See zu Wasser. Hier drehen wir nach links in die Schwentine, die nach kurzer Zeit wie ein kleiner See wirkt. Fast gegenüber geht es wieder über ihr schmales Bett hinaus in den Mühlensee. Wir halten uns links bis zum zweiten Abfluss, in dem uns die Schwentine unter die B 430 rechter Hand an Spitzenort vorbei führt. Vor uns liegt die Prinzeninsel.

Gerade zu lädt der Strand zum Anlanden und zu einer kurzen Rast am Kiosk ein. Im Sommer ist hier auf Schwimmer und Strandgäste zu achten. Weiter geht es um die Prinzeninsel herum und linker Hand parallel zum Ufer entlang. Über uns trohnt das imposante Plöner Schloss. Hinter dem Restaurat Seeprinz, welches wie auf einer Halbinsel ins Wasser ragt, geht es zum Bootshafen, dort vorbei über die Schwentine bis zum Schwanensee.

Wir behalten die Richtung und biegen dann ziemlich genau gegenüberliegend in die Verbindung zum Stadtsee. Von hier aus halten wir uns immer links parallel zum Ufer und kommen bald wieder zu unserem Ausgangspunkt.

Diese Tour lässt sich beliebig erweitern, eine Karte ist aber sehr empfehlenswert, um sich durch die vielen Verzeigungen und kleinen Inseln durch zu navigieren. Plön ist umgeben von Wasser und faszinierend, mit dem Kajak oder Kanu zu entdecken.

Großer Plöner See Fischertour  ca  12 Kilometer (Rundfahrt)

Preetz – Raisdorf  ca 10 Kilometer (Etappe)

Einen sehr entspannten und wunderschönen Streckenabschnitt  bietet diese Etappe. Startplatz ist die Einsetzstelle Brunnenweg. Von hier aus geht es beschaulich durch eine ungestörte Tier- und Pflanzenwelt.Diese auch für Gruppen und Familien bestens geeignete Tour führt zum alten und mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Wasserkraftwerk in der Schwentine. Durch die Aufstauung entstand hier der Rosensee, der Teil des Gartenparks der Erbauer dieses schönen Industriegebäudes ist.

An den beiden Wasserkraftwerken muss das Boot umgetragen werden. Etwa 1,5 Kilometer nimmt nan mithilfe eines Bootswagens den parallel zur Schwentine verlaufenen Weg und setzt das Boot dann hinter dem zweiten nicht weniger schönen Krafwerk wieder an einem Holzsteg ein.

Unterwegs kann man immer mal wieder entspannt ans Ufer, dabei sollte man aber aus Gründen des schutzes von Tieren und Pflanzen nur in unbewachsene Buchten fahren und das Boot bei einer Rast weit genug aus dem Wasser ziehen. Fährt man früh genug los, schafft man die Tour auch wieder zuück, ansonsten hat ja vielleicht eine Fee das Auto schon am Zielort abgestellt.

Plön – Wahlstorf  ca  16 Kilometer (Etappe)

Wahlstorf – Preetz – Wahlstorf  ca  (Rundfahrt)

Kiel – Oppendorfer Mühle – Kiel  ca 10 Kilometer (Rundfahrt)

An der Schwentinebrücke der B 502 in Fahrrichtung Oldenburg geht es los. Ein kleiner Parkplatz bietet ausreichend Möglichkeit, das Boot ins Wasser zu lassen. Dieser Platz ist im Sommer sehr begehrt. Nun geht es durch eine wilde Landschaft ziwschen Bäumen und Schilf auf dem hier recht breiten Fluss  aufwärts. Nach fast sechs Kilometern lockt die Oppendorfer Mühle mit Biergarten und Restaurant in lauschiger Umgebung. Hier trifft man Gleichgesinnte. Allerdings muss man sich die letzten 200 Meter nochmals etwas erarbeiten. Wenn der Fluss an dieser Stelle Niedrigwasser führt, kommt man nur schwer gegen die Strömung an. Dann heisst es aussteigen und treideln. Und treideln heisst für  Landratten, das Boot an einer Leine durchs Wasser ziehen. Um so schneller geht es die ersten zweihundert Meter dann wieder zurück.

So ein bisschen wirkt in diesem Streckenabschnitt die Schwentine wie der Amazonas in Miniformat. Selbst Supfschildkröten leben hier und die vielfätige Geräuschkulisse der gefiederten Freunde entführt für einen Moment in eine andere Welt.

Eutin – Kiel  ca 55 Kilometer  (Vier Tages Tour)

Kieler Förde

Wer Kiel erreicht hat, wird verführt, die Kieler Förde zu befahren. Das sollten allerdings ausschließlich wirklich erfahrene Paddler tun. Auf der Förde fahren Schiffe, kleine und große. Auf keinen Fall sollte man der Versuchung erlegen, mal gegen das Blech der Fährschiffe zu klopfen. Legen sie ab, ist der Sog der Schrauben und Bugstrahlruder so stark, dass ein kleines Boot ohne Chancen ist. Dann sind die im Verhältnis kleinen Fördedampfer auf Tour. Die sind sehr wendig und schnell. Sie bewegen sich nach vorne, nach hinten und zur Seite. Unbedingt Abstand halten. Meine Empfehlung, wer auf der Förde paddelt, sollte wirklich Übung in einem Kanuclub mit offenem Wasser gesammelt haben. Alles andere kann lebensgefährlich sein. Die Förde darf nur bei Tageslicht befahren werden. Aber dann ist eine Tour nach Laboe ein Traum.

 

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