Flüsse Gewässer

Osterau – Bramau

Bad Bramstedt, Tourismusbüro der Stadt Bad Bramstedt, Marketingkooperation Städte in Schleswig-Holstein e.V.

Sie gehört zu den 10 schützenswertesten Gewässern in Deutschland und überwindet einen Höhenunterschied von 14 Metern, dabei ist sie ganze 26,2 Kilometer lang: Die Osterau -Bramau in Schleswig Holstein.

Im Segeberger Forst in Heidmühlen treffen sie sich, die Radesforder Au und die Rothenmühlenau. Gemeinsam bilden sie von hier an die Osterau. Sie gehört zu den wenigen, auf ganzer Länge nicht begradigten Auen.

In Bad Bramstedt verbindet sie sich wieder, dieses Mal mit der Hudau. Von hier aus fließt sie als Bramau in die Stör.

Zunächst geht es durch sandige Waldgebiete, dann durchschängelt sie eine echte Auen- und Wiesenlandschaft. Unterwegs durchstreift die Osterau – Bramau immer wieder dichte Wälder. Erlen säumen die Ufer und die knorrigen Wurzeln unterstreichen die Urigkeit dieser Landschaft. Kurz vor der Stör geht es durch die moorige und faszinierende Landschaft bei Wrist.

Wer Lust hat, diesen weitgehend naturbelassenen Fluss in seiner Besonderheit mit dem Kanu zu erleben, spürt ein Stück Wildnis Schleswig-Holsteins. Umgestürzte Bäume und in den Fuss ragendes Strauchwerk werden schon mal zum Aussteigen und Umtragen zwingen, doch die Tour auf einem der idyllischsten und ursprünglichsten Flüsse wird unvergessen bleiben. Unterwegs spielen die Vögel ihr Konzert, der Wind rauscht durch den dichten Blätterwald und die Strömung untermalt mit ihrem beständigen sanften Plätschern die Stimmung.

Heidmühlen

An der „Quelle“ der Osterau liegt der kleine idyllische Ort Heidmühlen. Viele Menschen finden zum Tierpark Eekholt hierher. Doch dieser Ort hat noch eine andere Besonderheit. Seit 2001 finden hier regelmäßig Dreschfeste statt. Dann kommen Menschen aus allen Landesteilen und aus Dänemark, um die alten Ackerschlepper und historischen Erntemaschinen zu bestaunen. Voll funktionsfähig veranschaulichen sie die Arbeit in ihrer aktiven Zeit.

Eine toll gemachte Internetseite gibt es unter dreschfeste heidmühlen.

Eekholt

Sein Gelände ist der Wald, angrenzende Feuchtwiesen und das Moor. Mittendurch windet sich der kleine Fluss Osterau. Genau diese eingebundene Natur macht den Naturpark Eekholt so besonders.

In einer Werbung nennt die Mutter nur laut den Namen eines Schokoladenproduktes und dann kommt gleich die ganze Familie. Tiere sind da gar nicht anders. Wenn es was zu Futtern gibt, sind sie da. Dann entdeckt man die Tiere, die ganz verschlafen aus dem Bau kommen oder sich aus anderen Gründen gerade nicht in der Öffentlichkeit zeigen wollten. Der Fuchs, die Otter und der Wolf – hier sind sie und hier darf man sie kennenlernen. Bei der Fütterung stehen die Tierpfleger dabei gerne Rede und Antwort.

Die Idee ist, uns die heimische Tierwelt näherzubringen, uns ein Gefühl für und einen sicheren Umgang  mit diesen zum Teil bedrohten Arten zu entwickeln und ihnen vielleicht mit anderem Respekt neu zu begegnen. Welche Zusammenhänge es gibt zwischen Natur, Zivilisation, Pflanzen und Tieren, das wird in verschiedenen Pavillons eindrucksvoll vermittelt. Tier- und Artenschutz ist ein großes Anliegen des Tierparks Eekholt, hier werden die bedrohten Arten wie Schwarzstorch oder Seeadler gezüchtet und aufgezogen und versucht, die Wichtigkeit einer intakten Tier- und Pflanzenwelt auch für unser Wohlergehen aufzuzeigen.

