Heiraten im Herrenhaus

Hochzeit im Jagdschlösschen am Uklaisee

Auf der Anhöhe, wo jetzt das Jagdschlößchen steht, befand sich vor langer Zeit ein Schloss, in dem ein junger, schöner Ritter lebte.

Jeden Morgen ging er in den Wald zum Jagen und begegnete dort oft der Tochter eines armen Bauern aus Sielbeck, die ihres Vaters Pferde vom Wald auf die Wiesen führte. Der Ritter, von ihrer Schönheit entzückt, verliebte sich in sie, doch sie widerstand seinen Annäherungen und den ihr angebotene Geschenken. Auf seine Liebesschwüre entgegnete sie, dass sie niemals seine Frau werden könne, da sie nur die Tochter eines armen Mannes sei. Und doch hatte sie sich bereits unsterblich in den wilden Ritter verliebt.

Eines Morgens, als er sie wieder mit Bitten und Versprechungen bedrängte, kamen sie zu einer kleinen Kapelle im Wald. Der Ritter führte das Mädchen zum Altar mit den Worten: „Hier vor Gottes Augen nehme ich Dich als meine Gemahlin und der Himmel soll mich vernichten, wenn ich meine Treue nicht halte.“ Das Mädchen glaubte seinem Schwur und traf den Ritter von nun an jeden Morgen im Wald. Als das Mädchen ihn an seine Versprechen erinnerte, kam er seltener und schließlich gar nicht mehr. Sie fühlte sich verlassen und betrogen, trug nur noch ein schwarzes Kleid, wurde vor Gram krank und starb.

Inzwischen hatte sich der Ritter mit einer reichen Gräfin verlobt. Die Hochzeit sollte in eben jener Kapelle im Wald stattfinden, in der er dem Bauernmädchen Versprechungen gemacht hatte. Als der Pfarrer nach seiner Predigt das Brautpaar zusammenführen wollte, erschien plötzlich der Geist des unglücklichen Mädchens. Ihr Finger zeigte drohend auf den Bräutigam, als er in Schrecken niederfiel. Ein furchtbares Gewitter brach aus und die Kapelle mit allen, die darin waren, versank im Boden und es entstand der See, wie wir ihn heute kennen. Nur der Pfarrer, die Braut und ein kleines Mädchen auf der hölzernen Treppe zum Altar wurden gerettet.

In der Abenddämmerung, bei ganz stillem Wasser, ist das Läuten des kleinen Glöckchens der Kapelle aus dem Wasser zu hören, doch man muss selbst ganz still sein und genau hinhören…

Fürstbischof Friedrich August war von der Landschaft des Uklaisees so angetan, dass er seinen Hofbaumeister beauftragte, ihm ein Jagdschlößchen zu bauen und darum ein Gehölz anzulegen, in dem man lustwandeln könnte.  Das Jagdschlößchen aus dem Jahre 1776 liegt hoch über dem See, seine Terrasse bietet einen traumhaften Ausblick über die gesamte Weite. Heute kann es für den schönsten Tag im Jahr gebucht werden oder lädt ein zu einem klassische Konzert in dieser sinnlichen Umgebung.

Informationen und Details zu diesem wunderbaren Schlösschen gibt es unter jagdschlösschen am uklaisee.

Informationen zur standesamtlichen Trauung gibt es unter der Telefon-Nr. 0 45 23 / 99 20-20 beim Standesamt Bad Malente. Zur kirchlichen Trauung wendet man sich an die entsprechende Kirchengemeinde in Bad Malente oder Eutin.

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