Der Norden von Gotland

Gotland entdecken | Gotska sandön

So richtig zugehörig zu Gotland ist Gotska sandön nicht und irgendwie doch. Diese kleine Insel, übersetzt: die Gotländische Sandinsel, ist heute ein unbewohnter Nationalpark. Sie wird neben Nynäshamn eben auch von Fårö (Gotland) angesteuert. Sie liegt fast 40 Kilometer nördlich von Fårö und 95 Kilometer östlich vom schwedischen Festland. Man darf sich schon ein wenig wie Robinson Crusoe fühlen, lässt man sich für einen Moment auf diese Insel aussetzen.

Zum Schwimmen ist die Distanz also zu weit, einen Färhhafen hat Gotska sandön nicht, da bleibt nur die entsprechend geeignete Fähre von den beiden Ablegern auf Fårö oder ab Nynäshamn zu nutzen. Die Abfahrten sind klar, nur die Rückkehr kann durchaus spannend sein.

Denn nimand kann genau sagen, wo das Boot auf der Insel anlandet und wo es wieder abfährt. Das hängt einzig von Wind, Wetter und Wasserstand ab.  Am Lagerplatz der Insel, übrigens dem einzigen, auf dem man übernachten darf, zeigt eine Anschlagtafel, an welchem Strand das Boot bei Abholung wieder anlegt. Aber auch das wird entsprechend der Witterung sehr flexibel gehandhabt. Ist man erst einmal auf der Insel, bietet das kleine Museum mit spannenden Informationen zur Insel den besten Überblick.

Wie erwähnt, genächtigt wird auf dem „Lagerplats“. Entweder im mitgebrachten Zelt oder in einer der kleinen Gemeinschaftshütten. Ein eigenes Zimmer darf man nicht erwarten, dafür aber eine gemeinsame Kochgelegenheit. Was uns mal eben daran erinnert, auch den Proviant mitzubringen- verkauft wird hier nichts. Und wer sich bewegt, bekommt Hunger. Das sollte man also unbedingt bei Antritt der Fahrt berücksichtigen.

Wer schon mal in unbewirtschafteten Gebirgshütten übernachtet hat, dem wird das hier nicht fremd sein. Der wird auch nicht die fehlenden Duschen oder warmes Wasser vermissen. Einmalig ist dafür die unberührte Landschaft, die uns erwartet.

Ewig lange Sandstrände und ein Blick über das Meer, der ungetrübter nicht sein könnte. Sonnenauf- und untergängen steht wahrlich nichts im Wege. Die beste Übersicht bietet der Schipkasset, eine etwa 40 Meter hohe Erhebung.

Auf jeden Fall ist die Insel Menschen vorbehalten, die in guter und wetterfester Kondition udn Ausrüstung unterwegs sind. Denn alleine eine Umrundung der Insel nimmt etwa 10 Stunden in Anspruch.

Ganz preiswert ist der Ausflug nicht. Mit Schiff und Übernachtung sollte man etwa 120-150 Euro und idealerweise entsprechende Tage  Zeit einplanen. Die Insel kann von Mitte Mai bis Anfang September besucht werden. Informationen zur Insel, zu  Fahrplänen und Verfügbarkeit gibt es hier.

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