Der Norden von Gotland Fischerstellen auf Gotland Museen auf Gotland

Gotland entdecken | Seerettungsmuseum (Sjöräddnungsmuseet) Ekeviken auf Fårö

Seerettungsmuseum (Sjöräddnungsmuseet) Ekeviken auf Fårö
Seerettungsmuseum (Sjöräddnungsmuseet) Ekeviken auf Fårö | © mare.photo

Das kleine Seerettungsmuseum (sjöräddnungsmuseet) in Ekeviken erzählt auf eindringliche Weise die Anfänge der Seenotrettung auf Gotland im 19. Jahrhundert. Geöffnet hat es nachmittags an den Wochenenden zwischen Juni und August und liegt in der Fiskeläge Ekeviken.

Auf der Nordseite von Fårö befindet sich im südwestlichen Teil der kleinen Gemeinde Ekeviken bei der Fischerstelle (Fiskeläge) das kleine See- und Lebensrettungsmuseum.

Die organisierte Seenotrettung auf Gotland begann im Jahr 1861 unweit des kleinen Museumsgebäudes. Den hier, im Norden von Fårö, befindet sich einer der heimtückischen Bereiche der küstennahen Ostsee. Immer wieder kam es zu Schiffsunfällen.



Um den Schiffbrüchigen auch bei schwerer See helfen zu können, kaufte man in England ein spezielles Boot, welches im Schiffsrumpf mit luftgefüllten Kupfertanks ausgestattet war, die wiederum durch eigene Ventile vor eindringendem Wasser geschützt waren.

So konnten diese Boote weder sinken noch kentern. Wenn also keine Boote aufgrund der Witterung in der Lage waren, zu den Schiffbrüchigen hinaus zu fahren, kam die 12-köpfige Besatzung, die sich freiwillig in einem Vertrag zu solchen Einsätzen verpflichtete.

Im Jahr 1891 hat man das erste Boot gegen ein größeres getauscht, dessen Konstruktion aber im Prinzip beibehalten wurde. Nun sorgte eine 16-köpfige Besatzung für die Rettungseinsätze. In diesem Zug verlegte man die Rettungsstation ins etwa drei Kilometer entfernte Skärsände.

In der aktiven Zeit dieser beiden Boote wurde etwa 200 Menschen aus Seenot gerettet werden. Ab November 1943 wurde ein motorisiertes Boot eingesetzt, welches nun nahe Norsholm platziert wurde. Das Rettungsboot wurde an einen Fischer verkauft, der es entsprechend umbaute. Das Bootshaus wurde ebenso verkauft und fortan als Urlaubsdomizil genutzt.

Ab 1967 setzte man das Rettungsboot dann als Sportboot ein, es gammelte aber so lange vor sich hin, bis man es irgendwann in Öregrund zum Verkauf anbot. Das Fårö Heimatmuseum nutzte die Möglichkeit und steckte viele hundert Stunden Arbeit zur Restauration dieses Rettungsbootes hinein. Für dieses Boot wurde ein eigenes kleines Ausstellungsgebäude in Form eines Bootshauses errichtet und zeigt neben dem Rettungsboot auch viele Einsatzwerkzeuge.



Jeder Artikel wird weiter entwickelt, angepasst, ergänzt. Wenn Sie Anregungen oder Erlebnisse, historische und aktuelle Bilder haben, gerne mit uns zusammenarbeiten oder sich an dieser Stelle präsentieren möchten, dann schreiben Sie an redaktion@weites.land.

Schreibe uns Deine Meinung