Gemeinde

Ladelund

In Ladelund gibt es einen Ort, an dem wird es still. Ganz still. Es ist ein Ort der Erinnerung, ein Ort des Gedenkens und ein Ort der Versöhnung. Hier, in Ladelund, befand sich eines von 1000 Konzentrationslagern für politische Gefangene. Grausam ging es zu. Misshandlungen, Hunger, Kälte forderten mehr als 300 Opfer.

In Ladelund war es den Menschen sehr früh ein wichtiges Anliegen, ihnen zu gedenken und zukünftige Generationen wachzurütteln, damit so etwas nie wieder passiert. So wurde der Ort des Verbrechens schon kurz nach dem Krieg zur Gedenkstätte und ist damit die älteste in Deutschland. Es ist berührend, sich mit diesem Teil der Geschichte auch in Nordfriesland auseinanderzusetzen. Informationen zur Gedenkstätte gibt es unter kz-gedenkstätte ladelund.

Nun besteht Ladelund nicht ausschließlich aus der Gedenkstätte, aber so ein Ort hat es verdient, im Zentrum zu stehen statt hintenan.

So fröhlich wie die 1400 Einwohner Ladelunds sind, so ernsthaft sind sie eben auch. Ladelund befindet sich direkt an der dänischen Grenze, ist landwirtschaftlich geprägt und liegt fast zentral zwischen Nord-und Ostsee. Ein romantisches aus Quellen gespeistes Naturbad und eine waldreiche Umgebung machen den Reiz dieses Ortes aus.

Ein kleines Dorfmuseum in einer alten Stellmacherei bringt die Geschichte des Ortes mit ihrem Handwerk und der Landwirtschaft näher. Eine fünfteilige Chronik ergänzt das Museum. Das Dorfmuseum in der Westerstraße hat vom 01. Mai–31. Oktober jeden Mittwoch von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.

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