Schiffssetzungen

Gotland entdecken | *Schiffssetzungen auf Gotland

Immer wieder begegnet uns auf Gotland der Begriff Skeppssättningen, zu deutsch: Schiffssetzungen. Überlegten wir, ob es sich dabei um alte Wracks handelte, die uns nicht minder interessiert hätten, handelt es sich aber um einmalige Gräberfelder, von denen es auf Gotland noch heute etwa 350 Anlagen in unterschiedlicher Größe gibt.

Mitunter liegen dies Schiffssetzungen in Gruppen von bis zu fünf Gräbern, manchmal aber auch in naher Nachbarschaft zueinander. Bei so vielen Schiffssetzungen, die es alleine auf Gotland gibt, wächst die Vermutung, dass diese Art der Totenehrung auch eine gotländische Erfindung ist. Allerdings kommen solche Anlagen auch im Baltikum, in Dänemark, Vorpommern und Südschweden vor, wenn auch in geringer Anzahl.

Auf Gotland gehen die Anfänge solcher Begräbnisse bis in die Bronzezeit zurück. Dabei wurde das Grabmal mit Findlingen, in seltenen Fällen auch mit Kalksteinplatten, im Bootsform umrandet. In Gotland gibt es zwar die meisten Anlagen, in Südskandinavien allerdings die größeren. Wenn auch beispielsweise bei Gnisvärd die Schiffssetzung mit den Ausmaßen von 47 Meter Länge schon sehr beeindruckend ist.

Die Geschichte

Die ersten Schiffssetzungen, eine Form der Steinsetzungen,  sind älter als unsere Zeitrechnung. Sie entstanden bereits in de späten Bronze- oder aber auch frühen Eisenzeit, also bereits etwa 800 Jahre vor der Geburt Christi. Diese Anlagen sind in der Regel größer. Die meist kleineren Grabmäler der jüngeren Epoche werden der Wikingerzeit zugesprochen, also etwa 800 bis 1150 Jahre nach Christi Geburt.

Zur Gestaltung dieser Schiffssetzungen suchte man aufrecht stehende Steine, auch Bautasteine genannt. Der damit abgesteckte Grundriss symbolisiert das Schiff, mit dem die Toten in das Reich der Toten gebracht wurden. Oftmals stelle man am Bug des Schiffes einen Runenstein, die anderen Steine waren hingegen unbeschriftet.

Oft wurden die Schiffsnachbildungen von Nord nach Süd ausgerichtet, es gibt u.a. die Vermutung, dass man sich dazu durchaus auch der Astrologie bedient hat. Dabei spielte die Ausrichtung nach Sonne und Mond eine gewichtige Rolle.

Während auf dem Festland die Steine durchaus eine Höhe von bis zu vier Meter aufweisen können, sind diese auf Gotland in der regel nicht höher als etwa anderthalb Meter. Innerhalb dieser Grundrisse befanden sich die Urnen oder 

Zur Entstehung der Grabanlagen muss man sich bewusst machen, dass die Menschen noch an verschiedene Götter glaubten, in den Anfängen gab es ja noch keinen christlichen Glauben und in der Wikingerzeit endete diese Art der Beerdigung mit dem Einzug der Christianisierung.

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