Grenzlandgeschichten

Mord an den Grenzgendarmen in Padborg am 9. April 1944

Der Grenzort Padborg ist zugleich Start- bzw. Zielpunkt des Gendarmstien | © weites.land
Der Grenzort Padborg ist zugleich Start- bzw. Zielpunkt des Gendarmstien | © weites.land
In Padborg kam es wie am Grenzübergang Schusterkate am frühen Morgen des 09. April zu einer grauenhaften Entdeckung. Ganz früh morgens wachten zwei Obergendarme an der Bahnunterführung in Padborg. Ein dritter kam hinzu. Sie sollten zusammen nach Bov, dem östlichen Nachbarort, und von dort aus mit Kameraden nach Norden kommen. Doch Männer in Zivil erschossen die drei gegen vier Uhr morgens. Um 04.15 Uhr begann der Überfall auf Dänemark und die wichtigsten Hafenstädte wurden besetzt.

Die Tat konnte während der Besetzung nicht aufgeklärt werden können, obwohl jeder wusste, aus welcher Richtung die Morde kamen. Doch nach dem Krieg waren die Taten ermittelt.

In Vorbereitung auf den Überfall auf Dänemark mit seiner anschließenden Besetzung hatte das braune Nazipack aus Deutschland zwei zivile Agentengruppen in Dänemark eingeschleust. In diesem Fall sollten die Agenten augenscheinlich verhindern, dass die Bahnverbindung nach Padborg gesprengt würde. Nun weiß niemand, ob die drei Gendarmen den Viadukt gesprengt hätten, allerdings hat man Bohrlöcher entdeckt.

Heute befindet sich nahe des Tatortes ein Gedenkstein an die ermordeten Gendarmen. Zusammen mit ihren ebenfalls erschossenen Kollegen an der Schusterkate waren sie die ersten Opfer des deutschen Überfalls.

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