Grenzübergänge Dänemark – Deutschland

Grenzübergang Ellund-Frøslev E45 (A7) | Grenzroute Dänemark – Deutschland

Grenzübergang Padborg an der Autobahn A7 / E 45 | © weites.land
Grenzübergang Padborg an der Autobahn A7 / E 45 | © weites.land
Der Grenzübergang Ellund an der Autobahn und Europastraße A7 / E45 verbindet Deutschland und Dänemark auf der einzigen Autobahnverbindung zwischen den beiden Ländern. Dieser Grenzübergang dürfte quantitativ der wichtigste im Slesvigland sein.

Und genau hier startet die längste Autobahn Deutschlands, die sich bis hinunter an den Grenzübergang Füssen an die Österreicher Grenze schlängelt. Als Europastraße verbindet sie sogar das südeuropäische Sizilien mit Nordfinnland.


Doch alles hat seine Geschichte. Die Idee zu einer solchen Trasse geht zurück bis ins Jahr 1928. Doch dann kam Hitler an die Macht und den Rest seines Wirkens kennen wir ja. Jedenfalls bereits 1963 war man sich nach einigen Jahren der Planung in der noch sehr jungen Nachkriegszeit zwischen Kopenhagen und der damaligen deutschen Hauptstadt Bonn einig, eine Nordsüd-Verbindung zu bauen. Bereits ein Jahr später kamen die dänische Wegebaudirektion mit der deutschen Straßenbauverwaltung über die Streckenführung überein. Am 13. Juli 1976 reisten die damalige dänische Königin Margarethe und der deutsche Bundespräsident Walter Scheel an die Grenze, um die Autobahn und die Grenzkontrollanlage um 10.55 Uhr dem Verkehr übergeben.

Damit gab es endlich eine  zügige Anbindung von Hamburg aus in den Norden. So sehr hatten sie die Menschen nach dieser Mobilität gesehnt, dass es schlicht egal war, wertvolle Natur wie den Staatsforst Handewitt dafür zu zerstören. Gab es doch nun mit der Autobahn auch eine zügige Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal, wo der Verkehr bisher nur über Fähren und Drehbrücken auf dieser Trasse möglich war. Übrigens folgt die Autobahn der alten Handelsroute- dem berühmten Ochsenweg.

In neun Teilstücken entstand die Fernstraße zwischen Hamburg und der dänischen Grenze. Im Schatten dieser Autobahn baute man zugleich an einer komfortablen Verbindung zwischen der Ost- und Nordsee, der Bundesstraße 199 als zugleich nördlichster deutscher Autobahnzubringer. Eigentlich sollte sie von Harrislee bei Flensburg kommend direkt in die Raiffeisenstraße in Handewitt münden.

Doch die Bürger des Ortes ahnten, was ihnen drohte und gründeten eine Bürgerinitiative. So schafften sie es, den Bundesverkehrsminister einzuladen und zu überzeugen, den Ort zu umgehen. So verlegte man die Trasse kurzerhand 200 Meter nördlich des Ortes und schuf damit die berüchtigte S-Kurve gleich westlich hinter der Autobahnabfahrt Handewitt. Der geplante Ausbau bis nach Sylt wurde mit dieser Entscheidung zu den Akten gelegt und niemand hat ihn bis heute vermisst.

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