Alter Ellunder Kirchweg Fröslev – Handewitt

Der ehemalige Grenzübergang Ellunder Kirchweg bei Fröslev ist einer der ersten Grezübergänge zwischen Deutschland und Dänemark nach der Volksabstimmung 1920. Er verband Ellund mit Frøslev . Mit der Eröffnung der Autobahn A7 / E45 verschwand der Grenzübergang Ellunder Kirchweg Ellund-Fröslev. Geblieben sind aber noch die beiden Schranken. Und die Erinnerung an einen Mord, der hier passierte.

Was über 700 Jahr währte, wurde über Nacht verwehrt. Denn so lange besuchten dei Menschen aus Fröslev die Kirche in Handewitt. Ganze 10 Kilometer waren sie dafür unterwegs, ganz ohne Auto, oft nur zu Fuß.

Doch mit der neuen Grenzziehung im Jahr 1920 wurde auf einmal alles anders. Der alte Kirchweg wurde förmlich abgeschnitten und an dieser Stelle ein Kontrollposten eingerichtet. Ab sofort durften nur noch bestimmte Personen die Grenze an dieser Stelle passieren. Dazu musste man im Umkreis von fünf Kilometern wohnen und darüber hinaus einen entsprechenden Stempel im Pass haben.

Dann kam der Bau der Autobahn A7 bzw. E 45, welche genau durch diesen Grenzübergang verlief. Ab 1978 war er mit der Eröffnung der Fernstraße dann einfach verschwunden, ohne aber jemals abgeschafft wurde.

Heute stehen symbolisch die beiden Schranken östlich neben der Autobahn, der Weg endet aber hinter der deutschen Schranke. Hier kommt nur noch undurchdringliches Gestrüpp. Zwischen den beiden Schranken gibt es eine schöne Möglichkeit zur Rast und zum Besinnen.

An der deutschen Schranke erinnert ein simples Schild an die Ermordung von Asmus Jensen, der am 07.05.1945 durch Widerstandskämpfer an der Grenzschranke zu Deutschland hingerichtet wurde. Ob es sich dabei allerdings im die dänische Brigade handelte oder eine örtliche Widerstandsgruppe und auch, in welcher Position Asmus Jensen stand, ist nicht zweifelsfrei geklärt.

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