Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiet Beltringharder Koog

Wer glaubt, Naturschutzgebiete sind langweilig, der kann sich hier eines besseren belehren. Vogelbeobachter sind in ihrem Beobachtungshäusschen ganz aus dem Häuschen, Fotografen vergessen vor lauter Motiven das Abdrücken, Kinder fühlen sich beim Anblick der Halligbahn an Jim Knopf und Lukas, dem Lokomitivführer erinnert und alle anderen kommen nach dem Spaziergang durch die endlose Weite einfach in den kleinen Imbis und wärmen sich in herzlicher Atmosphäre wieder auf.

Eigentlich wollten wir wissen, was es mit der Hallig Nordstrandischmoor so auf sich hat. So fuhren wir durch Reußenköge parallel den Deich entlang und entdeckten irgendwo einen unscheinbaren Hinweis zu einer Badestelle. Die Karte sagte uns, dass es nur hier entlang zur Hallig gehen muss und auf einmal liegt sie vor uns, die kilometer lange, gerade Straße mitten durch Salzwiesen, kleinen, flachen Seen und dem prächtigen Farbenspiel, geschenkt von der Sonne, die durch die dramatischen Wolken die Landschaft in ein traumfaftes Licht taucht.

Gleich zu Anfang gibt es einen getarnten Vogelbeobachtungsraum, für uns zeigt sich eine Landschaft, wie wir sie an diesem Ort nie vermutet hätten. Dieser Ort konnte in seiner Art erst ab dem Jahr 1987 entstehen, als die Deiche zum Wohl des Küstenschutzes geschlossen wurden und somit diese Flächen von den Gezeiten des Wattenmeeres abschnitten. Heftige Diskussionen sind vorweg gegangen, der Küstenschutz setzte sich durch, doch fand man den Kompromiss, dieses nun eingedeichte Gebiet gänzlich und dauerhaft dem Naturschutz zu unterstellen.

So entstand eine abwechslungsreiche Fläche von 3350 Hektar, bestehend aus Salzwasserlagunen, Salzwiesen, Feuchtgrünland und Süßwassergebieten.

Danken kann man für solche Paradiese den unermüdlichen und streitbaren Helfern und Aktivisten der bekanten Umweltorganisationen, die sich auch hier zur Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Beltrinharder Koog zusammen getan haben und für die Pflege und Entwicklung eines solchen Rückzugsortes, letztlich auch für uns Touristen, ermöglichen. Von uns dafür ein ganz persönliches „Herzlichen Dank“.

Weitere Informationen gibt es unter naturschutzgebiet beltringharder koog.

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