Kirchen auf Gotland

Kirchen auf Gotland | Kirche (Kyrka) Hejnum

Kirchen auf Gotland – Kirche Hejnum | © weites.land
Kirchen auf Gotland – Kirche Hejnum | © weites.land

Die schöne Kirche in Hejnum liegt als Landkirche im nördlichen Inland der Insel und gehört zu den Kirchen auf Gotland. Sie fällt durch ihre angenehme Schlichtheit auf, wie man sie aber hier im nördlichen Teil Gotlands durchaus des öfteren vorfindet.

Ein wenig abseits vom gleichnamigen Ort steht die Kirche in Hejnum, eingerahmt von Bäumen, wie üblich den Friedhof auf dem gleichen Gelände. Sie ist Teil der Kirchengemeinde Väskinde.

Auffallend ist an diesem Gotteshaus sicherlich der unverputzte Turm im Gegensatz zu vielen Kirchen in der Nachbarschaft. Aber fangen wir von vorne an.

Um etwa 1200 gab es hier bereits eine kleine Apsiskirche als kleine Dorfkirche mit einem gerundeten Chorraum. In diesem stand der Altar. Darauf gekommen ist man bei Untersuchungen im Jahr 1914. An ihrer Stelle baute man in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts das heutige Langhaus in einem Zug mit dem Chor. Im Anschluss folgte dann der Turm. Man kann vermuten, dass die alte Kirche während der Bauphase in Betrieb war, denn zu damaliger Zeit dauerten Kirchenbauten sehr lange.

Man  integrierte aber Teile des Rundbogenfrieses mit seinen Reliefs  aus der alten Kirche in das neu errichtete Langhaus und den Chor. Auch das Langhausportal mit dem Vogelkapitell fand Wiederverwendung, aber es wurde angepasst.

Im Gegensatz zum Kirchturm sind Langhaus und Chor weiß verputzt und genau das gibt dieser Kirche ein ganz besonderes Erscheinungsbild in dieser Region. Ebenfalls auffallend ist, dass der gemauerte Turm die Höhe des Langhauses hat, die Kirchenglocken sind hierin integriert. Der Kirchturm ist mit einer achteckigen Kirchturmspitze gestaltet.

Da die Kirche auf der Südseite an einem Landweg lag, heute eben zu einer Straße ausgebaut, platzierte man den Haupteingang auf der Nordseite- auch das ist eine Seltenheit. Im Inneren gestaltet sich die Decke des Langhauses als Zeltgewölbe. Der Triumphbogen läuft in leicht spitzer Form zusammen. Die Malereien in Kalkfarben stammen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, einige wurden aber im 15. Jahrhundert ergänzt.

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