Nordwestküste Gotland

Gotland entdecken | Lummelundagrottan – die größte Höhle

Hätte Karl May nur Gotland gekannt- vielleicht würden dann seine Geschichten nicht von Idianern erzählen, sondern von den Wikingern auf Gotland. Denn die Landschaft dieser Insel sorgt immer wieder für neue Spannung. Schuld daran sind sicherlich auch die zahlreichen Höhlen auf der Insel. Die größte dieser Kalksteinhöhlen ist die Lummelundagrotte mit einer Länge von etwa vier Kilometer.

Kalkgestein ist prädestiniert für die Bildung von Höhlen, entsprechend viele finden sich daher auf Gotland. Das Gestein nimmt sehr leicht Wasser auf, welches durch die Gesteinsritzen ins Innere gelangt. Da Wasser einen Anteil an Kohlendioxyd mitbringt, entsteht im Stein eine leichte Säure, welche die Umgebung langsam porös macht. Mit der Zeit (wir sprechen von einigen tausend Jahren) werden die gelösten Sedimente herausgewaschen und eine Höhle entsteht.

Die Lummelundagrotte ist mittlerweile so beliebt, dass sich jedes Jahr mehr als 100.000 Besucher in ihren Bann begeben. Spätestens hier ist also Schluss mit der sprichwörtlichen Einsamkeit auf Gotland. Immerhin ist die Höhle lediglich zwischen Ende April und Ende September geöffnet.

Ideal ist eine halbstündige Führung zu den schönsten Abschnitten des Erdinneren. Aber für Abenteurer, Hobbygeologen und platzangstfreie Menschen bietet sich eine besondere Führung an, die auch die entlegenen Teile des Systems berücksichtigt. Dazu schlüpft man aber in die komplette Montur eines echten Höhlenkletterers. Zu solchen Führungen ist eine Anmeldung erforderlich.

Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen gibt es unter lummelundagrottan.se

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