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Leica und Kodak völlig im Unklaren | Fotoblog

Trotz Sonnenschein und bis zu 20 Grad warmen Temperaturen, trotz wolkenlosem Himmel ist der Horizont milchig, die Fernischt dunstig. War die Tour an diesem Wochenende also umsonst?

Mitnichten- im Gegenteil. Dieses Wetterphänomen kann unterschiedliche Ursachen haben, die zusammen spielen oder auch für sich einzeln zu dieser durchaus melancholischen Stimmung führen können. Zum einen kann der berühmte Saharastaub zu uns herüber wehen, zum anderen aber auch Vulkanasche oder Partikel eines großen Waldbrandes Ursache sein. Der sauberste Ursprung ist aber, wenn die Luft in der Höhe wärmer wird anstatt abzukühlen. Diese Temperaturschichten sind dann selbst für Nebel und Wolken nach oben hin undurchdringlich. Allerdings bemerken wir sie nur bei Sonne- eben, wenn sie milchig und dunstig erscheint. Dann spricht man auch von einer Inversion.

Kein Grund, sich darüber zu beschweren, sondern eher hoffend, dass genau diese Wetterlange möglichst viele Stunden oder gar zwei oder drei Tage anhält. Denn welche Stimmung kann Nordfriesland vortrefflicher beschreiben als diese. Auf einmal verlangsamt sich die Zeit und der Puls, Geräusche werden gedämpft und die Augen verlieren sich im Nichts. Malerische Landschaften mit einer außergewöhnlichen Ruhe und Ausgeglichenheit entstehen, sie wirken friedlich, entspannt, fast mystisch.

Genau diese Ruhe überträgt sich auf uns, so ziehen wir langsam mit unserem VW-Bus vom Beltringharder Koog nach Norden bis zum Südwest-Hörn, einem Schöpfwerk gleich hinter dem Deich im gefühlten Niemandsland.

Ideal zeigt sich wieder der Kodak Portra 160 mit seinen zurückhaltenden und ausgeglichenen Farben und seinen sensiblen feinen Nuancen in den gedämpften Kontrasten. Diese Bilder sind Teil unserer Beschreibung entlang der Nordseeküste von Schleswig-Holstein.

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.

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