Besonderer Schwerpunkt in diesen Gehegen ist der Wolf. Gehasst, geliebt, gefürchtet, ausgerottet und als Fabeltier in Märchen missbraucht – wenn ein Tier unsere Emotionen bindet, dann ist es der Wolf. Wir leben heute in einer Kuschelwelt und wollen alles anfassen uns streicheln. Dabei vergessen wir, dass selbst unser Haushund ein Raubtier ist. Und erst recht der Wolf. Er ist wieder da, leise, spürbar und sichtbar. Er sucht sich seinen Platz, doch wollen wir ihm diesen gegen? Das Wissen über die Wölfe zu vermitteln, das ist das ganz besondere Anliegen dieses Tierparks. In einem 10.000 Quadratmeter großen Gehege lebt ein kleines Rudel und das kann man aus unittelbarer Nähe beobachten. Auf Schrift- und Bildtafeln informiert die Wolfsmeile über diese Tiere und jeden Tag um 15.30 Uhr beginnt die Fütterung dieser Räuber. Besonders die regelmäßig veranstalteten Wolfsnächte helfen, die Skepsis gegenüber den Tieren abzubauen und ihnen nachzuempfinden. Informationen rund um den Wolf gibt es im hier angesiedelten Wolfsinformationszentrum Schleswig-Holstein

Informationen zum Tierpark gibt es unter tierpark eekholt

Bad Bramstedt

 

Mitten im Holsteiner Auenland liegt Bad Bramstedt. Und diese Natur zieht sich durch die kleine Stadt. Kleine Parks, Wiesen und Wälder, Bach- und Flussläufe mit Brücken – vielen Brücken.

Vom Zentrum aus ist man schnell in den umliegenden fünf Auen. Genau 28 Brücken verbinden die romantischen Wege durch die Landschaft. Die berühmten Fernwanderwege „Ochsenweg“ und „Mönchsweg“ führen durch Bad Bramstedt.

 

Alleine schon der Kurpark ist eine Oase für sich. Der Garten der Sinne lädt ein, zu verweilen, innezuhalten und für einen Augenblick dem Alltag zu entfliehen. Dieser Park ist Teil eines der schönsten Kneipp-Anlagen in Norddeutschland. Moorbäder vervollkommnen die Erholungsmöglichkeiten.

Ja, in Bad Bramstedt, da werden wieder viele Frauen neidisch, warum sie nicht einmal im Leben Geliebte eines großzügigen Königs sein konnten. Wie zum Beispiel die von König Christian IV. Der schenkte seiner Geliebten Wiebke Kruse das Bad Bramstedter Schloss.

Wahrzeichen der kleinen Stadt ist der steinerne Roland. Er wurde im Jahr 1693 aufgestellt.

Ein weiteres Wahrzeichen und zentraler Ort der Begegnung ist sicherlich die Maria-Magdalenen-Kirche. Im 13. Jahrhundert erbaut, ist sie gern auch 0ffen für den Sonntagsgottesdienst. Sehenswert ist auch das alte Mühlenhaus auf der Osterauinsel. Es dient heute als Wohnhaus.

Angeblich wurde durch eine heilsame Quelle ein Junge im Jahr 1681 von Fieber befreit. Ja, trinken hilft. Und vielleicht kam Bramstedt so zu seiner Bezeichnung „Bad“.

Bad Bramstedt ist der Ort, von dem aus man sich in alle Richtungen wunderbar und entspannt mit allen Sinnen bewegen und einfach einmal durchatmen kann.

Wrist

Im Ortsteil Stellau steht die kleine Feldsteinkirche. Im Jahr 1201 erbaut wurden die Feldsteine mit Gips vermauert. Um 1900 wurde der Eingang auf der Nordseite zugemauert. Sie sieht schon urig aus, die kleine mit dem freistehenden Glockenhäuschen. Zur Kirche gehört auch das Pastorat mit seinem Reetdach aus dem Jahr 1706. Um 1858 kam ein neues Pastorat im klassizistischen Stil dazu. Das Glockenhäuschen entstand 1851.

Wittenbergen

Ein wenig östlich von Wiitenbergen mündet die Bramau in die Stör. Inmittel idyllischer Natur aus Wiesen und Wäldern spürt man hier eine Ruhe, wie selten woanders. Wer hier mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Kanu unterwegs ist, fühlt sich auf ganz besondere Art eins mit der Umgebung. Wittenbergen selbst ist ein kleines Straßendorf mit etwa 180 Einwohnern. Der Ort grenzt im Norden an die Stör und im Südosten an die Hörner Au. Wer den Mönchsweg wandert, wird durch diesen Ort kommen. Da liegt es nahe, hier zu rasten und zu nächtigen und ein wenig mehr diese Umgebung zu atmen. Früher gab es einen regen Hafen mit der Kaisermühle. Heute ist es hier ruhiger geworden, die Kaisermühle musste nach einen Großbrand komplett wiederaufgebaut werden. Im Hafen findet sich nun ein Kanuanleger für dieses einzigartige Paddelrevier. Wer sich in diese Oase begeben möchte, dem steht ein Heuhotel und ein Café offen. Wie sehr den Menschen ihre Umgebung ans Herz gewachsen ist, zeigt sich auch in der neuen Störbrücke. Im Jahr 2003 wurde sie nach historischen Vorbildern aufgebaut und trägt die passende Inschrift: „Zieh froh hinüber, froh zurück, nicht draußen, in dir drin liegt das Glück.“

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.