Hallands län

Onsala Gottskär – das Schärendorf

Onsala Gottskär | © weites.land
Onsala Gottskär | © weites.land

Eine kleine Halbinsel, etwa 30 Kilometer südlich von Göteborg gelegen, hat so viel Spannendes und zugleich Schönes, dass ein jeder sich aussuchen kann, was ihn persönlich genau hier her zieht. Wir besuchen Gottskär im März, noch ist vom Trubel nichts zu spüren, der hier im Sommer einzieht.

Ist es die alte Geschichte, die bis ins frühe Mittelalter wurzelt oder sind es die traumhaften Schären mit Badeplätzen, Bootsanlegern, dem maritimen Flair? Sind es die kleinen Cafés vor dieser grandiosen Kulisse oder die auf den Felsen verstreuten bunt angestrichenen Holzhäuser, die wir immer mit Schweden verbinden? Egal, warum man genau hier her fährt, man wird tief berührt sein.

Die Gegend um Gottskär war bereit in der Altsteinzeit besiedelt, im Jahr 1471 war offiziell zum ersten Mal von Gåsekil die Rede, hatte aber wohl schon im 13. Jahrhundert als Marktgemeinde Stadtrechte. Die damit verbundenen Handelsrechte  verlor sie allerdings bereits 1539 an das nahe liegende Varberg. 

In der Zeit der Hanse während des Mittelalters bildete Onsala einen strategischen Anlaufpunkt auf der Nord-Süd-Route, der Schiffbau bekam hier eine große Bedeutung. Onsala hatte eine eigene Flotte, die 1697 aus 33 Schiffen bestand.

In den Jahren 1718 gehörten im dänisch-schwedischen Konflikt mehr als 50 Kaperschiffe zur hiesigen Flotte. Sie trotzten der dänisch- norwegischen Marine.

Ab Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich Gottskär zu einem beliebten Kurort. Immer mehr Menschen aus dem nahen Göteborg kamen mit dem Dampfschiff, um hier unter ärztlicher Anleitung Kuranwendungen zu erhalten. Dazu kamen natürlich die beliebten Ausflüge in die Natur und auch ein geselliges Leben mit Musik und Tanz mit manchem Punsch und Wein.

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